Trading Gebühren

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Wer mit dem Trading beginnt, schaut häufig zuerst auf mögliche Gewinne. Die Kosten des Tradings werden dagegen gerne unterschätzt. Dabei können Trading Gebühren einen erheblichen Einfluss darauf haben, ob eine Strategie am Ende profitabel ist.

Das gilt insbesondere für Daytrader und Scalper, die viele Positionen eröffnen und schließen. Selbst relativ kleine Kosten können sich bei mehreren hundert Trades zu einem erheblichen Betrag summieren.

Doch welche Trading Kosten gibt es überhaupt?

Neben bekannten Kosten wie Spread und Kommission existieren weitere Gebühren und Kostenfaktoren, die je nach Broker, Finanzinstrument und Handelsmodell auftreten können. Dazu gehören beispielsweise Swap-Gebühren, Börsenentgelte, Finanzierungskosten, Währungsumrechnungen und Slippage.

Wer Trading professionell betreiben möchte, sollte deshalb nicht nur seine Trefferquote und sein Chance-Risiko-Verhältnis kennen. Er sollte auch wissen, wie viel ein Trade tatsächlich kostet.

Was sind Trading Gebühren?

Unter Trading Gebühren versteht man grundsätzlich alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Kauf, Verkauf, Halten oder der Abwicklung eines Finanzinstruments entstehen.

Dabei ist wichtig, zwischen einer echten Gebühr und einem indirekten Kostenfaktor zu unterscheiden.

Eine Kommission wird beispielsweise direkt vom Broker berechnet.

Der Spread ist dagegen die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Er wird nicht immer als separate Gebühr angezeigt, stellt für den Trader aber trotzdem einen realen Handelskostenfaktor dar.

Auch Slippage ist keine klassische Gebühr. Wenn eine Order jedoch schlechter ausgeführt wird als erwartet, entstehen dadurch zusätzliche Kosten.

Die tatsächlichen Trading Kosten können deshalb deutlich höher sein als die Zahl, die ein Broker auf seiner Gebührenübersicht nennt.

1. Spread

Der Spread gehört zu den wichtigsten Trading Kosten.

Er bezeichnet die Differenz zwischen Geldkurs und Briefkurs eines Finanzinstruments.

Kauft ein Trader beispielsweise zu einem höheren Preis ein, als er das Instrument gleichzeitig verkaufen könnte, entsteht bereits durch diese Differenz ein kleiner Nachteil.

Je kleiner der Spread, desto günstiger ist grundsätzlich der Einstieg.

Besonders relevant ist der Spread für kurzfristige Trader. Wenn eine Position nur wenige Punkte Gewinn erzielen soll, können bereits geringe Spreads einen großen Teil des potenziellen Gewinns auffressen.

Der Spread ist allerdings nicht immer konstant. Er kann sich je nach Markt, Tageszeit und Liquidität verändern.

Während normaler Handelsbedingungen kann er sehr eng sein. Bei starken Nachrichten oder geringer Liquidität kann er sich dagegen deutlich ausweiten.

2. Kommission

Eine weitere klassische Trading Gebühr ist die Kommission.

Hier berechnet der Broker einen festen oder variablen Betrag für die Ausführung eines Trades.

Je nach Broker kann die Kommission pro Order, pro Seite oder abhängig vom gehandelten Volumen berechnet werden.

Beim Hin- und Rückhandel muss deshalb darauf geachtet werden, ob die angegebene Kommission nur für den Einstieg oder bereits für die gesamte Transaktion gilt.

Ein Broker mit sehr niedrigem Spread kann beispielsweise gleichzeitig eine Kommission verlangen.

Deshalb sollte man nicht nur den Spread vergleichen.

Entscheidend sind die Gesamtkosten pro Trade.

3. Swap- und Übernachtgebühren

Wer eine gehebelte Position über Nacht hält, kann mit Swap-Kosten beziehungsweise Übernachtfinanzierung konfrontiert werden.

Diese Kosten entstehen insbesondere bei CFDs und Forex-Produkten.

Je nach Position, Instrument und Zinssituation kann der Swap positiv oder negativ ausfallen.

In der Praxis bedeutet das: Eine Position, die mehrere Tage oder Wochen gehalten wird, kann durch Finanzierungskosten deutlich teurer werden als ein kurzfristiger Trade.

Für Daytrader spielen Swaps häufig eine geringere Rolle, weil Positionen vor Handelsschluss geschlossen werden.

Für Swing Trader und längerfristige Positionen können sie dagegen einen wichtigen Bestandteil der Gesamtkosten darstellen.

4. Finanzierungskosten

Finanzierungskosten entstehen insbesondere beim gehebelten Trading.

Wenn ein Trader mit einem Finanzinstrument eine größere Marktposition bewegt, als sein tatsächlich eingesetztes Kapital erlauben würde, wird wirtschaftlich betrachtet Fremdkapital beziehungsweise eine Finanzierungskomponente genutzt.

Bei CFDs werden entsprechende Finanzierungskosten häufig als tägliche oder periodische Anpassung berechnet.

Je länger die Position gehalten wird, desto stärker können sich diese Kosten summieren.

Deshalb sollte bei jedem gehebelten Finanzinstrument geprüft werden, wie die Finanzierung konkret funktioniert.

5. Slippage

Slippage ist keine klassische Brokergebühr, kann aber trotzdem erhebliche Trading Kosten verursachen.

Sie entsteht, wenn eine Order zu einem anderen Preis ausgeführt wird als dem ursprünglich erwarteten Preis.

Das passiert beispielsweise bei sehr schnellen Marktbewegungen.

Ein Trader möchte einen Markt bei 20.000 Punkten kaufen. Zwischen Signal und Ausführung bewegt sich der Markt jedoch bereits auf 20.005 Punkte.

Die tatsächliche Ausführung liegt dann fünf Punkte schlechter als erwartet.

Bei einzelnen Trades mag die Differenz klein erscheinen.

Bei einer großen Anzahl kurzfristiger Trades kann Slippage jedoch einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben.

6. Börsen- und Handelsplatzgebühren

Beim Handel über regulierte Börsen können Börsenentgelte oder Gebühren des jeweiligen Handelsplatzes entstehen.

Diese unterscheiden sich je nach Börse, Produkt und Ordervolumen.

Bei klassischen Aktien- oder Futures-Trades können entsprechende Handelsplatzkosten Bestandteil der Abrechnung sein.

Bei außerbörslichen Produkten wie bestimmten CFDs sieht die Kostenstruktur anders aus.

Wer verschiedene Broker vergleicht, sollte deshalb prüfen, ob Börsen- oder Handelsplatzkosten zusätzlich zur Brokerprovision entstehen.

7. Clearing- und Abwicklungsgebühren

Bei bestimmten Finanzprodukten können zusätzlich Clearing- oder Abwicklungsgebühren entstehen.

Dabei geht es um die Verarbeitung und Abwicklung von Geschäften über entsprechende Marktinfrastrukturen.

Diese Kosten spielen insbesondere bei börsengehandelten Produkten und professionellen Handelsmodellen eine Rolle.

Für Privatanleger sind sie nicht immer als einzelne Position auf der Abrechnung sichtbar, können aber Bestandteil der gesamten Transaktionskosten sein.

8. Depotgebühren

Beim klassischen Wertpapierhandel können Depotgebühren entstehen.

Dabei berechnet der Anbieter eine Gebühr für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren.

Viele moderne Broker verzichten inzwischen auf klassische Depotgebühren oder bieten kostenlose Depotführung an.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Handel insgesamt kostenlos ist.

Auch bei einem kostenlosen Depot können Spread, Orderkosten, Börsenentgelte oder andere Kosten anfallen.

9. Ordergebühren

Unter Ordergebühren werden häufig die Kosten verstanden, die bei der Aufgabe beziehungsweise Ausführung eines Wertpapierauftrags entstehen.

Das kann beispielsweise eine feste Gebühr pro Order oder eine prozentuale Gebühr auf das Ordervolumen sein.

Je nach Broker kann zusätzlich eine Mindestgebühr gelten.

Für aktive Trader ist die Struktur besonders wichtig.

Wer viele kleine Orders platziert, kann durch Mindestgebühren verhältnismäßig hohe Kosten verursachen.

10. Währungsumrechnungsgebühren

Trader handeln häufig Finanzinstrumente, die nicht in der eigenen Kontowährung notieren.

Ein deutscher Trader mit einem Euro-Konto kann beispielsweise US-Aktien oder US-Dollar-basierte Finanzprodukte handeln.

Bei der Umrechnung können Währungsumrechnungsgebühren oder Aufschläge auf den Wechselkurs entstehen.

Diese Kosten werden häufig unterschätzt.

Insbesondere bei regelmäßigen Transaktionen in fremden Währungen kann ein kleiner Wechselkursaufschlag langfristig einen spürbaren Betrag ausmachen.

11. Ein- und Auszahlungsgebühren

Nicht jeder Broker verlangt Gebühren für Ein- oder Auszahlungen.

Bei manchen Anbietern können jedoch bestimmte Zahlungsmethoden mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.

Auch Fremdwährungszahlungen oder bestimmte Zahlungsdienstleister können zusätzliche Gebühren verursachen.

Für einen Trader, der regelmäßig Geld zwischen Broker und Bankkonto bewegt, können solche Kosten relevant werden.

Vor allem bei kleinen Konten sollte darauf geachtet werden, dass nicht unnötig häufig Geld ein- und ausgezahlt wird.

12. Inaktivitätsgebühren

Einige Anbieter verlangen eine Inaktivitätsgebühr, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Handelsaktivität stattfindet.

Diese Kosten betreffen aktive Trader normalerweise weniger.

Für Anleger oder Trader, die ein Konto nur gelegentlich verwenden, können sie dagegen relevant sein.

Wer beispielsweise mehrere Brokerkonten besitzt, sollte prüfen, ob bei nicht genutzten Konten nach einer bestimmten Zeit Gebühren entstehen.

13. Daten- und Marktdatengebühren

Für bestimmte Märkte können Marktdatengebühren anfallen.

Das betrifft insbesondere professionelle Börsendaten, Echtzeitkurse oder zusätzliche Level-2-Daten.

Während einfache Kursdaten häufig kostenlos oder bereits in einer Trading-Plattform enthalten sind, können professionelle Datenfeeds zusätzliche Kosten verursachen.

Für einen professionellen Futures- oder Aktien-Trader können solche Gebühren durchaus relevant sein.

Wer nur gelegentlich Charts betrachtet, benötigt dagegen möglicherweise keinen kostenpflichtigen Premium-Datenfeed.

14. Plattform- und Softwaregebühren

Die letzte wichtige Kategorie sind Trading Plattform- und Softwaregebühren.

Nicht jede Trading Software ist kostenlos.

Für bestimmte Plattformen, Datenpakete, professionelle Charting-Funktionen oder zusätzliche Analysewerkzeuge können monatliche Kosten entstehen.

Auch Trading Bots, spezielle Indikatoren oder externe Datenanbieter können zusätzliche Ausgaben verursachen.

Diese Kosten werden nicht immer als direkte Trading Gebühr betrachtet.

Wenn eine Software jedoch für die eigene Trading Strategie notwendig ist, gehört sie wirtschaftlich betrachtet zu den Gesamtkosten des Tradings.

Welche Trading Gebühren sind die wichtigsten?

Welche Kosten besonders relevant sind, hängt stark vom Trading Stil ab.

Ein Scalper führt beispielsweise sehr viele Transaktionen durch und reagiert deshalb besonders empfindlich auf Spread, Kommission und Slippage.

Ein Daytrader muss ebenfalls auf Transaktionskosten achten, hält Positionen aber häufig nur wenige Stunden.

Für einen Swing Trader können dagegen Finanzierungskosten und Swaps stärker ins Gewicht fallen, weil Positionen über mehrere Tage gehalten werden.

Ein langfristiger Anleger hat wiederum andere Kostenstrukturen.

Deshalb gibt es keinen Broker, der für jeden Trader automatisch der günstigste Anbieter ist.

Trading Gebühren beim Scalping

Beim Scalping werden häufig sehr kleine Kursbewegungen gehandelt.

Dadurch spielen die Kosten eine besonders große Rolle.

Wenn ein Scalper beispielsweise durchschnittlich nur zehn Punkte pro Trade anvisiert, können zwei oder drei Punkte an Spread und Slippage bereits einen erheblichen Teil des potenziellen Gewinns ausmachen.

Die Strategie muss deshalb nicht nur vor Kosten profitabel sein.

Sie muss auch nach Kosten noch einen positiven Erwartungswert besitzen.

Trading Gebühren beim Daytrading

Daytrader sollten vor allem Spread, Kommission und Slippage im Blick behalten.

Je mehr Trades pro Tag ausgeführt werden, desto stärker wirken sich diese Kosten auf das Ergebnis aus.

Ein Trader mit zwei Trades pro Woche hat eine völlig andere Kostenstruktur als ein Trader mit zehn Trades pro Tag.

Deshalb sollte die durchschnittliche Kostenbelastung pro Trade regelmäßig analysiert werden.

Trading Gebühren beim Swing Trading

Swing Trader halten Positionen häufig mehrere Tage.

Dadurch können Übernacht- und Finanzierungskosten wichtiger werden.

Ein Trade kann auf dem Chart hervorragend aussehen und trotzdem wirtschaftlich weniger attraktiv sein, wenn über einen längeren Zeitraum hohe Finanzierungskosten entstehen.

Bei länger gehaltenen Positionen sollte deshalb bereits vor dem Einstieg geprüft werden, welche Kosten während der geplanten Haltedauer entstehen.

Trading Gebühren bei CFDs

Beim CFD Trading ist die Kostenstruktur besonders interessant.

Neben dem Spread können Kommissionen und Finanzierungskosten anfallen.

Da CFDs in der Regel mit Hebel gehandelt werden, sollte der Trader die Finanzierungskosten nicht unterschätzen.

Auch wenn eine Position nur einen relativ kleinen Kapitaleinsatz benötigt, kann die zugrunde liegende Marktposition wesentlich größer sein.

Damit können sich entsprechende Finanzierungskosten ergeben.

Trading Gebühren bei Forex

Beim Forex Trading spielen vor allem Spread, Kommission und Swap eine Rolle.

Je nach Broker kann ein Konto beispielsweise einen sehr niedrigen Spread mit zusätzlicher Kommission oder einen etwas höheren Spread ohne separate Kommission anbieten.

Welche Variante günstiger ist, hängt vom Handelsvolumen und Trading Stil ab.

Wer sehr häufig handelt, sollte die tatsächlichen Kosten pro gehandeltem Volumen vergleichen und nicht nur mit der beworbenen Spread-Angabe arbeiten.

Trading Gebühren bei Futures

Beim Futures Trading sind die Kosten teilweise anders strukturiert.

Neben der Brokerkommission können Börsen- und Clearinggebühren sowie Kosten für Marktdaten entstehen.

Da Futures standardisierte börsengehandelte Kontrakte sind, ist die Gebührenstruktur stärker mit dem jeweiligen Handelsplatz verbunden.

Für aktive Futures Trader können bereits kleine Unterschiede bei den Kosten pro Kontrakt langfristig relevant sein.

Warum „Trading ohne Gebühren“ kritisch betrachtet werden sollte

Broker werben teilweise mit „kostenlosem Trading“.

Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass überhaupt keine Kosten entstehen.

Ein Anbieter kann beispielsweise keine klassische Orderprovision verlangen und seine Kosten stattdessen über andere Bestandteile des Geschäftsmodells decken.

Dazu können Spreads, Finanzierungskosten oder andere indirekte Kosten gehören.

Deshalb sollte nicht die Werbeaussage betrachtet werden, sondern die tatsächliche Kostenstruktur.

Wie viel kostet ein Trade wirklich?

Die tatsächlichen Kosten eines Trades lassen sich nicht anhand einer einzigen Zahl bestimmen.

Ein einfaches Modell lautet:

Gesamtkosten = Spread + Kommission + Slippage + Finanzierungskosten + weitere anfallende Kosten

Nicht jede dieser Positionen entsteht bei jedem Trade.

Bei einem kurzfristigen Trade können beispielsweise Spread, Kommission und Slippage entscheidend sein.

Bei einem Trade, der mehrere Tage offen bleibt, kommen möglicherweise Finanzierungskosten hinzu.

Genau deshalb sollte jeder Trader seine eigene Kostenstruktur kennen.

Trading Gebühren in die Strategie einbauen

Eine Trading Strategie sollte niemals nur anhand des theoretischen Gewinns bewertet werden.

Wenn ein Backtest beispielsweise einen durchschnittlichen Gewinn von 20 Euro pro Trade zeigt, müssen die durchschnittlichen Kosten noch berücksichtigt werden.

Angenommen, Spread, Kommission und Slippage kosten im Durchschnitt fünf Euro.

Dann bleiben von den 20 Euro nicht 20 Euro übrig, sondern nur noch 15 Euro.

Bei hunderten Trades kann diese Differenz enorm werden.

Deshalb sollten Trading Kosten bereits beim Backtesting berücksichtigt werden.

Trading Gebühren und Break-even

Trading Kosten beeinflussen auch den Break-even-Punkt.

Ein Trade muss zunächst die Kosten des Einstiegs überwinden, bevor überhaupt ein wirtschaftlicher Gewinn entsteht.

Bei einem engen Spread kann diese Schwelle relativ klein sein.

Bei hohen Handelskosten dauert es entsprechend länger, bis eine Position tatsächlich profitabel wird.

Für Scalper ist dieser Effekt besonders relevant.

Je kleiner die durchschnittliche Kursbewegung eines Trades, desto größer ist der relative Einfluss der Kosten.

Wie kann man Trading Gebühren reduzieren?

Die beste Möglichkeit besteht nicht darin, ausschließlich nach dem Broker mit der niedrigsten beworbenen Gebühr zu suchen.

Viel wichtiger ist es, die gesamte Kostenstruktur zu betrachten.

Ein Trader sollte beispielsweise prüfen, wie Spread und Kommission tatsächlich zusammenwirken, wie sich die Kosten bei unterschiedlichen Handelszeiten verändern und welche Finanzierungskosten beim Halten einer Position entstehen.

Auch die Anzahl der Trades spielt eine große Rolle.

Wer unnötiges Overtrading reduziert, spart automatisch Handelskosten.

Ein Trader, der nur handelt, wenn ein hochwertiges Setup vorhanden ist, benötigt häufig deutlich weniger Transaktionen als jemand, der ständig im Markt aktiv sein möchte.

Overtrading verursacht zusätzliche Kosten

Overtrading ist nicht nur ein psychologisches Problem.

Jeder unnötige Trade verursacht potenziell zusätzliche Kosten.

Ein Trader eröffnet eine Position ohne klares Setup, wird ausgestoppt und eröffnet kurz darauf die nächste Position.

Neben dem Verlust aus dem Trade entstehen Spread, Kommission und möglicherweise Slippage.

Bei wiederholtem Overtrading können diese kleinen Kosten erheblich werden.

Deshalb kann weniger Trading nicht nur die Entscheidungsqualität verbessern, sondern auch die Kostenstruktur.

Trading Gebühren und Profitabilität

Letztendlich zählt nicht, wie viel ein Trader vor Kosten verdient.

Entscheidend ist das Ergebnis nach sämtlichen relevanten Kosten.

Eine Strategie mit einem kleinen statistischen Vorteil kann durch hohe Handelskosten unprofitabel werden.

Umgekehrt kann eine Strategie mit weniger Trades und größeren durchschnittlichen Bewegungen deutlich weniger empfindlich gegenüber einzelnen Kostenfaktoren sein.

Deshalb sollten Trader ihre Performance immer netto betrachten.

Welche Trading Gebühren sollte man beim Brokervergleich prüfen?

Beim Vergleich von Brokern reicht es nicht aus, nur auf den Spread zu achten.

Interessant sind vielmehr die gesamten Kosten eines typischen Trades.

Dazu gehören abhängig vom Finanzinstrument insbesondere Spread, Kommission, Finanzierungskosten und mögliche zusätzliche Handelsplatzkosten.

Auch die Kosten für Ein- und Auszahlungen, Währungsumrechnung, Marktdaten und Plattformen können relevant sein.

Der beste Broker ist deshalb nicht automatisch der Anbieter mit dem niedrigsten beworbenen Spread.

Entscheidend ist, welcher Anbieter für den eigenen Trading Stil tatsächlich die niedrigsten Gesamtkosten bietet.

Fazit: Trading Gebühren verstehen und richtig kalkulieren

Trading Gebühren bestehen aus wesentlich mehr als nur einer klassischen Orderprovision.

Spread, Kommission, Swap, Finanzierungskosten, Slippage, Börsenentgelte, Ordergebühren, Währungsumrechnung, Datenkosten und weitere Kosten können das tatsächliche Ergebnis eines Traders beeinflussen.

Welche Gebühren besonders wichtig sind, hängt vom Trading Stil ab. Während Scalper vor allem auf Spread, Kommission und Slippage achten müssen, spielen für Swing Trader häufig Finanzierungskosten und Swaps eine größere Rolle.

Der wichtigste Punkt ist deshalb nicht, einen einzelnen möglichst niedrigen Gebührenwert zu finden.

Entscheidend ist die Gesamtkostenstruktur.

Wer seine Trading Strategie backtestet, sollte die zu erwartenden Kosten realistisch berücksichtigen. Wer einen Broker auswählt, sollte nicht nur Werbung und Standard-Spreads vergleichen, sondern die tatsächlichen Kosten für das eigene Handelsvolumen analysieren.

Denn am Ende zählt beim Trading nicht der Gewinn vor Kosten.

Entscheidend ist das Ergebnis, das nach allen Trading Gebühren tatsächlich übrig bleibt.