Wer in Deutschland professioneller traden möchte, landet früher oder später beim Thema Futures. Besonders für Daytrader sind Futures interessant, weil sie einen direkten Zugang zu Terminmärkten ermöglichen und sich Märkte wie Nasdaq, S&P 500, Gold, Öl oder DAX über standardisierte Kontrakte handeln lassen.
Doch welcher Futures Broker in Deutschland ist wirklich geeignet?
Die Antwort ist nicht ganz so einfach, wie es viele Brokervergleiche vermuten lassen. Denn beim Futures Trading zählt nicht nur die Höhe der Kommission. Entscheidend sind auch der Zugang zur jeweiligen Terminbörse, die Handelsplattform, die verfügbaren Datenfeeds, die Margin-Anforderungen, die Orderausführung und natürlich die Regulierung.
Für deutsche Trader kommt noch ein weiterer Punkt hinzu: Nicht jeder international bekannte Futures Broker ist automatisch für deutsche Kunden gleich gut geeignet.
In diesem Vergleich stellen wir fünf Anbieter vor, die 2026 für deutsche Futures Trader besonders interessant sind: NinjaTrader, Optimus Futures, AMP Futures, Interactive Brokers und AvaFutures.
Die 5 besten Futures Broker in Deutschland 2026
Aktuelle Brokervergleiche kommen bei der Reihenfolge teilweise zu unterschiedlichen Ergebnissen. BrokerChooser führt 2026 NinjaTrader als besten Futures Broker für Deutschland und nennt Optimus Futures, tastytrade und AMP Futures als weitere starke Anbieter. Ein anderer aktueller Vergleich für Deutschland setzt dagegen AvaFutures und Optimus Futures an die Spitze und nimmt zusätzlich EdgeClear, AMP und Dorman Trading in die Top 5 auf.
Das zeigt bereits ein wichtiges Problem bei solchen Rankings: Den einen besten Futures Broker gibt es nicht.
Ein Trader, der hauptsächlich Micro Nasdaq Futures handelt, stellt andere Anforderungen als jemand, der den DAX oder Bund-Futures an der Eurex tradet.
Für unseren Vergleich betrachten wir deshalb das Gesamtpaket.
1. NinjaTrader
NinjaTrader gehört 2026 zu den bekanntesten spezialisierten Futures-Plattformen und wird von BrokerChooser aktuell als bester Futures Broker für Deutschland bewertet. In der Untersuchung wurden unter anderem Plattform, Gebühren, Margin und verfügbare Funktionen betrachtet.
NinjaTrader ist besonders interessant für Trader, die sich auf Futures konzentrieren und eine spezialisierte Handelsumgebung suchen.
Die Plattform bietet umfangreiche Charting-Funktionen, Orderverwaltung, Backtesting und Simulationsmöglichkeiten. NinjaTrader selbst wirbt für europäische Kunden mit Futures-Handel, professionellen Charting- und Risikomanagement-Funktionen sowie transparenten Kommissionen ab 0,09 US-Dollar pro Trade, wobei die tatsächlichen Gesamtkosten vom jeweiligen Produkt und Gebührenmodell abhängen.
Interessant ist NinjaTrader insbesondere für Trader, die US-Futures wie Micro E-mini Nasdaq, Micro E-mini S&P 500 oder Gold-Futures handeln möchten.
Wer dagegen gezielt Eurex-Produkte wie DAX- oder Bund-Futures handeln möchte, sollte vor der Kontoeröffnung genau prüfen, welche Märkte und Produkte über die konkrete NinjaTrader-EU-Struktur verfügbar sind. Aktuelle Europa-Vergleiche weisen darauf hin, dass NinjaTrader im Wesentlichen auf CME-Futures fokussiert ist und keinen direkten Eurex-Zugang bietet.
Geeignet für: aktive Futures Trader, Daytrader und Trader mit Fokus auf US-Futures.
2. Optimus Futures
Optimus Futures ist ein weiterer spezialisierter Futures Broker, der in aktuellen Vergleichen für deutsche Kunden weit vorne landet.
BrokerChooser bewertet Optimus Futures 2026 als eine der stärksten Alternativen zu NinjaTrader und hebt insbesondere Margin-Anforderungen, Transaktionskosten und Futures-Auswahl hervor.
Optimus Futures richtet sich klar an Trader, die Futures nicht nur gelegentlich handeln, sondern eine professionelle Handelsumgebung benötigen.
Interessant ist dabei die Auswahl an Plattformen und die Möglichkeit, unterschiedliche technische Lösungen für den Futures-Handel zu nutzen.
Wie bei jedem Futures Broker sollte allerdings genau geprüft werden, welche Börse und welcher Datenfeed für das eigene Produkt verwendet werden.
Denn beim Futures Trading ist die Handelsplattform nur ein Teil des Systems.
Broker, Clearing, Börse und Datenfeed müssen zuverlässig zusammenspielen.
Geeignet für: aktive Futures Trader, die Wert auf professionelle Plattformen und flexible Handelsmöglichkeiten legen.
3. AMP Futures
AMP Futures ist insbesondere unter aktiven Futures Tradern für seine vergleichsweise niedrige Kostenstruktur bekannt.
Aktuelle Vergleiche führen AMP Futures regelmäßig unter den besten Futures Brokern für Deutschland. BrokerChooser nennt den Anbieter 2026 als viertbesten Futures Broker im deutschen Markt und hebt insbesondere die wettbewerbsfähigen Transaktionskosten und Research-Funktionen hervor.
Auch andere aktuelle Vergleiche sehen AMP unter den Top-Anbietern. Ein deutscher Vergleich nennt beispielsweise Kommissionen ab 0,60 US-Dollar für Micro-Kontrakte und 2 US-Dollar für Minis, weist aber darauf hin, dass die tatsächlichen Kosten vom gewählten Produkt und Kontomodell abhängen.
Ein großer Vorteil von AMP ist die Auswahl verschiedener Plattformen.
Dadurch kann der Broker insbesondere für Trader interessant sein, die nicht zwingend an eine einzige Trading-Software gebunden sein möchten.
Auch TradingView und weitere Plattformlösungen können je nach Setup eine Rolle spielen.
Für Trader aus Deutschland ist außerdem interessant, dass AMP internationale Kunden bedient und sich stark auf Futures konzentriert.
Allerdings sollte man bei einem US-Broker immer genau prüfen, welche Gesellschaft das Konto führt, welche Regulierung greift und welche Bedingungen für deutsche Kunden gelten.
Geeignet für: kostenbewusste Futures Trader, aktive Daytrader und Trader mit Fokus auf US-Futures.
4. Interactive Brokers
Interactive Brokers ist kein reiner Futures-Spezialist, gehört aber aufgrund seines umfangreichen Marktzugangs zu den wichtigsten Optionen für deutsche Trader.
Der große Vorteil liegt in der Breite des Angebots.
Während manche spezialisierte Futures Broker hauptsächlich auf US-Terminbörsen ausgerichtet sind, ermöglicht Interactive Brokers den Zugang zu zahlreichen internationalen Märkten. Aktuelle Europa-Vergleiche nennen Interactive Brokers ausdrücklich als Anbieter mit Zugang sowohl zu CME als auch Eurex.
Damit kann Interactive Brokers besonders interessant sein, wenn du nicht ausschließlich US-Futures handeln möchtest.
Wer beispielsweise DAX-Futures, Euro-Bund-Futures und gleichzeitig US-Futures handeln möchte, findet hier eine wesentlich breitere Marktabdeckung als bei einem reinen CME-Spezialisten.
Die Trader Workstation bietet außerdem sehr umfangreiche Funktionen.
Genau das ist gleichzeitig die größte Stärke und eine mögliche Schwäche.
Wer zum ersten Mal Futures handelt, kann von der Vielzahl an Einstellungen, Ordertypen und Funktionen schnell überfordert sein.
Erfahrene Trader wissen die Möglichkeiten dagegen häufig zu schätzen.
BrokerChooser bewertet Interactive Brokers 2026 mit 4,0 von 5 Punkten für Futures und hebt insbesondere die niedrigen Gebühren sowie die große Auswahl hervor, weist aber auch auf vergleichsweise hohe Futures-Margins hin.
Geeignet für: erfahrene Trader, die viele Märkte über ein Konto handeln möchten und insbesondere Eurex plus US-Futures benötigen.
5. AvaFutures
AvaFutures ist besonders interessant, weil der Anbieter als Futures-Spezialist mit EU-Bezug eine Alternative zu den zahlreichen US-Brokern darstellt.
Aktuelle BrokerChooser-Daten bewerten AvaFutures 2026 mit 4,0 von 5 Punkten und heben niedrige Futures-Gebühren, Margin-Anforderungen und Research-Funktionen hervor. Gleichzeitig wird die Auswahl der verfügbaren Futures als etwas begrenzter als bei manchen Konkurrenten bewertet.
Ein aktueller deutscher Vergleich setzt AvaFutures sogar auf Platz eins seiner Top-5-Liste und nennt Optimus Futures, EdgeClear, AMP und Dorman Trading dahinter.
Für deutsche Trader kann der EU-Bezug ein interessanter Faktor sein.
Allerdings sollte auch hier nicht nur der Name betrachtet werden. Entscheidend ist, welche Produkte tatsächlich verfügbar sind und welche Handelsbedingungen für das eigene Konto gelten.
Geeignet für: Trader, die einen Futures-Spezialisten mit EU-Bezug suchen und Wert auf eine einfachere regulatorische Einordnung legen.
Futures Broker Vergleich 2026
Die fünf Anbieter unterscheiden sich deutlich.
NinjaTrader ist besonders stark als spezialisierte Futures-Plattform. Optimus Futures richtet sich ebenfalls an aktive Futures Trader und punktet mit professionellen Handelsmöglichkeiten.
AMP Futures ist interessant, wenn niedrige Transaktionskosten und eine große Plattformauswahl im Vordergrund stehen.
Interactive Brokers ist besonders vielseitig und bietet Zugang zu einer großen Zahl internationaler Märkte.
AvaFutures kann dagegen für Trader interessant sein, die einen EU-basierten Futures-Anbieter bevorzugen.
Damit wird bereits deutlich, warum ein pauschales Ranking schwierig ist.
Was ist ein Futures Broker überhaupt?
Ein Futures Broker ermöglicht den Handel mit standardisierten Terminkontrakten.
Bei einem Futures-Kontrakt wird vereinbart, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis beziehungsweise nach standardisierten Vertragsbedingungen zu handeln.
Im Gegensatz zu einem CFD handelst du bei einem echten Futures-Kontrakt einen börsengehandelten Terminkontrakt.
Die Kontrakte werden an Terminbörsen gehandelt und besitzen festgelegte Spezifikationen.
Dazu gehören beispielsweise Kontraktgröße, Tickgröße, Tickwert und Verfallstermin.
Für Trader ist das ein entscheidender Unterschied.
Ein Nasdaq-CFD und ein Nasdaq-Future können zwar eine ähnliche Kursbewegung abbilden, sind aber nicht dasselbe Finanzinstrument.
Futures oder CFDs – was ist besser?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
CFDs sind für viele Privattrader einfach zugänglich und ermöglichen den Handel zahlreicher Märkte mit relativ kleinen Positionsgrößen.
Futures sind dagegen standardisierte Börsenkontrakte mit eigenen Kontraktspezifikationen und einem anderen Kosten- und Margin-Modell.
Gerade für aktive Daytrader können Futures interessant sein.
Allerdings sollte man nicht den Fehler machen, Futures automatisch als „professionellere CFDs“ zu betrachten.
Die Produkte funktionieren unterschiedlich.
Auch das Risiko ist erheblich.
Futures Broker für DAX Trading
Der DAX gehört zu den bekanntesten Märkten deutscher Trader.
Wer den DAX über Futures handeln möchte, sollte allerdings genau prüfen, welchen DAX-Future der Broker anbietet und an welcher Börse dieser gehandelt wird.
Insbesondere der Zugang zur Eurex kann relevant sein.
Ein Broker, der hervorragenden Zugang zu US-Futures bietet, ist nicht automatisch die beste Wahl für einen Trader, der hauptsächlich deutsche oder europäische Futures handeln möchte.
Interactive Brokers gehört hier zu den Anbietern, die in aktuellen Europa-Vergleichen ausdrücklich mit CME- und Eurex-Zugang genannt werden.
Futures Broker für Nasdaq Trading
Für Trader, die den Nasdaq handeln möchten, sind vor allem die E-mini Nasdaq-100 Futures (NQ) und Micro E-mini Nasdaq-100 Futures (MNQ) interessant.
Der Micro-Future ist dabei deutlich kleiner als der klassische E-mini-Kontrakt.
Das macht ihn für Trader mit geringerem Kontovolumen interessant.
Allerdings darf die kleinere Kontraktgröße nicht mit geringem Risiko verwechselt werden.
Auch ein Micro Future kann bei mehreren Kontrakten oder ungünstigem Risikomanagement schnell zu erheblichen Verlusten führen.
Micro Futures für deutsche Trader
Micro Futures haben den Futures-Markt für viele Privattrader interessanter gemacht.
Ein Micro-Kontrakt bildet nur einen Bruchteil des entsprechenden Standardkontrakts ab.
Dadurch kann die Positionsgröße wesentlich feiner angepasst werden.
Für Trader, die beispielsweise den Nasdaq handeln möchten, kann der Micro E-mini Nasdaq-100 eine interessante Alternative zum größeren NQ-Kontrakt darstellen.
Das bedeutet aber nicht, dass Futures dadurch automatisch risikoarm werden.
Der Hebel bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Produkts.
Wie viel Kapital braucht man für Futures Trading?
Diese Frage wird häufig falsch gestellt.
Die relevante Frage lautet nicht nur:
Wie viel Margin verlangt der Broker?
Entscheidend ist vielmehr:
Wie viel Kapital benötige ich, um meine Strategie mit einem vernünftigen Risiko zu handeln?
Ein Broker kann für einen Micro Future eine sehr niedrige Intraday-Margin anbieten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein entsprechend kleines Konto sinnvoll ist.
Wenn beispielsweise bereits ein einzelner Verlusttrade einen großen Teil des Kontos ausmacht, ist die Positionsgröße zu groß.
Die verfügbare Margin ist deshalb nicht automatisch die empfohlene Kontogröße.
Futures Margin einfach erklärt
Margin ist beim Futures Trading eine Sicherheitsleistung.
Sie ist nicht mit dem Kaufpreis eines Futures-Kontrakts gleichzusetzen.
Der Trader hinterlegt einen bestimmten Betrag, um die Position eröffnen und halten zu können.
Dabei muss zwischen verschiedenen Margin-Arten unterschieden werden.
Insbesondere die Initial Margin und die Maintenance Margin sind wichtige Begriffe.
Für Daytrader bieten manche Broker außerdem deutlich niedrigere Intraday-Margin-Anforderungen an.
Diese gelten jedoch nur unter bestimmten Bedingungen und können sich ändern.
Deshalb sollte man niemals eine Position allein deshalb eröffnen, weil der Broker eine besonders niedrige Daytrading-Margin anbietet.
Was kostet Futures Trading?
Die Kosten beim Futures Trading bestehen nicht ausschließlich aus der Broker-Kommission.
Neben der eigentlichen Brokergebühr können unter anderem Börsen- und Clearinggebühren, Datenkosten oder Plattformgebühren anfallen.
Auch der Spread und die tatsächliche Ausführung spielen eine Rolle.
Ein Broker mit einer niedrigen Werbekommission ist deshalb nicht automatisch der günstigste Anbieter.
Für einen sinnvollen Vergleich solltest du die All-in-Kosten pro Roundturn betrachten.
Gerade bei vielen Trades können kleine Unterschiede erheblich werden.
Futures Broker und Datenfeeds
Ein weiterer wichtiger Punkt beim Futures Trading ist der Datenfeed.
Futures werden an regulierten Terminbörsen gehandelt und aktuelle Marktdaten können kostenpflichtig sein.
Je nach Börse und Datenpaket können unterschiedliche Gebühren entstehen.
Wer beispielsweise CME-Futures handelt, sollte prüfen, ob Echtzeitdaten enthalten sind oder separat gebucht werden müssen.
Für aktive Trader ist das besonders relevant.
Eine verzögerte Kursanzeige ist für kurzfristiges Trading selbstverständlich keine geeignete Grundlage.
Welche Trading Plattform ist für Futures am besten?
Auch hier gibt es keine allgemeingültige Antwort.
NinjaTrader ist stark auf Futures spezialisiert.
Interactive Brokers bietet mit der Trader Workstation eine extrem umfangreiche Plattform.
AMP Futures und andere Futures Broker ermöglichen je nach Setup die Nutzung verschiedener Drittanbieter-Plattformen.
Für viele professionelle Trader sind Lösungen wie Sierra Chart, ATAS, Quantower oder TradingView interessant.
Die Plattform sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Broker, Datenfeed, Routing und Trading-Software.
Futures Broker und Orderausführung
Beim Futures Trading spielt die Orderausführung eine zentrale Rolle.
Besonders bei schnellen Märkten kann sich der Preis zwischen Orderaufgabe und Ausführung verändern.
Trader sollten deshalb verstehen, welche Ordertypen die verwendete Plattform unterstützt und wie Orders an die Börse beziehungsweise über den jeweiligen Broker geroutet werden.
Market Orders, Limit Orders und Stop Orders haben unterschiedliche Eigenschaften.
Wer beispielsweise sehr kurzfristig handelt, sollte genau wissen, wie sich die jeweilige Order unter schnellen Marktbedingungen verhält.
Regulierung bei Futures Brokern
Die Regulierung ist bei der Auswahl eines Futures Brokers besonders wichtig.
Viele bekannte Futures Broker haben ihren Sitz in den USA.
Andere Anbieter sind in Europa beziehungsweise einzelnen EU-Ländern reguliert.
Für deutsche Trader sollte deshalb vor der Kontoeröffnung geprüft werden, welche konkrete Gesellschaft das Konto führt und welche Aufsicht für diese Gesellschaft zuständig ist.
Ein internationaler Markenname bedeutet nicht automatisch, dass dein Konto unter derselben Regulierung geführt wird wie das Konto eines Kunden in einem anderen Land.
Futures Broker Deutschland: US-Broker oder EU-Broker?
Diese Frage hängt stark von den eigenen Anforderungen ab.
US-Broker bieten häufig eine sehr große Auswahl an Futures und sind auf den Terminhandel spezialisiert.
Ein EU-basierter Broker kann dagegen für deutsche Kunden hinsichtlich regulatorischer Einordnung und organisatorischer Fragen interessant sein.
Wer ausschließlich Micro Nasdaq oder S&P 500 handelt, kann bei einem US-Futures-Spezialisten sehr gute Bedingungen finden.
Wer dagegen regelmäßig Eurex-Produkte handelt, sollte gezielt nach einem Broker mit entsprechendem Börsenzugang suchen.
Futures Trading mit TradingView
TradingView ist bei vielen Tradern beliebt, weil die Plattform eine komfortable Chartanalyse ermöglicht.
Einige Futures Broker unterstützen TradingView als Handelsoberfläche beziehungsweise bieten eine entsprechende Integration an.
Das kann interessant sein, wenn ein Trader seine technische Analyse bereits vollständig in TradingView durchführt.
Allerdings sollte man auch hier prüfen, welche Produkte tatsächlich über die jeweilige Verbindung handelbar sind und wie Orders technisch verarbeitet werden.
Eine TradingView-Anbindung allein macht einen Broker noch nicht zum idealen Futures Broker.
Futures Trading mit ATAS
Für Trader, die sich intensiv mit Orderflow, Volumen und Footprint-Charts beschäftigen, kann ATAS interessant sein.
Gerade im Futures Trading spielt die Analyse von Volumen und Orderflow für manche Handelsansätze eine wichtige Rolle.
Aktuelle Futures-Brokervergleiche nennen beispielsweise ATAS als unterstützte beziehungsweise nutzbare Plattform im Zusammenhang mit verschiedenen Futures Brokern.
Wer solche Tools einsetzen möchte, sollte vor der Kontoeröffnung prüfen, welche Datenanbindung erforderlich ist und ob zusätzliche Kosten entstehen.
Futures Broker für Anfänger
Futures sind nicht unbedingt das ideale Finanzinstrument für jemanden, der gerade erst mit Trading beginnt.
Der Grund liegt nicht darin, dass Futures grundsätzlich schlechter wären.
Sie erfordern jedoch ein gutes Verständnis von Kontraktgröße, Tickwert, Margin, Hebel und Risiko.
Ein Trader sollte vor dem ersten Live-Trade genau wissen, wie viel Geld ein Tick beziehungsweise Punktgewinn oder -verlust auf dem eigenen Konto bedeutet.
Gerade bei Indizes kann eine scheinbar kleine Marktbewegung schnell einen relevanten Geldbetrag ausmachen.
Futures Broker für Daytrader
Für Daytrader können Futures besonders interessant sein.
Die standardisierten Kontrakte bieten liquide Märkte und ermöglichen den Handel über klar definierte Börsenstrukturen.
Gerade Micro Futures können dabei helfen, die Positionsgröße genauer an das eigene Risiko anzupassen.
Allerdings darf niedrige Margin niemals mit niedrigem Risiko verwechselt werden.
Ein Daytrader braucht deshalb nicht nur einen guten Broker.
Er braucht vor allem ein funktionierendes Risikomanagement.
Futures Broker Vergleich: Was ist wirklich entscheidend?
Beim Vergleich solltest du nicht bei der Kommission anfangen.
Die erste Frage lautet:
Welche Futures möchte ich überhaupt handeln?
Danach folgen Börsenzugang, Kontraktgröße, Datenfeed und Plattform.
Erst anschließend sollte man die Gebührenstruktur detailliert vergleichen.
Denn ein extrem günstiger Broker bringt wenig, wenn er den gewünschten Markt nicht anbietet oder deine bevorzugte Plattform nicht unterstützt.
Fazit: Die besten Futures Broker in Deutschland 2026
Für deutsche Trader gehören NinjaTrader, Optimus Futures, AMP Futures, Interactive Brokers und AvaFutures 2026 zu den interessantesten Optionen.
NinjaTrader ist besonders für aktive Trader mit Fokus auf US-Futures interessant. Optimus Futures bietet eine professionelle Futures-Umgebung. AMP Futures punktet mit einer breiten Plattformauswahl und wettbewerbsfähigen Kosten. Interactive Brokers ist besonders vielseitig und interessant für Trader, die neben CME auch Zugang zur Eurex benötigen. AvaFutures bietet schließlich eine interessante EU-orientierte Alternative.
Aktuelle Vergleiche bestätigen allerdings, dass die Reihenfolge je nach Bewertungsmethode unterschiedlich ausfällt. BrokerChooser sieht NinjaTrader 2026 auf Platz eins, während ein anderer aktueller Deutschland-Vergleich AvaFutures an die Spitze setzt.
Das ist kein Widerspruch.
Es zeigt vielmehr, dass der beste Futures Broker vom jeweiligen Trading-Stil abhängt.
Wer Nasdaq, S&P 500 oder Gold als Micro Futures handelt, benötigt andere Voraussetzungen als ein Trader, der DAX oder Bund-Futures an der Eurex handelt.
Deshalb solltest du vor der Kontoeröffnung vor allem Börsenzugang, Regulierung, Margin, Kommissionen, Datenkosten, Plattform und Orderausführung vergleichen.
Und vor allem:
Wähle einen Futures Broker nicht danach aus, wie wenig Kapital er für eine Position verlangt. Entscheidend ist, wie viel Risiko du mit dieser Position tatsächlich eingehst.
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