Die Inside Bar und Outside Bar gehören zu den bekannten Candlestick- und Price-Action-Formationen im Trading. Beide Pattern beschreiben das Verhältnis einer aktuellen Kerze zur vorherigen Kerze und können Hinweise auf Konsolidierung, Volatilität und mögliche Richtungswechsel liefern.
Während die Inside Bar eine Phase der Kurskompression zeigt, steht die Outside Bar für eine deutlich größere Handelsspanne und eine starke Ausweitung der kurzfristigen Volatilität.
Beide Formationen können bei Forex, Aktien, Indizes, Gold, Kryptowährungen und anderen Märkten auftreten.
Dabei sollte eine Inside Bar oder Outside Bar niemals isoliert als Kaufsignal oder Verkaufssignal betrachtet werden.
Entscheidend sind immer:
- Marktstruktur
- übergeordneter Trend
- Position im Chart
- Volatilität
- Breakout-Richtung
- Candlestick-Kontext
- Risikomanagement
Was ist eine Inside Bar?
Eine Inside Bar entsteht, wenn die aktuelle Kerze vollständig innerhalb der Handelsspanne der vorherigen Kerze liegt.
Die vorherige Kerze wird häufig als Mother Bar bezeichnet.
Vereinfacht:
High der Inside Bar < High der Mother Bar
und
Low der Inside Bar > Low der Mother Bar
Die Inside Bar zeigt damit eine kleinere Handelsspanne als die vorherige Kerze.
Die Formation selbst sagt zunächst nur aus:
Der Markt komprimiert sich.
Die spätere Auflösung kann nach oben oder unten erfolgen.
Inside Bar Aufbau
Eine klassische Inside Bar besteht aus:
Mother Bar
↓
Inside Bar
↓
Breakout
Die Mother Bar definiert dabei die obere und untere Begrenzung.
Die Inside Bar bewegt sich vollständig innerhalb dieser Range.
Beispiel:
Mother Bar:
High: 100
Low: 90
Inside Bar:
High: 97
Low: 93
Damit liegt die zweite Kerze vollständig innerhalb der ersten.
Inside Bar Beispiel
Nehmen wir einen Markt, der sich in einem Aufwärtstrend befindet.
Die Mother Bar erreicht:
High: 150
Low: 140
Die nächste Kerze handelt zwischen:
143 und 148
Sie bleibt damit vollständig innerhalb der Range der Mother Bar.
Anschließend steigt der Kurs über 150.
Das wäre ein bullisher Inside-Bar-Breakout.
Ein Trader könnte diesen Ausbruch als mögliches Long-Signal analysieren.
Inside Bar Bullish
Eine Inside Bar kann in einem Aufwärtstrend als mögliche Fortsetzungsformation auftreten.
Beispiel:
Aufwärtstrend
↓
starke bullishe Kerze
↓
Inside Bar
↓
Breakout über Mother Bar
↓
Trendfortsetzung
Der Markt pausiert dabei kurzfristig, bevor die Käufer möglicherweise wieder die Kontrolle übernehmen.
Inside Bar Bearish
Das gleiche Prinzip funktioniert in einem Abwärtstrend.
Beispiel:
Abwärtstrend
↓
starke bearishe Kerze
↓
Inside Bar
↓
Breakdown unter Mother Bar
↓
Trendfortsetzung
Hier kann die Inside Bar eine kurzfristige Konsolidierung innerhalb des bestehenden Abwärtstrends darstellen.
Inside Bar als Breakout Pattern
Die klassische Trading-Idee besteht darin, die Grenzen der Mother Bar zu beobachten.
Breakout über das Hoch → bullishes Szenario
Breakdown unter das Tief → bearishes Szenario
Damit liefert die Inside Bar nicht automatisch die Richtung.
Der Markt entscheidet durch den tatsächlichen Ausbruch.
Inside Bar und Trend
Eine Inside Bar kann besonders interessant sein, wenn sie innerhalb eines klaren Trends entsteht.
Beispiel:
Der Markt bildet:
Higher High
↓
Higher Low
↓
Higher High
↓
Inside Bar
↓
Breakout
Die Formation befindet sich damit innerhalb einer bestehenden bullishen Marktstruktur.
Das kann deutlich interessanter sein als eine Inside Bar mitten in einer unklaren Seitwärtsphase.
Inside Bar im Support- und Resistance-Bereich
Auch die Position einer Inside Bar ist wichtig.
Eine Formation direkt an einer relevanten Unterstützung kann anders interpretiert werden als eine Formation mitten in einer Range.
Beispiel:
Unterstützung
↓
Kurs fällt in den Bereich
↓
Inside Bar
↓
bullisher Breakout
In diesem Fall treffen mehrere Informationen zusammen:
Level + Kompression + Breakout.
Das kann ein klareres Setup ergeben.
Inside Bar am Widerstand
Auch an einem Widerstand kann eine Inside Bar entstehen.
Beispiel:
Kurs steigt
↓
Widerstand
↓
Inside Bar
↓
Breakout nach oben
Der Ausbruch über den Widerstand kann eine neue Aufwärtsbewegung einleiten.
Alternativ kann der Kurs nach unten aus der Formation fallen.
Deshalb sollte die Ausbruchsrichtung nicht vorab festgelegt werden.
Inside Bar und False Breakout
Nicht jeder Ausbruch aus einer Inside Bar funktioniert.
Ein typischer Fehlausbruch sieht so aus:
Kurs bricht über Mother Bar aus
↓
Käufer steigen ein
↓
Kurs fällt zurück
↓
Breakout scheitert
↓
Kurs bewegt sich wieder innerhalb der Range
Solche Situationen werden häufig als False Breakout oder Fakeout bezeichnet.
Ein Trader sollte deshalb nicht nur den ersten Spike betrachten, sondern die Reaktion nach dem Ausbruch analysieren.
Inside Bar Retest
Nach einem Breakout kann ein Retest erfolgen.
Beispiel:
Mother Bar High: 100
↓
Breakout über 100
↓
Kurs steigt auf 103
↓
Rücksetzer auf 100
↓
100 hält als Unterstützung
↓
erneute Aufwärtsbewegung
Ein solcher Retest kann eine mögliche Einstiegsmöglichkeit bieten.
Allerdings besteht keine Garantie, dass der Markt nach jedem Breakout einen Retest ausführt.
Mehrere Inside Bars
Es können auch mehrere Inside Bars innerhalb einer Mother Bar entstehen.
Beispiel:
Mother Bar
↓
Inside Bar
↓
Inside Bar
↓
Inside Bar
↓
Breakout
Eine solche Struktur zeigt eine besonders starke kurzfristige Kompression.
Je länger der Markt innerhalb einer engen Range bleibt, desto stärker kann die spätere Bewegung ausfallen.
Das ist allerdings keine feste Regel.
Inside Bar bei hoher Volatilität
Inside Bars können nach starken Bewegungen entstehen.
Ein Markt macht beispielsweise eine schnelle Aufwärtsbewegung und pausiert anschließend.
Die kleinere Handelsspanne der Inside Bar zeigt, dass die kurzfristige Volatilität zurückgeht.
Trader können dann beobachten, ob der Markt anschließend:
- weiter steigt
- nach unten korrigiert
- in eine Range übergeht
Inside Bar im Forex Trading
Inside Bars sind im Forex Trading besonders beliebt.
Sie können beispielsweise bei:
- EUR/USD
- GBP/USD
- USD/JPY
- AUD/USD
auftreten.
Da Forex rund um die Uhr gehandelt wird, ist die Wahl des Timeframes besonders wichtig.
Eine Inside Bar im Tageschart besitzt eine andere Bedeutung als eine Formation im 5-Minuten-Chart.
Inside Bar beim DAX Trading
Auch beim DAX können Inside Bars interessante kurzfristige Strukturen darstellen.
Trader beobachten beispielsweise:
- Vortageshoch
- Vortagestief
- Tageseröffnung
- Unterstützungen
- Widerstände
- VWAP
- Marktstruktur
Eine Inside Bar direkt unter einem wichtigen Widerstand kann beispielsweise eine mögliche Breakout-Situation darstellen.
Inside Bar beim Nasdaq Trading
Der Nasdaq bewegt sich teilweise sehr schnell.
Inside Bars können hier nach starken Impulsbewegungen als kurzfristige Konsolidierung auftreten.
Ein mögliches Szenario:
starker Aufwärtsimpuls
↓
Inside Bar
↓
Breakout über Mother Bar
↓
Fortsetzung
Gerade bei kleineren Timeframes sollte allerdings mit Fehlausbrüchen gerechnet werden.
Inside Bar beim Gold Trading
Gold kann ebenfalls Inside Bars ausbilden.
Nach starken Bewegungen kann sich der Markt kurzfristig komprimieren.
Besonders wichtig ist dabei der Nachrichtenkontext.
Zinsentscheidungen, Inflationsdaten oder US-Arbeitsmarktdaten können die Volatilität stark verändern.
Ein Breakout aus einer Inside Bar rund um solche Ereignisse sollte deshalb besonders vorsichtig interpretiert werden.
Was ist eine Outside Bar?
Die Outside Bar ist im Prinzip das Gegenteil der Inside Bar.
Hier liegt die Handelsspanne der aktuellen Kerze außerhalb der Handelsspanne der vorherigen Kerze.
Das bedeutet:
High der Outside Bar > High der vorherigen Kerze
und
Low der Outside Bar < Low der vorherigen Kerze
Die aktuelle Kerze macht also ein höheres Hoch und ein tieferes Tief.
Dadurch entsteht eine deutlich größere Handelsspanne.
Outside Bar Aufbau
Eine klassische Outside Bar besteht aus:
vorherige Kerze
↓
größere Outside Bar
Die neue Kerze nimmt die komplette Range der vorherigen Kerze auf und überschreitet sie auf beiden Seiten.
Beispiel:
Vorherige Kerze:
High: 100
Low: 90
Outside Bar:
High: 105
Low: 87
Die zweite Kerze überschreitet damit sowohl das Hoch als auch das Tief der ersten Kerze.
Bullishe Outside Bar
Eine bullishe Outside Bar entsteht, wenn die große Kerze zwar beide Seiten der vorherigen Range überschreitet, aber deutlich bullish schließt.
Beispiel:
Vorherige Kerze
High: 100
Low: 90
↓
Outside Bar
High: 104
Low: 88
Close: 103
Die Verkäufer drücken den Kurs zunächst unter 90.
Anschließend übernehmen die Käufer die Kontrolle und treiben den Markt wieder nach oben.
Das kann auf einen bullishen Orderflow-Wechsel hindeuten.
Bearishe Outside Bar
Eine bearishe Outside Bar funktioniert umgekehrt.
Beispiel:
Vorherige Kerze:
High: 100
Low: 90
Outside Bar:
High: 105
Low: 87
Close:
89
Der Kurs steigt zunächst über das vorherige Hoch.
Anschließend übernehmen die Verkäufer die Kontrolle und drücken den Preis deutlich nach unten.
Das kann auf eine mögliche bearishen Umkehr oder einen starken Verkaufsdruck hindeuten.
Outside Bar als Reversal Pattern
Outside Bars werden häufig als mögliche Umkehrformationen verwendet.
Besonders interessant können sie sein, wenn sie an einem wichtigen Level entstehen.
Beispiel:
Widerstand
↓
Kurs steigt über Widerstand
↓
Outside Bar
↓
starker bearisher Schlusskurs
↓
Kurs fällt zurück
Hier kann die Outside Bar zeigen, dass der Ausbruch nach oben nicht gehalten werden konnte.
Outside Bar als Fortsetzungsformation
Eine Outside Bar muss aber nicht zwangsläufig eine Umkehr darstellen.
Sie kann auch innerhalb eines bestehenden Trends auftreten.
Beispiel im Aufwärtstrend:
Aufwärtstrend
↓
Pullback
↓
bullishe Outside Bar
↓
Breakout
↓
Trendfortsetzung
Damit hängt die Interpretation stark vom Kontext ab.
Inside Bar vs. Outside Bar
Die beiden Pattern lassen sich einfach gegenüberstellen:
| Merkmal | Inside Bar | Outside Bar |
|---|---|---|
| Handelsspanne | kleiner | größer |
| Beziehung zur vorherigen Kerze | vollständig innerhalb | überschreitet beide Seiten |
| Typische Aussage | Kompression | Volatilitätsausweitung |
| Häufige Anwendung | Breakout | Breakout/Reversal |
| Marktphase | Konsolidierung | Expansion |
| Richtung | offen | abhängig vom Schluss und Kontext |
Der grundlegende Unterschied lautet:
Inside Bar = Kompression
Outside Bar = Expansion
Inside Bar und Outside Bar gemeinsam analysieren
Die beiden Formationen können auch als Teil eines größeren Marktzyklus betrachtet werden.
Ein typischer Ablauf kann beispielsweise so aussehen:
Outside Bar
↓
starke Bewegung
↓
Inside Bar
↓
Konsolidierung
↓
Breakout
Das zeigt einen Wechsel zwischen:
Expansion → Kompression → Expansion
Dieses Prinzip ist für die Price Action besonders interessant.
Inside Bar Trading Strategie
Eine einfache Inside-Bar-Strategie kann so aufgebaut sein:
Schritt 1: Trend bestimmen
Zunächst wird geprüft, ob der Markt bullish, bearish oder seitwärts läuft.
Schritt 2: Mother Bar identifizieren
Die nächste Kerze muss vollständig innerhalb der Range der Mother Bar liegen.
Schritt 3: Breakout abwarten
Der Trader wartet auf einen Ausbruch über das Hoch oder unter das Tief.
Schritt 4: Bestätigung prüfen
Zusätzliche Faktoren wie Marktstruktur oder ein Retest können berücksichtigt werden.
Schritt 5: Stop Loss setzen
Der Stop Loss kann beispielsweise hinter der gegenüberliegenden Seite der Formation oder hinter einer relevanten Marktstruktur liegen.
Schritt 6: Ziel definieren
Das Kursziel sollte bereits vor dem Einstieg festgelegt werden.
Outside Bar Trading Strategie
Eine mögliche Outside-Bar-Strategie konzentriert sich auf die Reaktion an wichtigen Levels.
Schritt 1: Relevante Zone bestimmen
Beispielsweise Unterstützung oder Widerstand.
Schritt 2: Outside Bar abwarten
Die Kerze muss das vorherige Hoch und Tief überschreiten.
Schritt 3: Schlusskurs analysieren
Bullisher Schluss → mögliches Long-Szenario.
Bearisher Schluss → mögliches Short-Szenario.
Schritt 4: Marktstruktur prüfen
Die Formation sollte zum größeren Chartbild passen.
Schritt 5: Risiko definieren
Stop Loss und Positionsgröße werden vor dem Einstieg festgelegt.
Inside Bar Stop Loss
Beim Inside-Bar-Trading gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Stop Loss.
Eine klassische Variante:
Long → Stop unter dem Tief der Mother Bar
Short → Stop über dem Hoch der Mother Bar
Alternativ kann der Stop hinter einem relevanten Swing Low oder Swing High platziert werden.
Die Wahl hängt von der Volatilität und der konkreten Strategie ab.
Outside Bar Stop Loss
Bei einer Outside Bar liegt es nahe, den Stop außerhalb der Formation zu platzieren.
Beispielsweise:
Bullishe Outside Bar → Stop unter dem Tief
Bearishe Outside Bar → Stop über dem Hoch
Das kann allerdings zu einem relativ großen Stop führen.
Deshalb sollte die Positionsgröße entsprechend angepasst werden.
Inside Bar Take Profit
Das Kursziel kann beispielsweise anhand von:
- vorherigen Hochs
- vorherigen Tiefs
- Unterstützungen
- Widerständen
- festen Chance-Risiko-Verhältnissen
- Trailing Stops
definiert werden.
Ein häufig verwendeter Ansatz ist beispielsweise ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1:2 oder 1:3.
Entscheidend ist jedoch nicht die einzelne Kennzahl, sondern ob die vollständige Strategie langfristig einen positiven Erwartungswert besitzt.
Outside Bar Take Profit
Auch bei Outside Bars können technische Levels als Kursziele dienen.
Ein bullishes Setup könnte beispielsweise auf das nächste relevante Hoch zielen.
Ein bearishes Setup könnte das nächste relevante Tief als Ziel verwenden.
Alternativ kann ein Teil der Position bei einem bestimmten Gewinnziel geschlossen und der Rest mit einem Trailing Stop geführt werden.
Inside Bar und Outside Bar im Multi-Timeframe-Trading
Ein sinnvoller Ansatz kann darin bestehen, mehrere Timeframes zu kombinieren.
Beispielsweise:
4-Stunden-Chart
→ übergeordnete Marktstruktur
1-Stunden-Chart
→ Setup
15-Minuten-Chart
→ Einstieg
So kann eine Inside Bar oder Outside Bar besser in den größeren Kontext eingeordnet werden.
Wichtig ist, nicht beliebig viele Timeframes zu verwenden.
Jeder Timeframe sollte eine klare Funktion besitzen.
Wie zuverlässig sind Inside Bar und Outside Bar?
Eine allgemeingültige Trefferquote gibt es nicht.
Die Qualität eines Patterns hängt unter anderem ab von:
- Markt
- Timeframe
- Trend
- Volatilität
- Position im Chart
- Breakout-Regeln
- Entry
- Stop Loss
- Take Profit
Eine Inside Bar im starken Trend kann völlig anders funktionieren als eine Inside Bar in einer engen Seitwärtsphase.
Dasselbe gilt für Outside Bars.
Backtesting von Inside Bar und Outside Bar
Wer die Pattern systematisch handeln möchte, sollte die Regeln backtesten.
Beispielsweise:
Inside Bar Strategie
Entry: Breakout über Mother Bar
Stop: unter Mother Bar
Take Profit: 2R
Anschließend werden viele historische Beispiele untersucht.
Wichtige Kennzahlen sind:
- Trefferquote
- durchschnittlicher Gewinn
- durchschnittlicher Verlust
- Profit Factor
- Erwartungswert
- maximaler Drawdown
- Anzahl der Trades
Erst die Statistik zeigt, ob die Strategie tatsächlich einen Vorteil besitzt.
Häufige Fehler beim Inside-Bar-Trading
Jede kleine Kerze als Inside Bar betrachten
Nicht jede kleine Kerze stellt automatisch ein valides Pattern dar.
Den Trend ignorieren
Eine Formation im klaren Trend kann anders bewertet werden als eine Formation in einer Range.
Jeden Breakout handeln
Fehlausbrüche gehören zum Trading dazu.
Stop Loss zu eng setzen
Normale Marktbewegungen können Positionen sonst schnell beenden.
Keine klare Exit-Regel
Ein Entry allein macht noch keine Strategie.
Häufige Fehler beim Outside-Bar-Trading
Nur die Kerzenfarbe betrachten
Eine bullishe oder bearishe Kerze reicht nicht für eine vollständige Analyse.
Level ignorieren
Eine Outside Bar an einem wichtigen Widerstand kann anders interpretiert werden als eine Outside Bar mitten in einer Range.
Zu große Position handeln
Outside Bars besitzen häufig eine große Handelsspanne.
News ignorieren
Starke Nachrichten können Outside Bars und extreme Volatilität auslösen.
Inside Bar & Outside Bar Checkliste
Vor einem Trade können folgende Fragen helfen:
- Ist das Pattern eindeutig?
- Wie sieht die übergeordnete Marktstruktur aus?
- Befindet sich der Kurs an einem relevanten Level?
- Wie hoch ist die aktuelle Volatilität?
- Wo liegt das Hoch der Formation?
- Wo liegt das Tief?
- Gibt es einen Breakout?
- Ist der Breakout bestätigt?
- Gibt es einen Retest?
- Wo liegt der Stop Loss?
- Wo liegt das Kursziel?
- Wie groß ist das Risiko?
- Passt das Chance-Risiko-Verhältnis?
- Wurde die konkrete Regel getestet?
Fazit: Inside Bar & Outside Bar
Inside Bar und Outside Bar gehören zu den wichtigsten Price-Action-Formationen.
Die Inside Bar steht grundsätzlich für eine Kurskompression. Die aktuelle Kerze bleibt innerhalb der Range der vorherigen Mother Bar. Trader beobachten anschließend häufig den Ausbruch aus dieser engen Handelsspanne.
Die Outside Bar steht dagegen für eine Ausweitung der Handelsspanne. Die aktuelle Kerze überschreitet sowohl das Hoch als auch das Tief der vorherigen Kerze. Je nach Schlusskurs und Marktposition kann sie auf eine mögliche Fortsetzung oder Umkehr hindeuten.
Beide Pattern funktionieren am besten nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit:
Marktstruktur + Trend + Level + Price Action + Breakout + Risikomanagement.
Eine Inside Bar ist also nicht automatisch ein Kaufsignal und eine Outside Bar nicht automatisch ein Verkaufssignal.
Die eigentliche Information entsteht erst durch den Kontext und die Reaktion des Marktes.