Das CRV im Trading gehört zu den wichtigsten Kennzahlen für die Planung eines Trades. CRV steht für Chance-Risiko-Verhältnis und beschreibt das Verhältnis zwischen dem möglichen Gewinn und dem möglichen Verlust eines Trades.
Ein Trader kann damit bereits vor dem Einstieg beurteilen, wie viel potenzieller Gewinn einem bestimmten Risiko gegenübersteht.
Ein Beispiel:
Ein Trader riskiert 100 Euro, wenn der Stop Loss ausgelöst wird. Sein geplantes Kursziel liegt bei einem möglichen Gewinn von 300 Euro.
Das CRV beträgt 3:1.
Der Trader riskiert also 1 Euro, um potenziell 3 Euro zu gewinnen.
Das CRV ist allerdings keine Garantie für einen profitablen Trade. Ein hohes CRV allein macht keine Strategie erfolgreich. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus CRV, Trefferquote, Trading-Regeln und Risikomanagement.
Was bedeutet CRV im Trading?
CRV bedeutet Chance-Risiko-Verhältnis.
Im Englischen wird häufig vom Risk-Reward-Ratio (RRR) gesprochen.
Das Verhältnis setzt die mögliche Gewinnstrecke eines Trades ins Verhältnis zur möglichen Verluststrecke.
Beispiel:
- Einstieg: 100 Euro
- Stop Loss: 95 Euro
- Take Profit: 115 Euro
Das Risiko beträgt 5 Euro.
Die mögliche Gewinnstrecke beträgt 15 Euro.
Damit ergibt sich:
CRV = 15 / 5 = 3
Das Trading Setup hat somit ein CRV von 3:1.
Wie berechnet man das CRV?
Die Berechnung ist relativ einfach.
CRV = möglicher Gewinn ÷ mögliches Risiko
Bei einem Long Trade wird zunächst die Entfernung zwischen Einstieg und Take Profit berechnet.
Anschließend wird die Entfernung zwischen Einstieg und Stop Loss berechnet.
Beispiel:
Einstieg: 200 Punkte
Stop Loss: 190 Punkte
Take Profit: 230 Punkte
Risiko:
200 − 190 = 10 Punkte
Chance:
230 − 200 = 30 Punkte
CRV:
30 ÷ 10 = 3
Das Ergebnis lautet 3:1.
Für das CRV selbst ist keine komplizierte mathematische Berechnung notwendig. Entscheidend ist, dass Gewinnziel und Risiko immer in derselben Einheit betrachtet werden.
Was bedeutet ein CRV von 1:1?
Bei einem CRV von 1:1 ist die mögliche Gewinnstrecke genauso groß wie die mögliche Verluststrecke.
Beispiel:
Risiko: 100 Euro
Möglicher Gewinn: 100 Euro
CRV: 1:1
Bei einem Treffer wird also genauso viel verdient, wie bei einem Verlust verloren wird.
Damit eine Strategie nach Kosten profitabel sein kann, muss die Trefferquote entsprechend hoch sein.
Was bedeutet ein CRV von 2:1?
Bei einem CRV von 2:1 beträgt der mögliche Gewinn das Doppelte des Risikos.
Beispiel:
Risiko: 100 Euro
Möglicher Gewinn: 200 Euro
CRV: 2:1
Ein Gewinner kompensiert damit theoretisch zwei Verlusttrades.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Strategie mit CRV 2:1 automatisch profitabel ist.
Wenn die Trefferquote zu niedrig ist, können auch zahlreiche Trades mit einem guten CRV zu einem negativen Ergebnis führen.
Was bedeutet ein CRV von 3:1?
Ein CRV von 3:1 bedeutet, dass der mögliche Gewinn dreimal so groß ist wie das Risiko.
Bei einem Risiko von 100 Euro liegt das mögliche Gewinnziel bei 300 Euro.
Ein solcher Trade kann bereits mit einer relativ niedrigen Trefferquote profitabel sein – vorausgesetzt, das geplante CRV wird tatsächlich erreicht und Kosten sowie Ausführungsbedingungen werden berücksichtigt.
Welche CRV ist gut?
Es gibt kein universell bestes CRV.
Ein CRV von 5:1 klingt zunächst attraktiver als ein CRV von 1:1.
Wenn das Kursziel aber so weit entfernt liegt, dass es nur äußerst selten erreicht wird, bringt das hohe CRV keinen automatischen Vorteil.
Ein realistisches CRV von 2:1 kann beispielsweise wesentlich sinnvoller sein als ein theoretisches CRV von 6:1, das kaum erreicht wird.
Die Qualität eines CRVs hängt deshalb immer vom jeweiligen Setup und der historischen Statistik ab.
CRV und Trefferquote
CRV und Trefferquote müssen gemeinsam betrachtet werden.
Nehmen wir eine Strategie mit einem CRV von 1:1.
Hier wird ungefähr eine Trefferquote von mehr als 50 % benötigt, damit die Strategie vor Kosten einen positiven Erwartungswert erreichen kann.
Bei einem CRV von 2:1 liegt die rechnerische Break-even-Trefferquote deutlich niedriger.
Die allgemeine Formel lautet:
Break-even-Trefferquote = Risiko ÷ (Risiko + Chance)
Bei einem CRV von 2:1:
1 ÷ (1 + 2) = 33,3 %
Die Strategie benötigt theoretisch also mehr als rund 33,3 % Gewinner, um vor Handelskosten einen positiven Erwartungswert zu erreichen.
Bei einem CRV von 3:1:
1 ÷ (1 + 3) = 25 %
Auch hier gilt: Handelskosten, Slippage und mögliche Abweichungen zwischen geplantem und tatsächlichem Ergebnis müssen berücksichtigt werden.
CRV allein macht keine Strategie profitabel
Das ist einer der größten Irrtümer beim Thema CRV Trading.
Ein Trader kann nicht einfach sagen:
„Ich handle nur Trades mit mindestens 3:1 und werde dadurch profitabel.“
Das funktioniert nicht automatisch.
Ein Beispiel:
Eine Strategie hat ein theoretisches CRV von 5:1.
Allerdings wird das Kursziel nur sehr selten erreicht.
Viele Trades werden vorher ausgestoppt.
Das tatsächliche Ergebnis kann deshalb trotz des scheinbar hervorragenden CRVs negativ sein.
Das CRV muss immer im Zusammenhang mit den tatsächlichen Ergebnissen betrachtet werden.
Geplantes CRV vs. tatsächliches CRV
Beim Trading sollte zwischen dem geplanten CRV und dem tatsächlich realisierten CRV unterschieden werden.
Ein Trader plant beispielsweise:
Stop Loss: 10 Punkte
Take Profit: 30 Punkte
Geplantes CRV: 3:1
Wenn der Trader jedoch seine Gewinne regelmäßig bereits bei 15 Punkten mitnimmt, liegt das durchschnittlich realisierte CRV deutlich niedriger.
Genau hier entsteht bei vielen Tradern ein Problem.
Die Strategie sieht auf dem Papier nach 3:1 aus.
In der Realität werden Gewinner jedoch zu früh geschlossen.
Warum Trader ihre Gewinne zu früh schließen
Psychologisch ist es oft einfacher, einen kleinen Gewinn zu sichern, als einen Trade bis zum eigentlichen Ziel laufen zu lassen.
Ein Trader eröffnet einen Trade mit einem geplanten CRV von 3:1.
Nach kurzer Zeit liegt die Position 1R im Gewinn.
Jetzt kommt die Angst:
„Was, wenn der Markt wieder dreht?“
Der Trader schließt den Trade.
Der geplante Gewinner von 3R wird zu einem realisierten Gewinn von 1R.
Das kann die gesamte Statistik einer Strategie verändern.
CRV und R-Multiple
Eine weitere sinnvolle Darstellung ist das R-Multiple.
Dabei entspricht 1R dem ursprünglich riskierten Betrag.
Wenn ein Trader 100 Euro riskiert:
- Verlust von 100 Euro = −1R
- Gewinn von 100 Euro = +1R
- Gewinn von 200 Euro = +2R
- Gewinn von 300 Euro = +3R
Diese Darstellung erleichtert die Auswertung einer Trading-Strategie.
Statt verschiedene Kontogrößen miteinander zu vergleichen, kann man die Ergebnisse in R ausdrücken.
CRV beim Long Trade
Bei einem Long Trade liegt der Take Profit oberhalb des Einstiegs.
Beispiel:
Einstieg: 100
Stop Loss: 95
Take Profit: 115
Risiko: 5
Chance: 15
CRV: 3:1
Der Trade riskiert also 5 Punkte, um potenziell 15 Punkte zu gewinnen.
CRV beim Short Trade
Bei einem Short Trade funktioniert die Berechnung umgekehrt.
Beispiel:
Einstieg: 100
Stop Loss: 105
Take Profit: 85
Risiko: 5
Chance: 15
CRV: 3:1
Auch hier beträgt das Verhältnis 3:1.
Die Richtung des Trades spielt für die CRV-Berechnung keine Rolle.
Entscheidend sind die Abstände zwischen Einstieg, Stop Loss und Take Profit.
CRV im Forex Trading
Im Forex Trading kann das CRV beispielsweise anhand von Pips berechnet werden.
Ein Trader eröffnet EUR/USD bei 1,1000.
Stop Loss: 1,0970
Take Profit: 1,1090
Risiko: 30 Pips
Chance: 90 Pips
CRV:
90 ÷ 30 = 3
Damit beträgt das CRV 3:1.
Der tatsächliche Geldbetrag hängt anschließend von der Positionsgröße und dem Wert eines Pips ab.
CRV beim DAX Trading
Auch beim DAX lässt sich das Chance-Risiko-Verhältnis problemlos berechnen.
Angenommen:
Einstieg: 18.000
Stop Loss: 17.950
Take Profit: 18.150
Risiko: 50 Punkte
Chance: 150 Punkte
CRV: 3:1
Wie viel Geld dabei tatsächlich riskiert oder verdient wird, hängt vom gehandelten Produkt und der Positionsgröße ab.
CRV beim Nasdaq Trading
Beim Nasdaq kann ein Trader ebenfalls zunächst ausschließlich mit Punkten arbeiten.
Beispiel:
Einstieg: 20.000
Stop Loss: 19.950
Take Profit: 20.150
Risiko: 50 Punkte
Chance: 150 Punkte
CRV: 3:1
Erst anschließend wird über Kontraktgröße beziehungsweise Positionsgröße bestimmt, wie hoch das finanzielle Risiko tatsächlich ist.
CRV beim Gold Trading
Auch beim Gold Trading kann das CRV über die Preisbewegung bestimmt werden.
Beispiel:
Einstieg: 2.400 USD
Stop Loss: 2.390 USD
Take Profit: 2.430 USD
Risiko: 10 USD
Chance: 30 USD
CRV: 3:1
Das tatsächliche finanzielle Risiko hängt wiederum vom gehandelten Instrument und der Positionsgröße ab.
CRV und Positionsgröße
Das CRV und die Positionsgröße sind zwei unterschiedliche Dinge.
Das CRV beschreibt das Verhältnis zwischen möglichem Gewinn und Risiko.
Die Positionsgröße bestimmt, wie viel Geld tatsächlich riskiert wird.
Ein Trade kann ein CRV von 3:1 haben und trotzdem ein viel zu großes Risiko darstellen, wenn die Positionsgröße falsch gewählt wurde.
Beispiel:
CRV: 3:1
Risiko pro Trade: 100 Euro
Möglicher Gewinn: 300 Euro
Wird die Positionsgröße verdoppelt, beträgt das Risiko plötzlich 200 Euro und der mögliche Gewinn 600 Euro.
Das CRV bleibt gleich.
Das finanzielle Risiko hat sich aber verdoppelt.
CRV und Stop Loss
Der Stop Loss beeinflusst das CRV direkt.
Je weiter der Stop Loss vom Einstieg entfernt ist, desto größer wird das Risiko.
Wenn das Kursziel unverändert bleibt, sinkt dadurch das CRV.
Beispiel:
Einstieg: 100
Take Profit: 120
Stop Loss: 95
Chance: 20
Risiko: 5
CRV: 4:1
Wird der Stop Loss auf 90 verschoben:
Chance: 20
Risiko: 10
CRV: 2:1
Allein durch die Veränderung des Stop Loss hat sich das CRV halbiert.
CRV und Take Profit
Auch der Take Profit beeinflusst das Verhältnis.
Je weiter das Ziel entfernt ist, desto höher kann das theoretische CRV werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein möglichst weit entferntes Kursziel sinnvoll ist.
Ein unrealistisches Take-Profit-Ziel kann dazu führen, dass ein Trade statistisch kaum seine geplante Gewinnstrecke erreicht.
Das Ziel sollte deshalb aus der Marktstruktur und der eigenen Strategie abgeleitet werden.
CRV und Marktstruktur
Ein gutes CRV sollte nicht isoliert betrachtet werden.
Der Trader sollte sich fragen:
Wo befindet sich die nächste Unterstützung?
Wo liegt der nächste Widerstand?
Wie weit kann sich der Markt unter normalen Bedingungen bewegen?
Welche Volatilität herrscht aktuell?
Wo wäre die Trading-Idee tatsächlich ungültig?
Diese Fragen sind wichtiger als die Suche nach einer bestimmten CRV-Zahl.
CRV und Volatilität
Die aktuelle Volatilität beeinflusst ebenfalls das sinnvolle CRV.
In einem sehr volatilen Markt kann ein enger Stop Loss schnell ausgelöst werden.
In einem ruhigen Markt kann ein sehr weit entferntes Take-Profit-Ziel dagegen unrealistisch sein.
Ein professioneller Ansatz berücksichtigt deshalb die typischen Bewegungen des jeweiligen Marktes.
Das CRV sollte zur Marktstruktur passen und nicht umgekehrt.
Was ist besser: hohes oder niedriges CRV?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
Eine Strategie mit 1:1 kann profitabel sein.
Eine Strategie mit 3:1 kann profitabel sein.
Eine Strategie mit 5:1 kann ebenfalls profitabel sein.
Entscheidend ist der Erwartungswert.
Ein einfaches Modell lautet:
Erwartungswert = (Trefferquote × durchschnittlicher Gewinn) − (Verlustquote × durchschnittlicher Verlust)
Beispiel:
Trefferquote: 40 %
Durchschnittlicher Gewinn: 3R
Verlustquote: 60 %
Durchschnittlicher Verlust: 1R
Erwartungswert:
0,40 × 3R − 0,60 × 1R = +0,60R
Das bedeutet, dass die Strategie in diesem vereinfachten Beispiel einen positiven Erwartungswert von 0,60R pro Trade hätte – vor Kosten und anderen realen Faktoren.
CRV und Trefferquote richtig kombinieren
Ein Trader sollte deshalb nicht versuchen, isoliert eine möglichst hohe Trefferquote oder ein möglichst hohes CRV zu erreichen.
Beides muss zusammenpassen.
Eine Strategie mit 80 % Trefferquote und einem durchschnittlichen Gewinn von 0,5R kann funktionieren.
Eine andere Strategie mit 35 % Trefferquote und einem durchschnittlichen Gewinn von 3R kann ebenfalls funktionieren.
Die Kennzahlen müssen gemeinsam betrachtet werden.
Häufige Fehler beim CRV Trading
Fehler 1: Nur nach hohem CRV suchen
Ein CRV von 10:1 klingt beeindruckend.
Wenn das Ziel aber kaum erreicht wird, bringt diese Zahl wenig.
Fehler 2: Stop Loss künstlich verschieben
Ein Trader möchte unbedingt ein CRV von 3:1 erreichen und setzt deshalb den Stop Loss extrem eng.
Das ist keine Verbesserung der Strategie.
Der Stop Loss sollte dort liegen, wo die Trading-Idee ungültig wird.
Fehler 3: Take Profit unrealistisch weit setzen
Ein Trader setzt ein Ziel sehr weit entfernt, nur damit das CRV besser aussieht.
Das verändert zwar die Kennzahl, aber nicht automatisch die Qualität des Trades.
Fehler 4: Gewinne zu früh schließen
Ein geplantes CRV von 3:1 nützt wenig, wenn Gewinne ständig bei 0,5R geschlossen werden.
Fehler 5: Verluste laufen lassen
Wer den Stop Loss ständig verschiebt, verändert das ursprüngliche Risiko und damit die gesamte Statistik.
CRV im Trading Journal dokumentieren
Ein Trading Journal sollte nicht nur Gewinner und Verlierer erfassen.
Auch das geplante und tatsächliche CRV kann dokumentiert werden.
Beispielsweise:
| Trade | Geplantes CRV | Realisiertes Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | 2:1 | +2R |
| 2 | 3:1 | −1R |
| 3 | 2:1 | +1R |
| 4 | 3:1 | −1R |
| 5 | 2:1 | +2R |
Nach einer größeren Anzahl von Trades lässt sich erkennen, ob die Strategie ihre geplanten Ziele tatsächlich erreicht.
CRV beim Backtesting
Beim Backtesting sollte ebenfalls überprüft werden, welche CRVs tatsächlich realistisch sind.
Wenn eine Strategie theoretisch immer 4R anstrebt, aber historische Daten zeigen, dass die meisten Bewegungen bereits bei 1,5R enden, sollte die Strategie genauer untersucht werden.
Das Backtesting kann helfen, die optimale Balance zwischen Trefferquote, Gewinnziel und Risiko zu bestimmen.
CRV und Trading Kosten
Bei der Berechnung sollte außerdem berücksichtigt werden, dass Trading nicht kostenlos ist.
Spreads, Kommissionen, Slippage und gegebenenfalls weitere Kosten reduzieren das tatsächliche Ergebnis.
Je kleiner die durchschnittliche Bewegung eines Trades ist, desto stärker können diese Kosten ins Gewicht fallen.
Das gilt insbesondere für sehr kurzfristige Strategien.
Ein theoretisches CRV sollte deshalb nicht mit dem tatsächlichen Nettogewinn verwechselt werden.
CRV ist eine Planungskennzahl
Das CRV ist am wertvollsten vor dem Trade.
Bevor eine Position eröffnet wird, sollte klar sein:
Wie viel kann ich verlieren?
Wie viel kann ich realistisch gewinnen?
Wo liegt mein Stop Loss?
Wo liegt mein Take Profit?
Ist dieses Verhältnis für meine Strategie attraktiv?
Damit hilft das CRV, Trades bereits vor dem Einstieg strukturiert zu beurteilen.
Fazit: CRV Trading richtig verstehen
Das CRV im Trading beschreibt das Chance-Risiko-Verhältnis eines Trades. Es zeigt, wie groß der mögliche Gewinn im Verhältnis zum möglichen Verlust ist.
Ein CRV von 2:1 bedeutet beispielsweise, dass der mögliche Gewinn doppelt so groß ist wie das geplante Risiko. Bei einem CRV von 3:1 beträgt die mögliche Gewinnstrecke das Dreifache der Risikostrecke.
Doch ein hohes CRV allein macht keine Trading-Strategie profitabel.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Trefferquote, durchschnittlichem Gewinn, durchschnittlichem Verlust, Kosten und Erwartungswert.
Ein realistisches CRV von 2:1 kann wesentlich wertvoller sein als ein theoretisches CRV von 5:1, das kaum erreicht wird.
Die wichtigste Regel lautet deshalb:
Nicht das höchste CRV suchen – sondern ein CRV, das deine Strategie statistisch tatsächlich erreichen kann.
Wer seine Trades konsequent dokumentiert und über eine ausreichend große Anzahl von Trades auswertet, erkennt mit der Zeit, welches Chance-Risiko-Verhältnis für das eigene Trading realistisch ist.