Wer Forex handelt, kommt an einem Thema nicht vorbei: dem Spread. Bei jedem Trade entsteht eine Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Je kleiner diese Differenz ausfällt, desto geringer ist zunächst die direkte Belastung für den Trader.

Deshalb suchen viele Trader gezielt nach einem Forex Broker mit niedrigem Spread.

Gerade beim Scalping und Daytrading kann ein niedriger Spread einen erheblichen Unterschied machen. Wenn täglich viele Positionen eröffnet und geschlossen werden, summieren sich selbst kleine Kostenunterschiede schnell. Doch auch beim Swing Trading spielt der Spread eine Rolle – allerdings nicht unbedingt in demselben Maß.

Denn ein häufiger Fehler beim Brokervergleich besteht darin, ausschließlich auf die Zahl hinter dem Begriff „Spread“ zu schauen.

Ein Broker kann beispielsweise mit einem Spread von 0,0 Pips werben und trotzdem nicht der günstigste Anbieter sein. Der Grund liegt in der Kommission. Bei sogenannten Raw- oder ECN-Konten wird der Spread häufig sehr eng, dafür zahlt der Trader eine zusätzliche Gebühr pro gehandeltem Lot.

Entscheidend ist deshalb nicht der beworbene Spread allein, sondern die gesamten Trading-Kosten.

Aktuelle Vergleiche für 2026 zeigen bei verschiedenen Brokern sehr enge Spreads. Bei Raw-Spread-Konten liegen beispielsweise IC Markets, Pepperstone und Tickmill bei wichtigen Währungspaaren teilweise nahe an 0,0 Pips. Die konkreten Werte unterscheiden sich jedoch nach Konto, Handelszeit, Währungspaar und Marktbedingungen.

Was ist der Spread beim Forex Trading?

Der Spread ist die Differenz zwischen dem Bid- und dem Ask-Kurs eines Finanzinstruments.

Wenn EUR/USD beispielsweise mit einem Bid von 1,1000 und einem Ask von 1,1002 quotiert wird, beträgt der Spread 0,2 Pips.

Dieser Unterschied stellt einen direkten Kostenfaktor für den Trader dar.

Beim Eröffnen einer Position startet der Trade deshalb normalerweise zunächst leicht im Minus. Der Markt muss sich zunächst um die Höhe des Spreads in die erwartete Richtung bewegen, bevor die Position den Spread als Kosten wieder aufgeholt hat.

Je kleiner der Spread, desto kleiner ist dieser anfängliche Nachteil.

Das ist besonders beim kurzfristigen Trading relevant.

Warum ein niedriger Spread wichtig sein kann

Stell dir zwei Trader vor, die exakt dieselbe Strategie handeln.

Trader A zahlt im Durchschnitt einen Spread von 0,2 Pips.

Trader B zahlt 1,2 Pips.

Bei einem einzigen Trade wirkt der Unterschied vielleicht gering.

Wenn beide jedoch hunderte Trades durchführen, summiert sich die Differenz.

Genau deshalb achten Scalper und sehr aktive Daytrader besonders auf niedrige Spreads.

Beim Swing Trading ist die Situation etwas anders. Wenn eine Position mehrere Tage gehalten wird, können Finanzierungskosten eine deutlich größere Bedeutung bekommen.

Das bedeutet nicht, dass der Spread unwichtig ist.

Es bedeutet lediglich, dass die Haltedauer bestimmt, welche Kosten besonders relevant sind.

Die besten Forex Broker mit niedrigem Spread 2026

Zu den Brokern, die in aktuellen Vergleichen durch besonders niedrige Forex-Spreads auffallen, gehören unter anderem IC Markets, Pepperstone, Tickmill, Fusion Markets, FP Markets und Eightcap.

Auch XTB und IG werden in Vergleichen für deutsche beziehungsweise europäische Trader berücksichtigt, wobei die Kostenstruktur der jeweiligen Kontomodelle deutlich anders ausfallen kann.

Eine pauschale Rangliste ist allerdings problematisch.

Denn ein Broker kann beim EUR/USD besonders günstig sein, während ein anderer beim GBP/USD oder USD/JPY besser abschneidet. Außerdem können sich die Kosten zwischen Standard- und Raw-Spread-Konten erheblich unterscheiden.

Deshalb sollte ein sinnvoller Vergleich immer das konkrete Konto und den eigenen Trading-Stil berücksichtigen.

IC Markets

IC Markets gehört zu den Brokern, die regelmäßig mit besonders niedrigen Forex-Spreads in Verbindung gebracht werden.

Aktuelle Vergleichsdaten zeigen bei einem Raw-Spread-Konto beispielsweise einen durchschnittlichen EUR/USD-Spread von rund 0,01 Pips in der betrachteten Datenbasis. Gleichzeitig fällt eine Kommission an. Bei der Bewertung der tatsächlichen Kosten muss deshalb Spread und Kommission gemeinsam betrachtet werden.

Genau das ist typisch für einen Raw-Spread-Broker.

Der Spread kann extrem niedrig sein, während die eigentlichen Handelskosten teilweise über die Kommission entstehen.

Für aktive Forex Trader kann dieses Modell interessant sein.

Pepperstone

Pepperstone gehört ebenfalls zu den etablierten Brokern mit engen Spreads.

Im Razor-Konto werden Raw-Spreads mit einer zusätzlichen Kommission kombiniert.

Aktuelle Vergleichsdaten zeigen für EUR/USD einen durchschnittlichen Spread von etwa 0,1 Pips in der betrachteten Datenbasis. Für Trader mit EUR-Basiskonto kann die Kommissionsstruktur besonders interessant sein.

Pepperstone wird außerdem in aktuellen Deutschland-Vergleichen zu den Brokern mit niedrigen Forex-Handelskosten gezählt.

Damit kann der Broker insbesondere für aktive Trader interessant sein, die eine Kombination aus engen Spreads und verschiedenen Trading-Plattformen suchen.

Tickmill

Tickmill gehört ebenfalls zu den Brokern, die bei niedrigen Forex-Spreads häufig genannt werden.

Aktuelle europäische Vergleichsdaten führen das Tickmill-Pro-Modell bei EUR/USD mit Raw-Spreads ab 0,0 Pips und einer Kommission von 6 US-Dollar pro Round-Turn-Lot auf.

Damit wird ein wichtiger Punkt deutlich:

0,0 Pip Spread bedeutet nicht 0 Euro Trading-Kosten.

Der Spread kann nahezu null sein, während gleichzeitig eine Kommission anfällt.

Wer Broker vergleicht, sollte deshalb immer die sogenannte All-in-Betrachtung durchführen.

Fusion Markets

Fusion Markets wird in aktuellen Vergleichen ebenfalls als Anbieter mit besonders niedrigen Forex-Handelskosten geführt. BrokerChooser setzt den Anbieter in seinem aktuellen Deutschland-Vergleich sogar an die erste Stelle der Low-Spread-Broker.

Interessant ist Fusion Markets vor allem für Trader, bei denen die Handelskosten eine hohe Priorität haben.

Allerdings gilt auch hier: Ein günstiges Kostenmodell ist nur dann wirklich günstig, wenn es zum eigenen Trading passt.

Wer beispielsweise nur wenige Trades pro Monat durchführt, sollte nicht ausschließlich wegen eines minimalen Spread-Unterschieds den Broker wechseln.

FP Markets

FP Markets gehört ebenfalls zu den Brokern, die mit Raw-Spreads und vergleichsweise niedrigen Forex-Kosten arbeiten.

In aktuellen Vergleichsdaten werden bei mehreren wichtigen Währungspaaren enge Spreads für Kommissionskonten ausgewiesen.

Für aktive Trader kann das interessant sein.

Gerade wer viele Trades eröffnet, sollte allerdings nicht nur die Spreads betrachten, sondern anhand des eigenen durchschnittlichen Handelsvolumens berechnen, wie hoch die tatsächlichen Gesamtkosten sind.

Eightcap

Eightcap wird ebenfalls als Low-Spread-Broker für europäische Trader geführt.

Ein aktueller europäischer Vergleich nennt für das Raw-Modell bei EUR/USD Spreads ab 0,0 Pips und eine Kommission von 6 US-Dollar pro Round-Turn-Lot.

Auch hier gilt wieder: Der Spread alleine ist nicht aussagekräftig.

Ein Spread von 0,0 Pips kann attraktiv aussehen. Für die Entscheidung muss aber die Kommission hinzugerechnet werden.

XTB

XTB verfolgt eine etwas andere Kostenstruktur.

Der Broker bietet deutschen Kunden unter anderem eine eigene Plattform und wird in aktuellen Deutschland-Vergleichen ebenfalls berücksichtigt. Bei XTB liegt der durchschnittliche EUR/USD-Spread im Standardkonto laut aktuellen Vergleichsdaten deutlich über den engsten Raw-Spreads einiger ECN-orientierter Anbieter.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass XTB für jeden Trader teurer oder schlechter ist.

Ein Brokervergleich besteht nicht nur aus dem Spread.

Plattform, verfügbare Märkte, Ausführung, Regulierung und das gesamte Gebührenmodell müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

IG

Auch IG gehört zu den etablierten Brokern für deutsche Trader.

Aktuelle Vergleichsdaten weisen bei IG ebenfalls enge Spreads für verschiedene Währungspaare aus, wobei die konkreten Werte vom Markt und Kontomodell abhängen.

IG kann insbesondere für Trader interessant sein, die neben Forex weitere Märkte handeln möchten und Wert auf eine umfangreiche Handelsumgebung legen.

Wer ausschließlich den niedrigstmöglichen Spread sucht, sollte allerdings die Kosten mit spezialisierten Raw-Spread-Anbietern vergleichen.

Was bedeutet Raw Spread?

Ein Raw Spread ist ein sehr enger Marktspread, der möglichst nahe am zugrunde liegenden Interbanken- beziehungsweise Liquiditätsangebot liegt.

Der Broker verdient in diesem Modell häufig über eine separate Kommission.

Das unterscheidet ein Raw-Spread-Konto von einem klassischen Standardkonto.

Beim Standardkonto wird die Broker-Marge häufig direkt in den Spread integriert.

Beim Raw-Konto ist der Spread enger, dafür wird eine Kommission berechnet.

Beide Modelle können sinnvoll sein.

Welche Variante günstiger ist, hängt vom Handelsvolumen und vom konkreten Währungspaar ab.

Standardkonto oder Raw-Spread-Konto?

Diese Frage ist für viele Trader wichtiger als die Suche nach dem Broker mit dem absolut niedrigsten Spread.

Ein Standardkonto ist einfacher zu verstehen.

Der Trader sieht einen Spread und zahlt häufig keine zusätzliche Kommission.

Ein Raw-Spread-Konto zeigt dagegen einen sehr engen Spread, berechnet aber zusätzlich eine Handelskommission.

Für aktive Trader kann das Raw-Modell günstiger sein.

Bei wenigen Trades kann der Unterschied dagegen relativ gering ausfallen.

Deshalb sollte die Entscheidung anhand des tatsächlichen Handelsvolumens getroffen werden.

Was sind All-in-Trading-Kosten?

Die All-in-Kosten zeigen, was ein Trade tatsächlich kostet.

Bei einem Raw-Spread-Konto besteht die Rechnung vereinfacht aus:

Spread + Kommission = effektive Handelskosten

Wenn der Spread beispielsweise 0,1 Pip beträgt und zusätzlich eine Kommission anfällt, darf der Trader nicht nur die 0,1 Pip betrachten.

Die Kommission muss auf die entsprechende Pip-Größe umgerechnet werden.

Erst danach lässt sich sinnvoll beurteilen, welcher Broker tatsächlich günstiger ist.

Genau deshalb können zwei Broker mit völlig unterschiedlichen Spreads am Ende fast gleich teuer sein.

Warum 0,0 Pips nicht automatisch besser sind

Die Zahl 0,0 Pips klingt im ersten Moment beeindruckend.

Doch sie bedeutet nicht, dass der Trade kostenlos ist.

Bei einem Raw-Spread-Konto kann der Broker zusätzlich eine Kommission verlangen.

Außerdem sind Spreads dynamisch.

Sie können sich abhängig von Liquidität und Marktphase verändern.

Ein Spread, der während der aktivsten europäischen und US-amerikanischen Handelszeiten sehr niedrig ist, kann außerhalb dieser Zeiten deutlich größer werden.

Deshalb sollte man bei Spread-Vergleichen immer darauf achten, wann und wie der Wert ermittelt wurde.

Variable Spreads beim Forex Trading

Forex-Spreads sind häufig variabel.

Das bedeutet, dass sie sich laufend verändern können.

Während einer liquiden Marktphase kann EUR/USD beispielsweise extrem eng quotiert werden.

Vor wichtigen Nachrichten oder bei geringer Liquidität kann sich der Spread dagegen deutlich ausweiten.

Das ist ein wichtiger Punkt für Trader, die ausschließlich mit Werbeangaben arbeiten.

Ein „ab 0,0 Pips“-Spread bedeutet nicht, dass du jeden Trade dauerhaft mit 0,0 Pips eröffnest.

Spread während wichtiger Nachrichten

Besonders deutlich wird die Bedeutung variabler Spreads bei wichtigen Wirtschaftsdaten.

Zinsentscheidungen, Inflationsdaten, Arbeitsmarktdaten oder überraschende politische Ereignisse können zu starken Bewegungen führen.

In solchen Situationen kann sich die Liquidität verändern und der Spread ausweiten.

Wer News Trading betreibt, sollte deshalb besonders vorsichtig mit reinen Spread-Vergleichen sein.

Der günstigste Spread unter normalen Marktbedingungen sagt wenig darüber aus, wie sich der Broker während extremer Marktphasen verhält.

Niedriger Spread beim Scalping

Für Scalper ist ein niedriger Spread besonders relevant.

Der Grund liegt in der hohen Anzahl an Trades.

Wenn ein Trader beispielsweise 20, 30 oder noch mehr Positionen pro Tag eröffnet, summieren sich die Kosten.

Eine Strategie mit einem kleinen durchschnittlichen Gewinn pro Trade kann durch hohe Spreads und Kommissionen schnell unprofitabel werden.

Für Scalper können deshalb Raw-Spread-Konten besonders interessant sein.

Aber auch hier muss die tatsächliche Ausführung berücksichtigt werden.

Niedriger Spread beim Daytrading

Auch Daytrader profitieren von niedrigen Spreads.

Allerdings ist die Bedeutung abhängig von der Strategie.

Wer nur wenige große Bewegungen handelt, ist weniger stark von kleinen Spread-Unterschieden abhängig als ein Trader, der zahlreiche kurze Trades durchführt.

Ein Daytrader sollte deshalb seine durchschnittliche Trade-Distanz betrachten.

Je kleiner der durchschnittliche erwartete Gewinn pro Trade, desto stärker wirken sich die Handelskosten aus.

Niedriger Spread beim Swing Trading

Beim Swing Trading spielt der Spread ebenfalls eine Rolle, ist aber häufig nicht der wichtigste Kostenfaktor.

Wenn eine Position mehrere Tage gehalten wird, können Finanzierungskosten beziehungsweise Swaps wesentlich stärker ins Gewicht fallen.

Ein Trader sollte deshalb bei einem Swing-Trading-Broker nicht nur den Einstiegspreis betrachten.

Die gesamte Haltedauer muss berücksichtigt werden.

Ein Broker mit minimal niedrigerem Spread kann über mehrere Tage trotzdem teurer sein, wenn die Finanzierungskosten höher ausfallen.

Forex Spread und Währungspaar

Nicht jedes Forex-Paar hat denselben Spread.

Die großen Majors wie EUR/USD, GBP/USD oder USD/JPY verfügen normalerweise über eine hohe Liquidität und entsprechend häufig enge Spreads.

Exotische Währungspaare können dagegen deutlich größere Spreads aufweisen.

Deshalb sollte ein Trader immer die Spreads der tatsächlich gehandelten Märkte vergleichen.

Wenn du ausschließlich EUR/USD handelst, bringt dir ein Broker mit einem extrem guten USD/JPY-Spread wenig.

EUR/USD mit niedrigem Spread

EUR/USD ist eines der wichtigsten Währungspaare im Forex Trading.

Entsprechend stark ist der Wettbewerb zwischen den Brokern.

Aktuelle Vergleichsdaten zeigen bei mehreren Raw-Spread-Brokern extrem niedrige durchschnittliche EUR/USD-Spreads. IC Markets wird beispielsweise mit rund 0,01 Pips und Pepperstone mit rund 0,10 Pips in einer aktuellen Vergleichsbasis ausgewiesen.

Solche Zahlen sollten allerdings immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Kontomodell und der Kommission betrachtet werden.

Spread bei GBP/USD

GBP/USD weist häufig ebenfalls attraktive Handelsbedingungen auf.

Gleichzeitig kann das Währungspaar volatiler sein als EUR/USD.

Dadurch können sich die Spreads während bestimmter Marktphasen verändern.

Ein Trader sollte daher nicht davon ausgehen, dass ein Broker mit dem besten EUR/USD-Spread automatisch auch beim GBP/USD die günstigste Wahl ist.

Spread bei Gold

Viele Forex Trader handeln neben Währungen auch Gold.

Dabei wird häufig XAU/USD verwendet.

Gold ist jedoch kein klassisches Forex-Währungspaar und sollte deshalb separat betrachtet werden.

Die Spread-Struktur kann deutlich anders aussehen.

Wer regelmäßig Gold handelt, sollte daher einen Brokervergleich durchführen, der nicht nur EUR/USD berücksichtigt.

Gerade wenn Gold ein zentraler Bestandteil der Strategie ist, können die tatsächlichen Handelskosten wichtiger sein als ein minimaler Unterschied beim EUR/USD-Spread.

Spread und Orderausführung

Ein niedriger Spread allein garantiert keine gute Orderausführung.

Das ist einer der wichtigsten Punkte beim Brokervergleich.

Angenommen, ein Broker zeigt einen extrem engen Spread, die tatsächliche Ausführung erfolgt aber regelmäßig zu einem schlechteren Preis.

Dann kann der vermeintliche Kostenvorteil schnell verschwinden.

Deshalb sollten aktive Trader neben dem Spread auch Slippage, Ausführungsgeschwindigkeit und Ausführungsqualität berücksichtigen.

Slippage beim Forex Trading

Unter Slippage versteht man vereinfacht die Abweichung zwischen dem erwarteten und dem tatsächlich ausgeführten Preis.

Sie kann positiv oder negativ ausfallen.

Bei schnellen Marktbewegungen kann Slippage stärker auftreten.

Für Scalper und News Trader ist dieses Thema besonders wichtig.

Ein Broker mit einem minimal niedrigeren Spread kann deshalb in der Praxis trotzdem schlechter abschneiden, wenn die tatsächliche Ausführung deutlich ungünstiger ist.

Wie wichtig ist der Broker beim Forex Trading?

Der Broker ist ein wichtiger Bestandteil der Trading-Infrastruktur.

Er bestimmt nicht, ob eine Strategie profitabel ist.

Aber er beeinflusst die Rahmenbedingungen, unter denen diese Strategie umgesetzt wird.

Dazu gehören Kosten, Ausführung, verfügbare Märkte, Plattformen und regulatorische Bedingungen.

Gerade Trader mit sehr kleinen Gewinnzielen pro Trade sollten die Kosten ernst nehmen.

Ein professioneller Trading-Ansatz sollte deshalb nicht nur das Setup betrachten.

Auch die Infrastruktur gehört dazu.

Regulierung eines Forex Brokers

Ein niedriger Spread sollte niemals wichtiger sein als eine nachvollziehbare Regulierung.

Gerade deutsche Trader sollten prüfen, welche konkrete Gesellschaft das Konto führt und welcher regulatorische Rahmen gilt.

Ein internationaler Broker kann beispielsweise mehrere Gesellschaften besitzen.

Die Handelsbedingungen und der regulatorische Schutz können sich je nach Gesellschaft unterscheiden.

Für EU-Retailkunden gelten zudem regulatorische Vorgaben für CFDs und gehebelte Produkte.

Deshalb sollte man bei einem Brokervergleich immer genau hinschauen, welches Angebot tatsächlich für den eigenen Wohnsitz gilt.

Forex Broker mit niedrigem Spread für deutsche Trader

Für deutsche Trader kommen verschiedene Anbieter infrage.

Aktuelle Deutschland-Vergleiche führen unter anderem Fusion Markets, Pepperstone und IC Markets als Broker mit niedrigen Forex-Handelskosten.

Bei europäischen Angeboten werden außerdem Tickmill und Eightcap als besonders wettbewerbsfähig bei EUR/USD genannt.

Welche Variante am besten passt, hängt jedoch von der konkreten Kontostruktur ab.

Gerade bei internationalen Anbietern sollte vor der Kontoeröffnung geprüft werden, unter welcher Gesellschaft das Konto eröffnet wird.

Welcher Forex Broker hat den niedrigsten Spread?

Diese Frage lässt sich nicht dauerhaft mit einem einzigen Namen beantworten.

Spreads verändern sich.

Außerdem hängt der Vergleich davon ab, welches Währungspaar, welches Konto und welcher Zeitraum betrachtet wird.

Aktuelle Vergleichsdaten sehen beispielsweise IC Markets bei mehreren Majors besonders stark, während andere Vergleiche Fusion Markets, Pepperstone oder Tickmill hervorheben.

Die bessere Frage lautet daher:

Welcher Broker bietet für mein Währungspaar und meinen Trading-Stil die niedrigsten tatsächlichen Gesamtkosten?

Lohnt sich ein Broker mit 0,0 Pip Spread?

Das kann sich lohnen – insbesondere bei hohem Handelsvolumen.

Aber nur dann, wenn die Kombination aus Spread und Kommission tatsächlich günstiger ist.

Wer beispielsweise nur fünf Trades im Monat macht, wird von einem minimalen Spread-Unterschied möglicherweise kaum profitieren.

Ein Scalper mit hunderten Trades kann dagegen einen erheblichen Unterschied feststellen.

Der eigene Trading-Stil entscheidet deshalb darüber, wie wichtig ein Raw-Spread-Konto wirklich ist.

Fazit: Forex Broker mit niedrigem Spread

Ein Forex Broker mit niedrigem Spread kann die Trading-Kosten reduzieren und ist insbesondere für aktive Trader interessant.

Doch der niedrigste beworbene Spread ist nicht automatisch das beste Angebot.

Ein seriöser Vergleich muss Spread, Kommission, Slippage, Orderausführung, Finanzierungskosten und Regulierung gemeinsam betrachten.

Aktuelle Vergleiche zeigen unter anderem IC Markets, Pepperstone, Tickmill, Fusion Markets, FP Markets und Eightcap mit sehr wettbewerbsfähigen Forex-Spreads. Für deutsche Trader werden insbesondere Fusion Markets, Pepperstone und IC Markets in aktuellen Low-Spread-Vergleichen hervorgehoben.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Standard- und Raw-Spread-Konten. Ein Raw-Konto kann beispielsweise einen Spread nahe 0,0 Pips bieten, dafür aber eine Kommission berechnen.

Deshalb solltest du nicht fragen:

„Wer hat den niedrigsten Spread?“

Sondern:

„Was kostet mich ein kompletter Trade bei meinem Broker tatsächlich?“

Für Scalper und aktive Daytrader kann ein niedriger Spread einen erheblichen Unterschied machen. Für Swing Trader können dagegen Overnight-Kosten wichtiger werden.

Und unabhängig vom Spread gilt:

Ein günstiger Broker ist nur dann wirklich günstig, wenn die Handelsbedingungen auch zu deiner Strategie passen.

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