Ein Leitfaden für Overnight-Positionen im Trading

Ein Leitfaden für Overnight-Positionen im Trading

Ein Leitfaden für Overnight-Positionen im Trading. Als Overnight-Positionen werden jene Trades bezeichnet, die am Ende eines Handelstages noch nicht liquidiert oder geschlossen wurden. Diese Positionen sind sehr häufig bei Swing-Tradern anzutreffen, deren Ziel es ist, für einige Tage laufende Trades zu tätigen.

Sie sind auch bei langfristigen Tradern üblich, die Trades eröffnen und diese über mehrere Wochen oder Monate aufrecht erhalten.

In diesem Artikel befassen wir uns mit Overnight-Trades, den damit verbundenen Risiken und wie man diese minimieren kann.

Was ist eine Overnight-Position?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einer Overnight-Position um einen Trade, der im Laufe des Tages begonnen und bis zum Schlafengehen noch nicht geschlossen wurde. Viele Daytrader und Scalper versuchen so weit wie möglich, diese Overnight-Positionen nicht zu halten, weil sie keine Kontrolle darüber haben, was passiert, wenn sie nicht da sind.

Bei Aktien bedeutet eine Overnight-Position, dass Sie ein Unternehmen gekauft oder geshortet haben und es auch nach Börsenschluss noch halten. Das bedeutet, dass mit Ihrer Aktie nichts passiert, wenn man nicht anwesend ist.

Bei Devisen bedeutet dies jedoch, dass dein offener Trade über Nacht fortgesetzt wird, da der Markt in der Regel 24 Stunden am Tag geöffnet ist.

Ein weiterer gängiger Begriff, der der Overnight-Position ähnelt, sind Wochenendpositionen. Damit sind Trades gemeint, die nicht am Freitag geschlossen werden, wenn die Weltmärkte schließen.

Warum lässt man Trades über Nacht offen?

Trader lassen ihre Trades in der Regel aus mehreren Gründen über Nacht offen.

Swing-Trader lassen sie offen, weil dies Teil ihrer Strategie ist. Wenn beispielsweise die Aktie eines Unternehmens bei 25 Euro gehandelt wird, könnten sie davon ausgehen, dass die Aktie in den nächsten drei Tagen auf 35 Euro steigen wird, und zwar auf der Grundlage der Chartstruktur.

Aufgrund dieser Überzeugung haben sie keine Notwendigkeit, die Aktie vor dem Ende des Marktes zu verkaufen.

Manche Trader lassen ihre Trades über Nacht offen, weil sie profitabel sind. Wenn man z. B. eine Aktie zu 10 Euro gekauft hat und sie bis zum Ende des Tages auf 12 Euro steigt, kann man in der Hoffnung, dass sich der Trend fortsetzt, offen lassen.

Außerdem lassen Trader ihre verlustbringenden Trades über Nacht offen, in der Hoffnung, dass sie sich umkehren werden. Wenn beispielsweise die Aktie, die Sie zu 10 Euro gekauft haben, auf 9 Euro gefallen ist, können Sie darauf hoffen, dass sie sich bei Markteröffnung am nächsten Tag wieder erholt.

Schließlich lassen viele Trader ihre Trades über Nacht offen, weil sie sich nie um die kurzfristigen Schwankungen des Marktes kümmern. Sie konzentrieren sich in der Regel auf die langfristigen Aussichten eines Unternehmens.

Risiken beim Offenlassen von Trades über Nacht

Es gibt mehrere Hauptrisiken, wenn man den Trade über Nacht offen lässt. Erstens können bestimmte Ereignisse auf dem Devisenmarkt eine große Bewegung auslösen, wenn man nicht anwesend ist.

Als die Schweizerische Nationalbank (SNB) beispielsweise 2015 die Bindung des Schweizer Frankens aufhob, stieg die Währung gegenüber anderen Währungen stark an. Dies führte zu einem Short-Squeeze unter den Tradern, die Leerverkäufe in der Währung hielten.

Tatsächlich machten einige prominente Broker Schlagzeilen, als sie nach diesem Ereignis in Konkurs gingen.

Zweitens besteht bei Aktien das Risiko, dass in den verlängerten Handelszeiten und vorbörslich größere Aktivitäten stattfinden. Zum Beispiel kann ein Unternehmen in dieser Zeit seine Ergebnisse veröffentlichen. Auch können Fusionen und Übernahmen (M&A) über Nacht angekündigt werden.

Wenn dies geschieht, kann die Aktie entweder deutlich höher oder niedriger eröffnen. Es ist bekannt, dass Aktien kurz nach der Markteröffnung und vor Börsenschluss in der Regel stark schwanken.

Drittens sind mit dem Halten von Vermögenswerten über Nacht Kosten verbunden. Forex-Broker erheben Swap-Gebühren. Diese Kosten sind zwar in der Regel gering, können sich aber summieren, wenn sie über mehrere Tage anfallen.

Verringerung der Risiken bei Overnight-Positionen

Wie bereits erwähnt, ist das Halten von Positionen über Nacht mit verschiedenen Risiken verbunden. Daher muss man als Trader wissen, wie man einige dieser Risiken abmildern kann.

  • Erstens: Wenn man ein strikter Daytrader ist, sollte man es vermeiden, Trades über Nacht offen zu halten, es sei denn, es ist absolut notwendig.
  • Zweitens sollte man versuchen, den Umfang aller Trades zu reduzieren, wenn man sie über Nacht offen lässt. Wenn der Handel bereits profitabel ist, kann man einen Teil dieser Gewinne mitnehmen und einen Teil des Trades offen lassen (Teilverkauf).
  • Drittens empfehlen wir, für alle Trades einen Stop-Loss zu setzen. Ein Stop-Loss ist ein Instrument, das den Trade stoppt, sobald er ein vorher festgelegtes Niveau erreicht.
  • Viertens: Vermeide bei Aktien, Short-Trades über Nacht offen zu lassen. Denn in dieser Ära der Meme-Aktien kann es im Nachthandel zu einem Short-Squeeze kommen. Ein Short-Squeeze ist ein Zeitraum, in dem eine Aktie steigt und die Leerverkäufer unter starken Druck setzt.
  • Und schließlich sollte man vermeiden, übermäßig gehebelte Trades über Nacht offen zu lassen. Leverage bezieht sich auf Geschäfte mit geliehenem Geld.

Abschließende Überlegungen

In diesem Artikel haben wir uns damit beschäftigt, was eine Overnight-Position ist und welche Risiken damit verbunden sind. Als Daytrader oder Scalper sollte man versuchen, diese Risiken zu vermeiden, indem man die oben genannten Richtlinien befolgt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man es vermeiden sollte. Und einen Stop-Loss haben, die Hebelwirkung reduzieren und Short-Aktien vermeiden sollte.


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