TradingView gehört zu den bekanntesten Plattformen für technische Chartanalyse. Ein großer Teil der Möglichkeiten entsteht dabei durch die zahlreichen TradingView Indikatoren, mit denen sich Trends, Momentum, Volatilität und Marktbewegungen analysieren lassen.
Doch genau diese große Auswahl kann zum Problem werden.
TradingView bietet eine Vielzahl integrierter Indikatoren und zusätzlich zahlreiche Community-Indikatoren. Die Plattform selbst unterscheidet unter anderem zwischen Trend-, Momentum-, Volatilitäts- und volumenbasierten Indikatoren.
Welche Indikatoren sind für Trader wirklich sinnvoll?
In diesem Vergleich stellen wir sechs besonders bekannte TradingView Indikatoren vor:
- EMA / Moving Average
- RSI
- MACD
- VWAP
- Bollinger Bands
- ATR
Dabei geht es nicht darum, einen einzigen „besten“ Indikator zu bestimmen. Jeder Indikator erfüllt eine andere Aufgabe. Entscheidend ist deshalb, welche Information ein Trader für seine Strategie benötigt.
Was sind TradingView Indikatoren?
TradingView Indikatoren sind Werkzeuge zur technischen Analyse, die verschiedene Marktdaten auswerten und grafisch darstellen.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Kursdaten
- Volumen
- Momentum
- Volatilität
- gleitende Durchschnitte
- Preisbereiche
- Marktbewegungen
Ein Indikator kann dabei helfen, einen Chart übersichtlicher zu analysieren oder bestimmte Eigenschaften des Marktes sichtbar zu machen.
TradingView unterscheidet unter anderem zwischen Overlays, die direkt im Chart angezeigt werden, und Oszillatoren, die typischerweise in einem separaten Bereich dargestellt werden.
Wichtig ist jedoch: Ein Indikator sagt nicht zuverlässig voraus, was der Markt als Nächstes tun wird.
Er verarbeitet vorhandene Marktdaten.
Welche TradingView Indikatoren sind die besten?
Die Frage nach den besten TradingView Indikatoren lässt sich nicht pauschal beantworten.
Ein Daytrader benötigt möglicherweise andere Werkzeuge als ein Swing Trader.
Ein Trendfolger benötigt andere Informationen als ein Trader, der Mean Reversion handelt.
Für einen übersichtlichen Vergleich sind folgende sechs Indikatoren besonders interessant:
| Indikator | Hauptfunktion | Besonders interessant für |
|---|---|---|
| EMA | Trend | Trend Trading |
| RSI | Momentum | Momentum & Schwäche |
| MACD | Trend & Momentum | Trendanalyse |
| VWAP | Preis & Volumen | Daytrading |
| Bollinger Bands | Volatilität | Breakouts & Volatilität |
| ATR | Volatilität | Stop Loss & Risikomanagement |
1. EMA: Der beliebte Trendindikator
Der Exponential Moving Average (EMA) gehört zu den bekanntesten Indikatoren überhaupt.
Ein gleitender Durchschnitt berechnet einen Durchschnittspreis über eine bestimmte Anzahl von Perioden. Moving Averages werden häufig verwendet, um Trends zu bestätigen und Kursrauschen zu reduzieren. TradingView bezeichnet sie dabei ausdrücklich als reaktive beziehungsweise nachlaufende Indikatoren und nicht als prädiktive Werkzeuge.
Der EMA gewichtet jüngere Kursdaten stärker als ältere Daten.
Dadurch reagiert er schneller auf neue Kursbewegungen als ein einfacher gleitender Durchschnitt.
Wie wird der EMA genutzt?
Trader verwenden EMAs beispielsweise zur:
- Trendbestimmung
- Identifikation von Pullbacks
- Analyse dynamischer Unterstützungen
- Analyse dynamischer Widerstände
- Filterung von Trades
Häufig verwendete Einstellungen sind beispielsweise:
- EMA 9
- EMA 20
- EMA 50
- EMA 100
- EMA 200
Die richtige Einstellung hängt allerdings von Timeframe und Strategie ab.
Beispiel für EMA Trading
Angenommen, der Nasdaq befindet sich über dem EMA 50.
Der Trader interpretiert dies zunächst als Hinweis auf eine positive Marktstruktur.
Kommt es anschließend zu einem Pullback in Richtung EMA 50 und erfüllt der Markt die weiteren Bedingungen der Strategie, könnte daraus ein Long-Setup entstehen.
Der EMA selbst ist dabei nicht das vollständige Signal.
Er liefert lediglich einen Bestandteil der Analyse.
Vorteile des EMA
- Einfach verständlich
- Gut für Trendanalyse
- Direkt im Chart sichtbar
- Für viele Märkte geeignet
Nachteile des EMA
- Nachlaufender Indikator
- Kann in Seitwärtsmärkten viele Fehlsignale liefern
- Keine zuverlässige Prognose
2. RSI: Momentum analysieren
Der Relative Strength Index (RSI) ist einer der bekanntesten Momentum-Indikatoren.
Er wird häufig genutzt, um die Stärke einer Kursbewegung und mögliche überkaufte beziehungsweise überverkaufte Marktbereiche zu untersuchen.
Eine häufig verwendete Einstellung ist:
RSI 14
Bekannte Schwellenwerte sind:
- 70 = überkauft
- 30 = überverkauft
Diese Werte sollten allerdings nicht als automatische Verkauf- beziehungsweise Kaufsignale interpretiert werden.
Ein starker Aufwärtstrend kann beispielsweise lange Zeit einen hohen RSI aufweisen.
RSI richtig nutzen
Ein häufiger Fehler besteht darin:
RSI über 70 = sofort verkaufen
und
RSI unter 30 = sofort kaufen
Das ist zu simpel.
In einem starken Trend kann ein Markt lange überkauft bleiben.
Interessanter kann deshalb die Kombination aus RSI und Marktstruktur sein.
Beispielsweise:
Der Markt befindet sich in einem Aufwärtstrend.
Der RSI fällt während einer Korrektur deutlich zurück.
Anschließend dreht das Momentum wieder nach oben.
Das kann innerhalb einer passenden Strategie als zusätzliche Information dienen.
TradingView verwendet den RSI beispielsweise auch in seinen Technical Ratings und berücksichtigt dabei nicht einfach nur die Schwellenwerte, sondern zusätzlich die Richtung des RSI.
Vorteile des RSI
- Einfach verständlich
- Gute Momentum-Analyse
- Für viele Märkte geeignet
- Kann Divergenzen sichtbar machen
Nachteile des RSI
- Überkauft bedeutet nicht automatisch fallend
- Überverkauft bedeutet nicht automatisch steigend
- In starken Trends können klassische Signale lange falsch wirken
3. MACD: Trend und Momentum kombinieren
Der MACD steht für Moving Average Convergence Divergence.
Der Indikator basiert auf der Differenz zweier gleitender Durchschnitte und wird zur Analyse von Momentum und kurzfristigen Trends verwendet. TradingView beschreibt den MACD als aus MACD-Linie, Signallinie und Histogramm bestehend.
Zu den Bestandteilen gehören:
- MACD-Linie
- Signallinie
- Histogramm
- Nulllinie
Die Standardparameter sind häufig:
12 / 26 / 9
Was zeigt der MACD?
Der MACD kann unter anderem dabei helfen, Veränderungen im Momentum zu erkennen.
Steigt die MACD-Linie über die Nulllinie, deutet dies darauf hin, dass der schnelle gleitende Durchschnitt über dem langsamen liegt.
Fällt der MACD unter die Nulllinie, ist es entsprechend umgekehrt.
Trader beobachten außerdem Kreuzungen zwischen MACD- und Signallinie.
MACD Divergenz
Eine weitere bekannte Anwendung ist die Divergenzanalyse.
Dabei wird beispielsweise untersucht, ob der Kurs ein neues Hoch bildet, während der MACD dieses Hoch nicht bestätigt.
Das kann auf nachlassendes Momentum hindeuten.
Eine Divergenz ist allerdings kein garantiertes Umkehrsignal.
Vorteile des MACD
- Kombiniert Trend- und Momentum-Informationen
- Kann Veränderungen im Momentum sichtbar machen
- Vielseitig einsetzbar
- Gut für Trendanalysen
Nachteile des MACD
- Nachlaufend
- In Seitwärtsmärkten anfällig für Fehlsignale
- Kann für sehr kurzfristiges Trading relativ langsam reagieren
4. VWAP: Besonders interessant für Daytrader
Der VWAP (Volume Weighted Average Price) ist einer der interessantesten Indikatoren für kurzfristige Trader.
Er zeigt einen volumengewichteten Durchschnittspreis.
Damit kann der Trader untersuchen, wo sich der aktuelle Kurs relativ zum durchschnittlich gehandelten Preis befindet.
TradingView führt VWAP als integrierten Indikator in seiner Bibliothek.
VWAP im Daytrading
Der VWAP wird besonders häufig im Intraday-Trading eingesetzt.
Beispiel:
Der Nasdaq eröffnet stark.
Der Kurs bewegt sich anschließend oberhalb des VWAP.
Ein Trader kann dies als Bestandteil einer bullischen Intraday-Struktur betrachten.
Fällt der Kurs zum VWAP zurück, kann dieser Bereich innerhalb einer definierten Strategie als mögliche Referenz für einen Pullback dienen.
Auch hier gilt:
Der VWAP ist keine automatische Kauf- oder Verkaufslinie.
VWAP und Marktstruktur
Besonders interessant wird der VWAP in Kombination mit:
- Tageshoch
- Tagestief
- Vortageshoch
- Vortagestief
- Unterstützungen
- Widerständen
- Breakouts
- Pullbacks
Dadurch entsteht eine deutlich umfassendere Analyse als durch die isolierte Betrachtung des VWAP.
Vorteile des VWAP
- Besonders interessant für Daytrader
- Berücksichtigt Volumen
- Gute Referenz für Intraday-Trading
- Direkt im Chart darstellbar
Nachteile des VWAP
- Für jede Strategie gleichermaßen geeignet
- Weniger sinnvoll als alleinige Grundlage für einen Trade
- Interpretation hängt stark vom Markt und Timeframe ab
5. Bollinger Bands: Volatilität sichtbar machen
Die Bollinger Bands gehören zu den bekanntesten Volatilitätsindikatoren.
Sie bestehen aus drei Linien:
- mittlere Linie
- oberes Band
- unteres Band
Die Standardkonfiguration basiert typischerweise auf einem 20-Perioden-SMA und zwei Standardabweichungen. TradingView beschreibt die Bollinger Bands als Werkzeug zur Visualisierung von Veränderungen der Volatilität.
Wenn die Volatilität steigt, werden die Bänder breiter.
Wenn die Volatilität sinkt, ziehen sie sich zusammen.
Bollinger Bands im Trading
Trader können beispielsweise beobachten, wann sich die Bänder stark verengen.
Eine solche Kompression kann auf eine Phase niedriger Volatilität hinweisen.
Anschließend kann es zu einer stärkeren Bewegung kommen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Bollinger Bands die Richtung des Ausbruchs zuverlässig vorhersagen.
Bollinger Bands und Trends
Ein häufiger Fehler ist die Annahme:
Kurs am oberen Band = verkaufen
Das funktioniert nicht zuverlässig.
In einem starken Aufwärtstrend kann der Kurs über längere Zeit am oberen Band entlanglaufen. TradingView weist ebenfalls darauf hin, dass ein solches „Walking the Bands“ in starken Trends auftreten kann.
Deshalb sollte die Marktstruktur immer berücksichtigt werden.
Vorteile der Bollinger Bands
- Volatilität wird sichtbar
- Gut für Range- und Breakout-Analysen
- Einfach verständlich
- Vielseitig einsetzbar
Nachteile der Bollinger Bands
- Bandberührung ist kein automatisches Umkehrsignal
- In starken Trends können klassische Mean-Reversion-Signale scheitern
- Richtung des nächsten Ausbruchs bleibt offen
6. ATR: Volatilität und Stop Loss
Der Average True Range (ATR) ist ebenfalls ein Volatilitätsindikator.
Im Gegensatz zu RSI oder MACD versucht der ATR nicht primär, die Richtung des Marktes zu bestimmen.
Er hilft vielmehr dabei, die typische Schwankungsbreite eines Marktes zu beurteilen.
TradingView führt den ATR als integrierten Indikator.
ATR für Stop Loss
Eine interessante Anwendung ist die Planung von Stop-Loss-Abständen.
Angenommen, ein Markt bewegt sich normalerweise relativ stark.
Ein extrem enger Stop Loss kann dadurch schnell ausgelöst werden.
Der ATR kann dabei helfen, die aktuelle Volatilität in die Planung einzubeziehen.
Beispielsweise könnte eine Strategie einen Stop Loss in einem bestimmten Vielfachen des ATR definieren.
Wichtig ist:
Der ATR bestimmt nicht automatisch den „richtigen“ Stop Loss.
Der Stop sollte weiterhin zur Marktstruktur und zur Strategie passen.
Vorteile des ATR
- Einfache Volatilitätsmessung
- Interessant für Stop-Loss-Planung
- Für verschiedene Märkte einsetzbar
- Hilfreich bei der Positionsplanung
Nachteile des ATR
- Gibt keine klare Richtung vor
- Liefert kein eigenständiges Einstiegssignal
- Muss mit anderen Informationen kombiniert werden
Die 6 TradingView Indikatoren im direkten Vergleich
| Indikator | Kategorie | Hauptnutzen | Geeignet für |
| EMA | Trend | Trendrichtung | Daytrading & Swing Trading |
| RSI | Momentum | Momentum & Extrembereiche | Kurz- bis mittelfristig |
| MACD | Trend/Momentum | Trend & Momentum | Swing Trading |
| VWAP | Volumen/Preis | Intraday-Referenz | Daytrading |
| Bollinger Bands | Volatilität | Schwankungsbreite | Breakouts & Ranges |
| ATR | Volatilität | Risiko & Schwankung | Alle Trading-Stile |
Welcher TradingView Indikator ist der beste?
Das hängt von der jeweiligen Aufgabe ab.
Bester Indikator für Trends
EMA
Wenn du möglichst einfach erkennen möchtest, ob sich der Markt über oder unter einem gleitenden Durchschnitt bewegt, ist ein EMA eine sinnvolle Grundlage.
Bester Indikator für Momentum
RSI
Der RSI eignet sich gut, um Momentum und Veränderungen der relativen Stärke zu untersuchen.
Bester Indikator für Trend und Momentum
MACD
Der MACD kombiniert mehrere Informationen und eignet sich besonders für etwas größere Bewegungen.
Bester Indikator für Daytrading
VWAP
Für Intraday-Trader ist der VWAP besonders interessant, weil er eine volumenbasierte Preisreferenz liefert.
Bester Indikator für Volatilität
Bollinger Bands
Bollinger Bands machen Veränderungen der Volatilität im Chart sehr anschaulich.
Bester Indikator für Stop Loss
ATR
Der ATR kann helfen, die aktuelle Schwankungsbreite bei der Risikoplanung zu berücksichtigen.
Welche TradingView Indikatoren für Forex?
Beim Forex Trading können insbesondere folgende Indikatoren interessant sein:
- EMA
- RSI
- MACD
- Bollinger Bands
- ATR
Trader können beispielsweise den EMA für den Trend, den RSI für Momentum und den ATR für die Volatilität verwenden.
Wichtig ist jedoch, nicht automatisch alle fünf Indikatoren gleichzeitig einzusetzen.
Welche TradingView Indikatoren für Nasdaq?
Für den Nasdaq können besonders interessant sein:
- VWAP
- EMA
- ATR
- RSI
Gerade beim Daytrading können VWAP und EMA eine sinnvolle Kombination darstellen.
Der ATR kann zusätzlich helfen, die aktuelle Volatilität einzuschätzen.
Welche TradingView Indikatoren für Gold?
Beim Gold Trading können beispielsweise:
- EMA
- VWAP
- RSI
- ATR
- Bollinger Bands
eingesetzt werden.
Gold kann sich innerhalb kurzer Zeit stark bewegen. Deshalb ist es besonders wichtig, die aktuelle Volatilität und das Risiko zu berücksichtigen.
Welche TradingView Indikatoren für Swing Trading?
Swing Trader können beispielsweise mit:
- EMA
- MACD
- RSI
- Bollinger Bands
- ATR
arbeiten.
Hier werden häufig höhere Timeframes verwendet als beim klassischen Daytrading.
Ein Trader könnte beispielsweise den EMA zur Trendbestimmung und den ATR zur Risikoplanung einsetzen.
Sollte man mehrere TradingView Indikatoren kombinieren?
Ja, eine Kombination kann sinnvoll sein.
Aber:
Mehr Indikatoren bedeuten nicht automatisch mehr Qualität.
Wenn drei Indikatoren nahezu dieselbe Information liefern, entsteht keine echte zusätzliche Bestätigung.
Besser ist es, verschiedene Aufgaben zu kombinieren.
Zum Beispiel:
EMA = Trend
RSI = Momentum
ATR = Volatilität
Damit bekommt der Trader drei unterschiedliche Informationen.
Beispiel für eine einfache TradingView Strategie
Eine einfache regelbasierte Strategie könnte beispielsweise so aufgebaut sein:
Trend: Kurs oberhalb EMA 50
Momentum: RSI oberhalb eines definierten Schwellenbereichs
Volatilität: ATR wird zur Planung des Stop Loss berücksichtigt
Einstieg: Nur bei einer zusätzlichen Price-Action-Bestätigung
Exit: Vorab definiertes Kursziel oder Stop Loss
Das ist keine universell profitable Strategie.
Der entscheidende Punkt ist vielmehr, dass aus mehreren Indikatoren klare Regeln entstehen.
Warum zu viele TradingView Indikatoren problematisch sind
Ein Chart kann schnell so aussehen:
- EMA 9
- EMA 20
- EMA 50
- RSI
- MACD
- Stochastik
- Bollinger Bands
- VWAP
- ATR
- mehrere Trendlinien
- verschiedene Signalanzeigen
Das Problem:
Der Trader bekommt nicht automatisch mehr Klarheit.
Im Gegenteil.
Wenn fünf Indikatoren unterschiedliche Signale liefern, entsteht Unsicherheit.
Der Trader wartet dann möglicherweise auf die perfekte Kombination aller Signale.
Das kann zu verspäteten Einstiegen oder gar zu Overtrading führen.
TradingView Indikatoren richtig einsetzen
Ein sinnvoller Ansatz ist, jeden Indikator einer bestimmten Aufgabe zuzuordnen.
Beispielsweise:
1. Marktstruktur: Was macht der Preis?
2. Trend: EMA
3. Momentum: RSI
4. Volatilität: ATR
5. Einstieg: Price Action
Damit muss nicht jeder Indikator ein Kaufsignal liefern.
Stattdessen erfüllt jedes Werkzeug eine konkrete Funktion.
TradingView Indikatoren testen
Bevor ein Indikator Bestandteil einer Trading-Strategie wird, sollte er getestet werden.
Dazu eignen sich beispielsweise:
- Backtesting
- Paper Trading
- Trading Journal
- Replay-Funktion
- statistische Auswertung
Entscheidend ist nicht, ob ein Indikator auf einem einzelnen Chart perfekt funktioniert.
Entscheidend ist, wie sich eine Regel über eine ausreichend große Anzahl von Trades verhält.
TradingView Community Indikatoren
Neben den integrierten Indikatoren gibt es auf TradingView zahlreiche Community-Skripte.
TradingView ermöglicht es Nutzern, eigene Indikatoren und Strategien mit Pine Script zu erstellen und zu veröffentlichen.
Dadurch gibt es eine enorme Auswahl an:
- individuellen Indikatoren
- Strategien
- Signalanzeigen
- Screenern
- automatisierten Berechnungen
Allerdings sollte man bei Community-Indikatoren besonders genau prüfen, wie ein Signal tatsächlich berechnet wird.
Ein schönes Design oder viele Buy-/Sell-Signale sind kein Beweis für eine profitable Strategie.
TradingView Indikatoren kostenlos nutzen
Viele integrierte TradingView Indikatoren gehören direkt zur Plattform.
Welche Funktionen, Indikatoren und Nutzungsgrenzen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen TradingView-Konto und den aktuellen Bedingungen ab.
TradingView bietet außerdem eine große Auswahl an Community-Skripten.
Wer eine Strategie aufbaut, sollte allerdings nicht danach auswählen, ob ein Indikator kostenlos oder kostenpflichtig ist.
Entscheidend ist seine tatsächliche Funktion und der nachweisbare Nutzen innerhalb der eigenen Strategie.
Fazit: Die besten TradingView Indikatoren im Vergleich
Die sechs vorgestellten TradingView Indikatoren gehören zu den bekanntesten Werkzeugen für die technische Analyse.
EMA hilft bei der Trendanalyse.
RSI liefert Informationen über Momentum.
MACD kombiniert Trend- und Momentum-Analyse.
VWAP ist besonders für Intraday-Trader interessant.
Bollinger Bands machen Veränderungen der Volatilität sichtbar.
ATR kann bei der Einschätzung der Schwankungsbreite und der Risikoplanung helfen.
Welcher davon der beste ist, hängt letztlich von der eigenen Strategie ab.
Der wichtigste Fehler wäre, einfach möglichst viele Indikatoren auf den Chart zu packen und auf eine perfekte Kombination von Signalen zu warten.
Ein besserer Ansatz ist:
Erst die Marktstruktur verstehen. Dann gezielt einen oder wenige Indikatoren einsetzen, die eine konkrete Frage beantworten.
Denn ein guter TradingView-Chart muss nicht möglichst viele Informationen enthalten.
Er muss vor allem die richtigen Informationen zur richtigen Zeit liefern.