Ein Broker ist vereinfacht gesagt ein Vermittler zwischen dir und dem Finanzmarkt. Wenn du eine Aktie kaufen, Forex handeln, einen ETF verkaufen oder einen Future handeln möchtest, brauchst du Zugang zu einem Handelsplatz oder einem Anbieter, der deine Order ausführt.

Genau hier kommt der Broker ins Spiel.

Du erteilst beispielsweise über eine Handelsplattform den Auftrag:

„Kaufe 1.000 Aktien von Unternehmen X.“

Der Broker nimmt diese Order entgegen und leitet sie zur Ausführung an den entsprechenden Handelsplatz, Liquiditätsanbieter oder eine andere Ausführungsstelle weiter – abhängig vom Geschäftsmodell und Finanzprodukt.

Der Begriff Broker wird allerdings sehr unterschiedlich verwendet. Ein Aktienbroker funktioniert nicht exakt wie ein Forex- oder CFD-Broker. Auch zwischen einem klassischen Online-Broker und einem professionellen Futures-Broker gibt es erhebliche Unterschiede.

Wer sich mit Trading beschäftigt, sollte deshalb verstehen, was ein Broker tatsächlich macht, wie er Geld verdient und welche Brokerarten es gibt.

Broker Definition

Ein Broker ist ein Finanzdienstleister, der Kunden den Zugang zu Finanzmärkten ermöglicht und Kauf- und Verkaufsorders ausführt oder vermittelt.

Der Broker kann dabei beispielsweise den Handel mit folgenden Produkten ermöglichen:

  • Aktien
  • ETFs
  • Anleihen
  • Fonds
  • Forex
  • CFDs
  • Futures
  • Optionen
  • Zertifikate
  • Kryptowährungen

Je nach Broker unterscheiden sich die angebotenen Märkte, Handelsplattformen, Kosten und Ausführungsmodelle erheblich.

Ein Broker ist also nicht automatisch eine Bank.

Viele Broker sind eigenständige Wertpapierfirmen. Andere Anbieter sind gleichzeitig Banken und Broker.

Wie funktioniert ein Broker?

Das Grundprinzip ist relativ einfach.

Du möchtest beispielsweise eine Aktie kaufen.

Der Ablauf kann vereinfacht so aussehen:

Du → Handelsplattform → Broker → Handelsplatz/Ausführungsstelle → Kauf

Du gibst die Order über die Plattform des Brokers auf.

Der Broker prüft und verarbeitet die Order und führt sie entsprechend seiner Ausführungsgrundsätze aus oder leitet sie an eine geeignete Ausführungsstelle weiter.

Bei einem börsengehandelten Wertpapier kann die Order beispielsweise an eine Börse oder einen anderen Handelsplatz gehen.

Bei Forex und CFDs funktioniert der Handel häufig anders.

Hier gibt es keinen zentralen Börsenplatz, an dem alle Orders wie bei einer Aktie zusammenlaufen. Der Broker kann beispielsweise mit Liquiditätsanbietern arbeiten oder bei CFDs selbst die Gegenposition einnehmen.

Deshalb ist „Broker“ nicht gleich „Broker“.

Welche Aufgaben hat ein Broker?

Die wichtigste Aufgabe eines Brokers besteht darin, den Handel für seine Kunden technisch und organisatorisch zu ermöglichen.

Dazu gehören mehrere Bereiche.

Orders ausführen

Die offensichtlichste Aufgabe:

Der Broker nimmt deine Kauf- oder Verkaufsorder entgegen und sorgt für deren Ausführung gemäß den geltenden Bedingungen.

Dabei können verschiedene Ordertypen unterstützt werden:

  • Market Order
  • Limit Order
  • Stop Order
  • Stop-Loss
  • Take-Profit
  • Trailing Stop

Welche Ordertypen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Broker und Finanzprodukt ab.

Zugang zu Finanzmärkten bereitstellen

Ein Privatanleger kann nicht einfach selbst eine Verbindung zu jeder Börse oder jedem Liquiditätsanbieter herstellen.

Der Broker stellt diese Infrastruktur bereit.

Über ein einziges Handelskonto kannst du beispielsweise Zugang zu mehreren Märkten erhalten.

Handelsplattform bereitstellen

Die meisten Broker stellen ihren Kunden eine Handelsplattform zur Verfügung.

Bekannte Beispiele sind:

  • MetaTrader 4
  • MetaTrader 5
  • TradingView
  • cTrader
  • Trader Workstation
  • proprietäre Broker-Plattformen

Die Plattform ist dabei die Schnittstelle zwischen Trader und Broker.

Kursdaten bereitstellen

Damit du einen Markt handeln kannst, benötigst du aktuelle Preise.

Je nach Produkt und Broker erhältst du beispielsweise:

  • Bid-Preis
  • Ask-Preis
  • Spread
  • Echtzeitkurse
  • historische Kurse
  • Chartdaten

Bei professionellen Börsenprodukten können zusätzliche Marktdaten oder Abonnements erforderlich sein.

Depot beziehungsweise Handelskonto führen

Bei einem klassischen Wertpapierbroker werden die gekauften Wertpapiere im Depot verwahrt beziehungsweise über eine entsprechende Verwahrstruktur gehalten.

Bei einem CFD-Broker handelt es sich dagegen nicht um den Besitz des zugrunde liegenden Wertpapiers.

Wer einen DAX-CFD kauft, besitzt deshalb nicht die Unternehmen des DAX.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Welche Arten von Brokern gibt es?

Der Begriff Broker umfasst eine ganze Reihe unterschiedlicher Geschäftsmodelle.

Die wichtigsten Brokerarten sind:

  1. Online-Broker
  2. Aktien- und ETF-Broker
  3. Forex-Broker
  4. CFD-Broker
  5. Futures-Broker
  6. Optionsbroker
  7. Discount-Broker
  8. Full-Service-Broker
  9. Krypto-Broker

Die Unterschiede liegen vor allem bei den angebotenen Produkten und der Art der Handelsausführung.

Online-Broker

Ein Online-Broker ermöglicht den Wertpapierhandel über das Internet.

Der Kunde benötigt normalerweise lediglich:

  • Handelskonto
  • Handelsplattform oder App
  • Kapital
  • Internetverbindung

Orders können dadurch selbstständig aufgegeben werden.

Der klassische Filialbesuch ist nicht notwendig.

Online-Broker haben den Wertpapierhandel für Privatanleger erheblich vereinfacht.

Aktienbroker

Ein Aktienbroker ermöglicht den Kauf und Verkauf von Aktien.

Kaufst du beispielsweise Aktien eines Unternehmens, wirst du wirtschaftlich am Unternehmen beteiligt.

Der Broker vermittelt beziehungsweise führt die Wertpapierorder aus und sorgt dafür, dass die Wertpapiere anschließend im Depot verbucht werden.

Aktienbroker bieten häufig zusätzlich:

  • ETFs
  • Fonds
  • Anleihen
  • Zertifikate
  • Optionsscheine

an.

Forex-Broker

Ein Forex-Broker spezialisiert sich auf den Devisenhandel.

Forex steht für Foreign Exchange.

Gehandelt werden Währungspaare wie:

  • EUR/USD
  • GBP/USD
  • USD/JPY
  • USD/CHF
  • AUD/USD

Beim Forex-Trading spekulierst du auf die relative Entwicklung einer Währung gegenüber einer anderen.

Forex-Broker sind besonders für Daytrader und Scalper interessant.

Hier spielen vor allem folgende Faktoren eine Rolle:

  • Spread
  • Kommission
  • Orderausführung
  • Slippage
  • Liquidität
  • verfügbare Handelsplattform
  • Hebel

CFD-Broker

Ein CFD-Broker ermöglicht den Handel mit Contracts for Difference.

CFDs sind Derivate. Du besitzt dabei nicht den zugrunde liegenden Vermögenswert.

Stattdessen partizipierst du an dessen Kursentwicklung.

CFDs gibt es beispielsweise auf:

  • Aktien
  • Indizes
  • Forex
  • Gold
  • Öl
  • Kryptowährungen

Ein großer Vorteil von CFDs ist die Möglichkeit, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen.

Allerdings handelt es sich um Hebelprodukte mit hohem Risiko.

Für deutsche beziehungsweise europäische Privatanleger gelten deshalb besondere Schutzmaßnahmen und Hebelbegrenzungen.

Futures-Broker

Ein Futures-Broker ermöglicht den Handel mit standardisierten Terminkontrakten.

Futures werden an regulierten Terminbörsen gehandelt.

Bekannte Beispiele sind:

  • E-mini S&P 500
  • E-mini Nasdaq-100
  • DAX-Future
  • Gold-Future
  • Öl-Future

Futures sind besonders bei professionellen und erfahrenen Daytradern beliebt.

Ein wesentlicher Unterschied zu CFDs:

Futures werden zentral über eine Börse gehandelt.

Bei CFDs handelt es sich dagegen um OTC-Derivate.

Optionsbroker

Optionsbroker ermöglichen den Handel mit Optionen.

Eine Option gibt dem Käufer grundsätzlich das Recht, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen – je nach Optionstyp.

Optionen sind deutlich komplexer als der reine Aktienhandel.

Neben dem Kurs des Basiswerts spielen beispielsweise eine Rolle:

  • Volatilität
  • Restlaufzeit
  • Strike
  • Zinsniveau
  • Zeitwert

Deshalb eignen sich Optionen nicht automatisch für jeden Trader.

Discount-Broker

Discount-Broker konzentrieren sich auf möglichst günstige und weitgehend automatisierte Abwicklung.

Statt persönlicher Beratung stehen meist:

  • niedrige Orderkosten
  • Online-Handel
  • App
  • einfache Plattform
  • standardisierte Prozesse

im Mittelpunkt.

Das Modell eignet sich vor allem für Anleger, die ihre Anlageentscheidungen selbst treffen.

Full-Service-Broker

Beim Full-Service-Modell erhält der Kunde deutlich mehr Unterstützung.

Dazu können gehören:

  • persönliche Beratung
  • Marktanalysen
  • Research
  • Vermögensplanung
  • individuelle Betreuung

Dafür sind die Kosten normalerweise höher als bei einem reinen Discount-Broker.

Für einen selbstständig handelnden Daytrader ist dieser Service häufig weniger relevant.

Krypto-Broker

Krypto-Broker ermöglichen den Handel mit Kryptowährungen.

Je nach Anbieter kaufst du dabei tatsächlich Kryptowährungen oder handelst Derivate auf deren Kursentwicklung.

Das sollte unbedingt unterschieden werden.

Wer beispielsweise Bitcoin tatsächlich kauft, besitzt Bitcoin.

Wer einen Bitcoin-CFD handelt, besitzt dagegen keinen Bitcoin.

Wie verdient ein Broker Geld?

Ein Broker arbeitet natürlich nicht kostenlos.

Je nach Geschäftsmodell gibt es verschiedene Einnahmequellen.

Kommissionen

Der Broker verlangt eine feste oder volumenabhängige Gebühr pro Trade.

Beispiel:

Du kaufst Aktien für 5.000 Euro.

Der Broker verlangt dafür eine Orderkommission.

Bei aktivem Trading können sich solche Gebühren schnell summieren.

Spread

Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis.

Beispiel:

Bid: 100,00 €

Ask: 100,05 €

Der Spread beträgt:

0,05 €

Bei vielen Forex- und CFD-Brokern ist der Spread eine wichtige Einnahmequelle.

Finanzierungskosten

Bei gehebelten Positionen können Finanzierungskosten entstehen.

Das ist besonders bei CFDs relevant.

Hältst du eine Position über einen bestimmten Zeitraum, kann dafür eine Finanzierung beziehungsweise ein Swap berechnet werden.

Für echtes Daytrading ist dieser Punkt weniger relevant, wenn Positionen innerhalb des Handelstages geschlossen werden.

Weitere Gebühren

Je nach Broker können außerdem Gebühren entstehen für:

  • Börsenplätze
  • Marktdaten
  • Währungsumrechnung
  • Auszahlungen
  • Inaktivität
  • bestimmte Handelsplattformen

Deshalb solltest du nicht nur die beworbene Ordergebühr betrachten.

Was ist ein ECN-Broker?

Der Begriff ECN-Broker wird insbesondere im Forex-Bereich verwendet.

ECN steht für Electronic Communication Network.

Die Grundidee besteht darin, dass Orders elektronisch mit verschiedenen Liquiditätsquellen beziehungsweise Marktteilnehmern verbunden werden.

In der Werbung wird ECN häufig mit:

  • engen Spreads
  • hoher Transparenz
  • direktem Marktzugang

verbunden.

Allerdings sollte man sich nicht allein aufgrund der Bezeichnung für einen Broker entscheiden.

Entscheidend ist, wie die konkrete Orderausführung tatsächlich funktioniert.

Was ist ein Market Maker?

Ein Market Maker stellt selbst Kauf- und Verkaufspreise.

Im Trading-Kontext kann ein Broker bei bestimmten Produkten als Gegenpartei auftreten.

Das bedeutet nicht automatisch, dass der Broker gegen dich „wetten“ muss.

Entscheidend ist das konkrete Geschäftsmodell, die Preisstellung und die Ausführung.

Gerade bei CFDs ist wichtig zu verstehen, dass es sich um OTC-Produkte handelt und der Broker beziehungsweise die entsprechende Gegenpartei eine andere Rolle spielt als bei einer Aktie an einer Börse.

STP-Broker

STP steht für Straight Through Processing.

Der Begriff beschreibt grundsätzlich eine elektronische Weiterleitung von Orders an Liquiditätsanbieter beziehungsweise Ausführungsstellen.

Auch hier gilt:

Die Bezeichnung allein sagt noch nicht, ob ein Broker für deine Strategie gut oder schlecht ist.

Viel wichtiger sind die tatsächlichen Bedingungen und die Ausführung.

Broker oder Börse – was ist der Unterschied?

Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt.

Eine Börse ist ein organisierter Handelsplatz.

Ein Broker ermöglicht dir den Zugang zu diesem oder anderen Handelsplätzen und führt beziehungsweise vermittelt deine Orders.

Vereinfacht:

Trader → Broker → Börse

Wenn du eine Aktie über einen Online-Broker kaufst, kaufst du sie nicht „beim Broker“, sondern handelst sie über eine Ausführungsstelle.

Bei einem CFD funktioniert dieses Modell wiederum anders.

Broker vs. Bank

Eine Bank kann gleichzeitig als Broker fungieren.

Viele Banken bieten ihren Kunden ein Wertpapierdepot und Online-Brokerage an.

Ein spezialisierter Online-Broker konzentriert sich dagegen stärker auf den Wertpapierhandel.

Der Unterschied liegt daher nicht immer in der rechtlichen Struktur, sondern vor allem im Geschäftsmodell.

Was sollte ein guter Broker bieten?

Der „beste Broker“ hängt von deinem Tradingstil ab.

Ein langfristiger Anleger benötigt andere Funktionen als ein Scalper.

Für die Auswahl sind insbesondere diese Punkte wichtig:

Regulierung

Prüfe, welche Gesellschaft dein Konto tatsächlich führt und welcher Aufsicht sie untersteht.

Handelsprodukte

Kannst du genau die Märkte handeln, die du benötigst?

Kosten

Vergleiche:

  • Spread
  • Kommission
  • Ordergebühren
  • Finanzierung
  • Währungsumrechnung

Plattform

Passt die Plattform zu deiner Strategie?

Orderausführung

Wie werden deine Orders tatsächlich ausgeführt?

Kundengelder

Wie werden Kundengelder und Wertpapiere verwahrt?

Support

Ist der Kundenservice erreichbar, wenn tatsächlich ein Problem auftritt?

Warum der günstigste Broker nicht automatisch der beste ist

Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich nach den niedrigsten Kosten zu suchen.

Angenommen, Broker A verlangt 1 Euro pro Trade und Broker B 2 Euro.

Auf den ersten Blick ist A günstiger.

Aber wenn Broker B:

  • bessere Ausführung
  • geringere Slippage
  • bessere Plattform
  • bessere Daten
  • bessere Ordertypen

bietet, kann er für einen aktiven Trader trotzdem die bessere Wahl sein.

Gerade beim Daytrading sollte deshalb die Gesamtkostenstruktur betrachtet werden.

Was ist ein Broker beim Trading?

Im klassischen Sprachgebrauch wird „Broker“ häufig synonym mit einem Anbieter verwendet, bei dem man traden kann.

Wenn jemand sagt:

„Ich trade bei Broker X.“

kann damit ein Forex-Broker, CFD-Broker, Aktienbroker oder Futures-Broker gemeint sein.

Für eine sinnvolle Bewertung muss deshalb immer gefragt werden:

Was wird gehandelt?

Über welches Produkt?

Über welche Plattform?

Wie wird die Order ausgeführt?

Erst dann lässt sich beurteilen, ob der Broker tatsächlich geeignet ist.

Broker für Anfänger

Wer gerade mit dem Trading beginnt, sollte nicht versuchen, sofort den kompliziertesten und professionellsten Broker zu finden.

Wichtiger sind:

  • verständliche Plattform
  • Demokonto
  • transparente Kosten
  • einfache Ordertypen
  • zuverlässige Kursdaten
  • seriöse Regulierung

Gerade Anfänger sollten außerdem nicht mit maximalem Hebel arbeiten, nur weil ein Broker diesen anbietet.

Der Broker stellt die Infrastruktur bereit.

Er ersetzt aber keine Tradingstrategie und kein Risikomanagement.

Broker für Daytrader

Bei Daytradern verändern sich die Prioritäten.

Besonders wichtig sind:

  • enge Spreads
  • niedrige Kommissionen
  • schnelle Ausführung
  • geringe Slippage
  • stabile Plattform
  • zuverlässige Kursdaten
  • passende Ordertypen

Ein Daytrader sollte deshalb nicht denselben Broker auswählen wie ein Anleger, der zweimal im Jahr einen ETF kauft.

Broker für Forex-Trader

Forex-Trader achten insbesondere auf:

  • Spread
  • Kommission
  • Liquidität
  • Slippage
  • MT4/MT5
  • TradingView
  • verfügbare Währungspaare

Bekannte Plattformen wie MetaTrader 4 und MetaTrader 5 werden von zahlreichen Forex-Brokern angeboten.

Broker für Aktien

Beim Aktienhandel sind andere Faktoren wichtig:

  • verfügbare Börsenplätze
  • Ordergebühren
  • Sparpläne
  • Aktienauswahl
  • Dividendenabwicklung
  • Depotführung
  • Verwahrung

Wer Aktien langfristig hält, sollte außerdem nicht nur die Ordergebühr vergleichen.

Broker für Futures

Bei Futures sind unter anderem relevant:

  • Börsenzugang
  • Kommission
  • Kontraktgröße
  • Margin
  • Marktdaten
  • Orderausführung
  • Handelszeiten

Ein Futures-Broker ist deshalb nicht automatisch die richtige Wahl für einen Forex-Trader.

Broker und Hebel

Gerade beim CFD- und Forex-Trading spielt der Hebel eine große Rolle.

Der Hebel ermöglicht es, mit vergleichsweise wenig Kapital eine größere Position zu kontrollieren.

Beispiel:

Bei einem Hebel von 1:20 kontrollierst du mit 1.000 Euro theoretisch eine Position im Wert von 20.000 Euro.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du 20.000 Euro besitzt.

Der Hebel erhöht vielmehr die Marktexposition.

Dadurch können Gewinne und Verluste schneller entstehen.

Für europäische Privatanleger gelten bei CFDs deshalb regulatorische Hebelgrenzen.

Wie sicher ist ein Broker?

Die Frage sollte nicht einfach mit „sicher“ oder „unsicher“ beantwortet werden.

Du solltest mehrere Ebenen prüfen:

Regulierung

Wer beaufsichtigt den Anbieter?

Kundengeldverwahrung

Wie werden Kundengelder gehalten?

Einlagensicherung bzw. Anlegerschutz

Welche Schutzmechanismen gelten?

Unternehmensstruktur

Welche Gesellschaft ist dein Vertragspartner?

Produkt

Handelst du eine Aktie, einen Future oder einen CFD?

Denn auch der beste Broker kann dich nicht vor dem Risiko des gehandelten Produkts schützen.

Fazit: Was ist ein Broker?

Ein Broker ist ein Vermittler beziehungsweise Finanzdienstleister, der Kunden den Zugang zu Finanzmärkten ermöglicht und Orders ausführt oder vermittelt.

Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Brokerarten.

Ein Aktienbroker ist nicht dasselbe wie ein Forex-Broker.

Ein CFD-Broker funktioniert anders als ein Futures-Broker.

Und ein günstiger Online-Broker ist nicht automatisch die beste Wahl für einen aktiven Daytrader.

Bei der Brokerwahl solltest du deshalb nicht zuerst fragen:

„Welcher Broker ist der beste?“

Sondern:

„Was möchte ich handeln und welche Bedingungen brauche ich dafür?“

Wenn du Forex handelst, sind andere Kriterien entscheidend als beim Aktienhandel. Beim Daytrading spielen Spread, Kommission und Orderausführung eine besonders große Rolle. Beim langfristigen Investieren sind dagegen beispielsweise Depotkosten, Börsenplätze und Wertpapierauswahl wichtiger.

Der richtige Broker ist deshalb nicht zwangsläufig der bekannteste oder billigste Anbieter.

Er ist der Broker, dessen Produkte, Kosten, Plattform und Ausführung zu deinem eigenen Handelsstil passen.

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