Fehlausbruch Trading

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Ein Fehlausbruch im Trading, häufig auch als Fake-Out oder False Breakout bezeichnet, entsteht, wenn der Kurs scheinbar aus einer wichtigen Chartformation, Unterstützung, Widerstandszone oder Handelsspanne ausbricht, den Ausbruch aber anschließend nicht bestätigt. Statt die Bewegung fortzusetzen, kehrt der Markt wieder in den vorherigen Bereich zurück.

Genau diese Situation kann für Trader interessant sein. Ein vermeintlicher Breakout lockt Käufer oder Verkäufer in den Markt. Scheitert der Ausbruch, müssen diese Positionen teilweise wieder geschlossen werden. Dadurch kann eine Gegenbewegung entstehen, die Trader gezielt handeln können.

Ein Fehlausbruch ist allerdings nicht automatisch ein perfektes Reversal-Signal. Nicht jeder Ausbruch, der zunächst zurückkommt, wird zu einer großen Gegenbewegung. Wer Fake-Outs traden möchte, braucht deshalb klare Kriterien für Einstieg, Stop Loss und Take Profit.

Was ist ein Fehlausbruch im Trading?

Ein Fehlausbruch liegt vor, wenn der Kurs ein relevantes Preisniveau durchbricht, sich dort aber nicht nachhaltig etablieren kann und anschließend wieder zurückkehrt.

Ein einfaches Beispiel:

Eine Aktie bewegt sich mehrere Stunden zwischen 100 und 105 Euro. Die Marke bei 105 Euro dient als Widerstand.

Der Kurs steigt schließlich auf 106 Euro und sieht nach einem Breakout aus. Kurz darauf fällt er jedoch wieder unter 105 Euro.

Der Ausbruch über den Widerstand wurde nicht bestätigt.

Das ist ein klassischer Fake-Out.

Für Trader kann genau dieser gescheiterte Ausbruch interessant sein, weil sich aus der Rückkehr unter das Widerstandsniveau ein Short Setup entwickeln kann.

Fehlausbruch vs. echter Breakout

Der entscheidende Unterschied zwischen einem echten Ausbruch und einem Fehlausbruch ist die Bestätigung.

Bei einem echten Breakout kann sich der Kurs oberhalb eines Widerstands beziehungsweise unterhalb einer Unterstützung etablieren. Häufig folgt anschließend eine Fortsetzung der Bewegung oder zumindest eine erfolgreiche Retest-Phase.

Bei einem Fake-Out gelingt diese Etablierung nicht.

Der Kurs überschreitet zwar das wichtige Niveau, kehrt aber anschließend wieder zurück.

Das Problem: Zum Zeitpunkt des ersten Ausbruchs weiß niemand sicher, ob es sich um einen echten Breakout oder einen Fake-Out handelt.

Genau deshalb ist die Reaktion nach dem Ausbruch entscheidend.

Wie entsteht ein Fake-Out?

Fehlausbrüche entstehen häufig an Preisniveaus, die von vielen Marktteilnehmern beobachtet werden.

Dazu gehören beispielsweise markante Hochs und Tiefs, Unterstützungen, Widerstände, Trendlinien oder die Grenzen einer Trading Range.

Wenn der Kurs ein solches Niveau erreicht, befinden sich dort häufig viele Orders.

Ein kurzer Ausbruch kann weitere Trader dazu bringen, in Richtung des Breakouts einzusteigen.

Gleichzeitig können bestehende Stop Loss Orders ausgelöst werden.

Wenn anschließend nicht genügend Kauf- beziehungsweise Verkaufsdruck vorhanden ist, kann der Kurs schnell wieder zurücklaufen.

So entsteht der Fake-Out.

Warum sind Fehlausbrüche für Trader interessant?

Ein Fehlausbruch kann eine interessante Information über die Marktstruktur liefern.

Wenn Käufer einen Widerstand überwinden und den Kurs trotzdem nicht oberhalb dieses Niveaus halten können, zeigt das möglicherweise, dass die Nachfrage nicht ausreicht.

Auf der anderen Seite kann ein Ausbruch unter eine Unterstützung scheitern und anschließend wieder darüber führen.

Dann haben Verkäufer ihre Bewegung ebenfalls nicht durchsetzen können.

Der gescheiterte Ausbruch liefert damit Informationen über die Kräfte zwischen Käufern und Verkäufern.

Fake-Out an einem Widerstand

Ein klassisches Beispiel für einen Fake-Out entsteht an einem Widerstand.

Der Markt erreicht wiederholt ein Hoch bei 100 Punkten.

Beim nächsten Anlauf steigt der Kurs auf 101 Punkte.

Trader interpretieren dies als Breakout und eröffnen Long Positionen.

Anschließend fällt der Kurs jedoch wieder unter 100 Punkte.

Jetzt hat sich die Situation verändert.

Der Ausbruch ist gescheitert und der ehemalige Widerstand wurde zurückerobert.

Ein Short Setup kann entstehen, wenn zusätzlich die eigene Strategie eine Bestätigung liefert.

Fake-Out an einer Unterstützung

Das gleiche Prinzip funktioniert auf der Unterseite.

Ein Markt hält beispielsweise mehrfach bei 50 Punkten.

Beim nächsten Versuch fällt der Kurs auf 49 Punkte.

Viele Trader erwarten nun einen weiteren Abverkauf.

Stattdessen steigt der Kurs wieder über 50 Punkte.

Die Verkäufer konnten den Ausbruch nach unten nicht halten.

Dieser sogenannte Bear Trap kann eine Gegenbewegung nach oben auslösen.

Bull Trap und Bear Trap

Zwei Begriffe werden häufig im Zusammenhang mit Fehlausbrüchen verwendet.

Eine Bull Trap entsteht, wenn ein Ausbruch nach oben Käufer in den Markt lockt, der Kurs anschließend aber wieder fällt.

Eine Bear Trap funktioniert umgekehrt.

Hier bricht der Kurs nach unten aus und lockt Verkäufer in Short Positionen. Anschließend dreht der Markt nach oben.

Beide Situationen sind spezielle Formen von Fehlausbrüchen.

Fehlausbruch an einer Trading Range

Trading Ranges bieten besonders häufige Voraussetzungen für Fake-Outs.

Der Markt bewegt sich zwischen einer oberen und unteren Begrenzung.

Trader beobachten diese Grenzen und warten auf einen Ausbruch.

Bricht der Kurs kurz über die obere Range aus und fällt anschließend wieder zurück, kann ein Fake-Out entstehen.

Das Gleiche gilt für einen kurzen Ausbruch unter die untere Begrenzung.

Je länger eine Range besteht und je deutlicher ihre Grenzen sind, desto mehr Marktteilnehmer können diese Preisbereiche beobachten.

Fehlausbruch an einer Trendlinie

Auch Trendlinien können Fake-Outs erzeugen.

Ein Aufwärtstrend wird beispielsweise durch eine steigende Trendlinie unterstützt.

Der Kurs fällt kurzfristig unter diese Linie.

Das sieht zunächst nach einem Trendbruch aus.

Anschließend steigt der Markt jedoch wieder über die Trendlinie und setzt seinen Aufwärtstrend fort.

Der vermeintliche Trendbruch war damit ein Fehlausbruch.

Allerdings sollte man bei Trendlinien besonders vorsichtig sein, weil unterschiedliche Trader dieselbe Linie an unterschiedlichen Punkten einzeichnen.

Eine einzelne Linienverletzung ist deshalb noch kein zuverlässiges Signal.

Fehlausbruch bei Break of Structure

Auch bei einem Break of Structure (BOS) können Fehlausbrüche auftreten.

Ein Markt erreicht beispielsweise ein vorheriges Swing High und überschreitet dieses.

Damit entsteht scheinbar ein neues Hoch.

Fällt der Kurs anschließend wieder unter das vorherige Swing High, kann sich herausstellen, dass der Break of Structure nicht nachhaltig war.

Trader sollten deshalb nicht nur auf den ersten Durchbruch achten, sondern auch darauf, was danach passiert.

Fake-Out und Liquidität

Fehlausbrüche werden häufig mit Liquidität in Verbindung gebracht.

An markanten Hochs und Tiefs befinden sich oft Stop Loss Orders und andere ausstehende Orders.

Ein kurzfristiger Ausbruch kann diese Liquidität erreichen.

Wenn der Markt anschließend zurückkehrt, entsteht der Eindruck, dass der Ausbruch lediglich dazu gedient hat, Orders oberhalb oder unterhalb des bisherigen Preisniveaus auszulösen.

Trader sprechen in diesem Zusammenhang teilweise von einem Liquidity Sweep.

Dabei sollte allerdings zwischen einer beobachtbaren Kursbewegung und einer unbelegten Annahme über die Absichten einzelner Marktteilnehmer unterschieden werden.

Liquidity Sweep vs. Fake-Out

Die Begriffe werden teilweise synonym verwendet, beschreiben aber nicht exakt dasselbe.

Ein Liquidity Sweep bezeichnet häufig das kurzfristige Überschreiten eines markanten Hochs oder Tiefs, um anschließend wieder zurückzukehren.

Ein Fake-Out ist allgemeiner und beschreibt einen Ausbruch, der nicht nachhaltig ist.

Ein Liquidity Sweep kann also ein Fake-Out sein, aber nicht jeder Fake-Out muss zwingend als Liquidity Sweep interpretiert werden.

Wie erkennt man einen Fehlausbruch?

Ein Fake-Out lässt sich nicht zuverlässig im Voraus erkennen.

Das ist ein wichtiger Punkt.

Trader können lediglich Bedingungen definieren, die einen Fehlausbruch wahrscheinlicher oder handelbarer machen.

Besonders interessant ist die Situation, wenn der Kurs ein wichtiges Niveau überschreitet, dort keine Akzeptanz findet und anschließend wieder in den vorherigen Bereich zurückkehrt.

Die Rückkehr in die Range oder unter beziehungsweise über das gebrochene Niveau kann eine wichtige Bestätigung sein.

Das wichtigste Signal: Rückkehr in die Range

Eine der bekanntesten Methoden beim Fake-Out Trading besteht darin, auf die Rückkehr in die vorherige Handelsspanne zu warten.

Der Kurs bricht beispielsweise über einen Widerstand aus.

Statt direkt Short zu gehen, wartet der Trader.

Fällt der Kurs anschließend wieder unter den Widerstand, wird der Ausbruch als gescheitert betrachtet.

Erst jetzt entsteht möglicherweise ein Short Setup.

Dieser Ansatz hat einen Nachteil: Der Einstieg erfolgt später und ein Teil der Bewegung kann bereits vorbei sein.

Dafür wird nicht einfach gegen einen laufenden Breakout geraten.

Fake-Out Trading Strategie

Eine einfache Fake-Out Strategie kann aus vier Phasen bestehen.

Zunächst wird ein relevantes Preisniveau identifiziert.

Anschließend wartet der Trader auf den Ausbruch.

Danach wird beobachtet, ob der Markt das Niveau halten kann.

Kehrt der Kurs wieder zurück und bestätigt den Fehlausbruch durch die eigene Price-Action-Regel, kann der Einstieg erfolgen.

Das Entscheidende ist nicht der erste Ausbruch.

Das entscheidende Signal ist das Scheitern des Ausbruchs.

Fake-Out Retest Strategie

Eine weitere Möglichkeit ist der Retest.

Der Kurs bricht beispielsweise über einen Widerstand aus.

Anschließend fällt er zurück und testet den Bereich erneut.

Statt den Ausbruch zu bestätigen, fällt der Markt weiter zurück in die ursprüngliche Range.

Dieser Retest kann zusätzliche Informationen liefern.

Der Trader wartet dabei bewusst auf die Bestätigung, dass der ehemalige Widerstand nicht als Unterstützung funktioniert.

Fake-Out und Candlestick Patterns

Candlestick-Formationen können ebenfalls bei der Analyse von Fehlausbrüchen eingesetzt werden.

Eine lange Lunte über einem Widerstand kann beispielsweise zeigen, dass höhere Preise zunächst abgelehnt wurden.

Eine Kerze bricht über das Niveau aus, schließt aber wieder darunter.

Das kann ein Hinweis auf einen gescheiterten Ausbruch sein.

Entscheidend ist jedoch der Kontext.

Ein einzelner Candlestick sollte nicht isoliert als Trading Signal betrachtet werden.

Fake-Out mit Volumen analysieren

Volumen kann zusätzliche Informationen liefern.

Ein Breakout mit starkem Volumen kann grundsätzlich eine andere Qualität besitzen als ein Ausbruch mit sehr geringem Volumen.

Allerdings ist auch hohes Volumen keine Garantie für einen erfolgreichen Ausbruch.

Interessant kann beispielsweise ein Ausbruch sein, der zunächst hohes Volumen erzeugt, anschließend aber keine Fortsetzung erfährt.

Der Trader beobachtet dann, ob der Markt das Ausbruchsniveau wieder verliert.

Fake-Out im Forex Trading

Fehlausbrüche kommen auch im Forex Trading häufig vor.

Besonders interessant können wichtige Tageshochs und Tagestiefs, Session-Levels oder markante Unterstützungs- und Widerstandszonen sein.

Da der Forex-Markt dezentral organisiert ist, sollte die verwendete Datenquelle berücksichtigt werden.

Ein kurzfristiger Ausbruch kann je nach Liquidität und Handelszeit unterschiedlich aussehen.

Gerade rund um wichtige Wirtschaftsnachrichten können starke Bewegungen entstehen, die zunächst wie Breakouts aussehen und anschließend schnell zurücklaufen.

Fake-Out beim DAX Trading

Der DAX eignet sich aufgrund seiner Liquidität und der häufig klar sichtbaren Intraday-Level ebenfalls für die Analyse von Fehlausbrüchen.

Ein Trader könnte beispielsweise das Tageshoch beobachten.

Bricht der DAX darüber aus, steigt zunächst weiter und fällt anschließend wieder unter das alte Hoch, kann daraus ein Fake-Out entstehen.

Ob daraus tatsächlich ein Short Trade entsteht, hängt von der verwendeten Strategie ab.

Ein solcher Ausbruch sollte nicht allein aufgrund des Charts blind gehandelt werden.

Fake-Out beim Nasdaq Trading

Auch der Nasdaq kann deutliche Fehlausbrüche zeigen.

Gerade bei schnellen Bewegungen können Hochs und Tiefs kurzfristig überschritten werden.

Daytrader beobachten deshalb häufig wichtige Intraday-Level und warten darauf, ob der Markt nach einem Breakout tatsächlich Akzeptanz oberhalb beziehungsweise unterhalb des Levels zeigt.

Die Geschwindigkeit des Nasdaq macht dabei ein konsequentes Risikomanagement besonders wichtig.

Fake-Out beim Gold Trading

Gold kann ebenfalls sehr schnelle Fehlausbrüche produzieren.

Gerade bei wichtigen US-Wirtschaftsdaten kann der Markt zunächst stark in eine Richtung laufen und anschließend vollständig zurückdrehen.

Ein Trader sollte deshalb bei Gold besonders auf die Marktphase und die Volatilität achten.

Ein vermeintlich sauberer Breakout kann innerhalb weniger Minuten seine Bedeutung verlieren.

Stop Loss beim Fake-Out Trading

Der Stop Loss ist beim Handel von Fehlausbrüchen besonders wichtig.

Bei einem Short Trade nach einem gescheiterten Ausbruch nach oben kann der Stop Loss beispielsweise oberhalb des Fake-Out-Hochs liegen.

Bei einem Long Trade nach einem gescheiterten Ausbruch nach unten kann sich ein Bereich unterhalb des Fake-Out-Tiefs anbieten.

Der konkrete Abstand sollte sich jedoch an der Marktstruktur und der Volatilität orientieren.

Ein zu enger Stop kann bereits durch normale Schwankungen ausgelöst werden.

Take Profit beim Fake-Out Trading

Das Kursziel sollte ebenfalls vor dem Einstieg definiert werden.

Bei einem Fake-Out innerhalb einer Range kann beispielsweise die gegenüberliegende Range-Seite als mögliches Ziel dienen.

Bricht ein Markt oberhalb eines Widerstands aus und fällt anschließend zurück in die Range, kann das nächste relevante Unterstützungsniveau als Orientierung dienen.

Entscheidend ist, dass das Kursziel zur tatsächlichen Marktstruktur passt.

Chance-Risiko-Verhältnis beim Fake-Out

Ein Fake-Out Setup kann ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis bieten.

Der Grund liegt darin, dass der Stop Loss häufig relativ nahe am gescheiterten Ausbruch platziert werden kann.

Wenn sich anschließend eine größere Gegenbewegung entwickelt, kann daraus ein gutes Verhältnis zwischen möglichem Gewinn und Risiko entstehen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Fake-Out Setup profitabel ist.

Die Trefferquote und das durchschnittliche Chance-Risiko-Verhältnis müssen über eine ausreichende Anzahl von Trades getestet werden.

Fake-Out Trading und Backtesting

Wer Fehlausbrüche handeln möchte, sollte seine Regeln möglichst konkret definieren und anschließend testen.

Beispielsweise:

Wann gilt ein Level als relevant?

Wie weit muss der Kurs ausbrechen?

Wie schnell muss er zurückkehren?

Wann erfolgt der Einstieg?

Wo liegt der Stop Loss?

Wie wird der Take Profit bestimmt?

Ohne klare Regeln lässt sich kaum feststellen, ob eine Fake-Out Strategie tatsächlich einen statistischen Vorteil besitzt.

Häufige Fehler beim Fake-Out Trading

Der größte Fehler besteht darin, jeden kleinen Ausbruch als Fake-Out zu interpretieren.

Ein Markt muss nicht sofort zurückkehren, nur weil ein Trader einen Widerstand für wichtig hält.

Ein weiterer Fehler ist der zu frühe Einstieg.

Wer direkt beim ersten Ausbruch gegen den Markt handelt, versucht im Grunde, einen Fake-Out vorherzusagen.

Professioneller kann es sein, zunächst die Reaktion abzuwarten.

Auch das Nachjagen verpasster Trades ist problematisch. Wenn ein Fake-Out bereits einen großen Teil seiner Bewegung absolviert hat, kann das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich schlechter sein.

Fake-Out Trading ist kein Gegen-den-Trend-Trading

Ein Fehlausbruch bedeutet nicht automatisch, dass der komplette Trend dreht.

Ein Markt kann beispielsweise in einem starken Aufwärtstrend kurz unter eine Unterstützung fallen und anschließend sofort wieder steigen.

Der Trader handelt dann möglicherweise eine kurzfristige Gegenbewegung.

Das ist etwas anderes als die Annahme, dass jetzt ein langfristiger Abwärtstrend beginnt.

Deshalb sollte zwischen einem kurzfristigen Fake-Out und einem echten Trendwechsel unterschieden werden.

Geduld ist beim Fake-Out entscheidend

Fake-Out Trading belohnt häufig Geduld.

Der Trader muss nicht beim ersten Ausbruch handeln.

Er kann warten, bis sich zeigt, ob der Markt das neue Preisniveau tatsächlich akzeptiert.

Gerade diese Verzögerung kann die Qualität eines Setups erhöhen.

Der Preis dafür ist, dass manche echten Breakouts ohne Einstieg davonlaufen.

Das gehört zur Strategie.

Ein Trader muss nicht jede Bewegung mitnehmen.

Fazit: Fehlausbruch im Trading richtig handeln

Ein Fehlausbruch beziehungsweise Fake-Out entsteht, wenn der Kurs ein wichtiges Preisniveau durchbricht, den Ausbruch aber nicht halten kann und anschließend in den vorherigen Bereich zurückkehrt.

Solche Situationen treten häufig an Unterstützungen, Widerständen, Trading Ranges, Trendlinien oder markanten Hochs und Tiefs auf. Sie können entstehen, wenn ein Breakout nicht genügend Anschlusskäufe beziehungsweise Anschlussverkäufe erhält oder wenn nach dem Auslösen von Orders eine Gegenbewegung einsetzt.

Für Trader ist vor allem die Bestätigung wichtig. Statt jeden Ausbruch sofort zu handeln, kann es sinnvoll sein, zunächst abzuwarten, ob der Markt das neue Niveau akzeptiert oder wieder zurück in die vorherige Struktur fällt.

Eine mögliche Fake-Out Strategie besteht deshalb darin, den Ausbruch abzuwarten, die Rückkehr über beziehungsweise unter das gebrochene Niveau zu beobachten und erst anschließend nach einem klar definierten Einstiegssignal zu handeln.

Der entscheidende Punkt ist jedoch: Nicht jeder Ausbruch ist ein Fake-Out. Und nicht jeder Fake-Out führt zu einer großen Umkehr.

Wer diese Strategie handeln möchte, sollte deshalb konkrete Regeln für Einstieg, Stop Loss, Take Profit und Positionsgröße entwickeln und diese über eine ausreichend große Anzahl von Trades testen.

Ein guter Fake-Out Trader versucht nicht, jeden Ausbruch vorherzusagen. Er wartet darauf, dass der Markt selbst zeigt, dass der Ausbruch gescheitert ist.