CFD Kosten

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Wer mit CFDs handelt, sollte nicht nur auf mögliche Gewinne achten, sondern vor allem die CFD Kosten verstehen. Denn beim CFD Trading können verschiedene Gebühren und Kosten entstehen, die sich direkt auf die Performance auswirken.

Der bekannteste Kostenfaktor ist der Spread. Je nach Broker können aber zusätzlich Kommissionen, Finanzierungskosten für über Nacht gehaltene Positionen, Währungsumrechnungsgebühren oder weitere Kontokosten anfallen.

Wie teuer CFD Trading tatsächlich ist, hängt deshalb nicht allein vom beworbenen Spread ab.

Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Spread, Kommission, Finanzierungskosten und dem eigenen Trading-Stil.

Ein Scalper mit mehreren Trades pro Tag hat beispielsweise andere Kosten als ein Swing Trader, der Positionen über mehrere Tage hält.

Was sind CFD Kosten?

CFD Kosten sind alle Kosten, die beim Handel mit Contracts for Difference entstehen können.

Dazu gehören insbesondere:

  • Spread
  • Kommission
  • Finanzierungskosten
  • Übernachtkosten
  • Währungsumrechnung
  • gegebenenfalls Inaktivitätsgebühren
  • gegebenenfalls weitere Kontogebühren

Nicht jede dieser Gebühren fällt bei jedem Broker und jedem Trade an.

Manche Broker finanzieren sich beispielsweise hauptsächlich über den Spread, während andere zusätzlich eine Kommission berechnen.

Deshalb sollte ein CFD Konto immer anhand der tatsächlichen Gesamtkosten verglichen werden.

Welche CFD Gebühren gibt es?

Die wichtigsten Kosten lassen sich in vier große Bereiche einteilen:

1. Spread

Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

2. Kommission

Gebühr pro Trade beziehungsweise abhängig vom gehandelten Volumen.

3. Finanzierungskosten

Kosten für das Halten einer gehebelten Position über einen bestimmten Zeitraum, insbesondere über Nacht.

4. Sonstige Gebühren

Zum Beispiel Währungsumrechnung oder bestimmte Kontogebühren.

Die konkrete Kostenstruktur unterscheidet sich je nach Broker und Finanzinstrument.

CFD Spread

Der Spread ist eine der wichtigsten CFD Kosten.

Er bezeichnet die Differenz zwischen:

Ask

und

Bid.

Beispiel:

Der Broker zeigt für einen Markt:

Bid: 20.000

Ask: 20.002

Der Spread beträgt:

2 Punkte.

Wenn du eine Position eröffnest, startest du dadurch zunächst mit einem kleinen Minus, weil du beim Kauf den höheren Ask-Preis zahlst und eine Long-Position theoretisch zunächst zum niedrigeren Bid-Preis geschlossen werden könnte.

Der Spread ist damit ein direkter Bestandteil der Handelskosten.

CFD Kosten Beispiel mit Spread

Angenommen, du handelst einen CFD mit:

2 Punkten Spread

und der Wert eines Punktes beträgt:

5 €.

Dann entstehen für die Position zunächst:

2 × 5 € = 10 €

Spreadkosten.

Steigt der Markt anschließend genau um 2 Punkte, wäre der Trade vereinfacht betrachtet noch nicht profitabel, weil zunächst der Spread überwunden werden muss.

Was bedeutet enger Spread?

Ein enger Spread bedeutet, dass die Differenz zwischen Bid und Ask relativ klein ist.

Das kann insbesondere für kurzfristige Trader interessant sein.

Beispiel:

Broker A:

Spread: 1 Punkt

Broker B:

Spread: 3 Punkte

Bei einem einzelnen Trade erscheint der Unterschied möglicherweise gering.

Wenn du allerdings mehrere hundert Trades pro Jahr machst, können sich kleine Unterschiede erheblich summieren.

Spread und Trading-Stil

Der Spread ist besonders wichtig für Trader mit hoher Handelsfrequenz.

Scalping

Sehr hohe Bedeutung.

Viele Trades bedeuten, dass sich die Spreads schnell summieren.

Daytrading

Ebenfalls wichtig.

Swing Trading

Spread spielt weiterhin eine Rolle, allerdings sind Finanzierungskosten bei länger gehaltenen Positionen häufig relevanter.

Langfristiges Halten

Hier können andere Kosten stärker ins Gewicht fallen.

Variable Spreads

Bei vielen CFDs ist der Spread nicht dauerhaft gleich.

Er kann sich abhängig von der Marktsituation verändern.

Während liquider Handelszeiten kann der Spread relativ eng sein.

Bei:

  • wichtigen Wirtschaftsnachrichten
  • geringer Liquidität
  • Markteröffnung
  • Marktschluss
  • starken Bewegungen

kann sich der Spread dagegen deutlich ausweiten.

Deshalb sollte man nicht nur den beworbenen Minimalspread betrachten.

CFD Kommission

Neben dem Spread kann ein Broker eine Kommission berechnen.

Die Kommission kann beispielsweise pro:

  • Trade
  • Kontrakt
  • Lot
  • gehandeltem Volumen

berechnet werden.

Beispiel:

Ein Broker verlangt:

5 € Kommission pro gehandeltem Lot

Bei einem Round Turn aus Eröffnung und Schließung können je nach Gebührenmodell weitere Kosten entstehen.

Deshalb sollte immer geprüft werden, ob der angegebene Kommissionswert für eine einzelne Transaktion oder für den vollständigen Trade gilt.

Spread oder Kommission?

Nicht jeder Broker verwendet dasselbe Gebührenmodell.

Vereinfacht gibt es beispielsweise:

Modell A:

höherer Spread + keine separate Kommission

oder:

Modell B:

enger Spread + zusätzliche Kommission.

Welches Modell günstiger ist, hängt vom konkreten Markt und Handelsvolumen ab.

Ein niedriger Spread bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der Broker insgesamt günstiger ist.

CFD Finanzierungskosten

Eine weitere wichtige Kostenart sind Finanzierungskosten.

CFDs sind gehebelte Produkte.

Du hinterlegst also nicht zwangsläufig den vollständigen Wert der Marktposition.

Für das Halten einer Position über einen längeren Zeitraum können deshalb Finanzierungskosten anfallen.

Diese werden häufig als Overnight-Finanzierung oder Swap bezeichnet.

Gerade für Swing Trader können diese Kosten relevant sein.

Was sind Overnight-Gebühren?

Hältst du eine CFD-Position über einen bestimmten Tageswechsel hinaus, kann eine Finanzierungskostenbuchung erfolgen.

Der genaue Zeitpunkt hängt vom Broker und dem jeweiligen Produkt ab.

Die Höhe kann unter anderem beeinflusst werden durch:

  • Positionsgröße
  • Finanzierungszinssatz
  • Basiswert
  • Long oder Short
  • Anzahl der gehaltenen Tage

Deshalb sollte vor einem länger laufenden Trade geprüft werden, welche Finanzierungskosten der Broker berechnet.

CFD Kosten bei Long und Short

Finanzierungskosten können sich je nach Richtung unterscheiden.

Eine Long-Position kann einen anderen Finanzierungssatz haben als eine Short-Position.

Auch die zugrunde liegende Währung und die Finanzierungskonditionen des Brokers können eine Rolle spielen.

Deshalb sollte nicht pauschal angenommen werden:

Long kostet X und Short kostet Y.

Die konkreten Konditionen müssen beim jeweiligen Broker und CFD überprüft werden.

Drei Tage Finanzierungskosten

Bei vielen Brokern gibt es außerdem einen bestimmten Wochentag, an dem eine erhöhte Finanzierung berücksichtigt wird, weil mehrere Tage beziehungsweise das Wochenende abgedeckt werden.

Häufig wird hierfür eine sogenannte Dreifach-Finanzierung verwendet.

Der genaue Tag und die konkrete Berechnung können je nach Broker und Produkt unterschiedlich sein.

Für Swing Trader ist dieser Punkt besonders wichtig.

CFD Kosten beim Hebel

Der Hebel selbst ist nicht einfach eine zusätzliche Gebühr.

Er beeinflusst aber die Größe der kontrollierten Position und damit auch das Risiko sowie teilweise die Finanzierungskosten.

Beispiel:

Du hinterlegst 1.000 € Margin.

Damit kontrollierst du eine Position im Wert von 10.000 €.

Bewegt sich der Markt um 1 %, entspricht das vereinfacht einer Veränderung von:

100 €

auf die Positionsgröße.

Der Hebel kann Gewinne und Verluste dadurch erheblich beschleunigen.

CFD Kosten berechnen

Um die tatsächlichen Kosten eines Trades zu berechnen, sollten mindestens folgende Faktoren berücksichtigt werden:

Spread + Kommission + Finanzierungskosten + gegebenenfalls weitere Gebühren

Für einen kurzfristigen Trade kann die Rechnung beispielsweise so aussehen:

Spread: 8 €

Kommission: 5 €

Finanzierung: 0 €

Gesamtkosten: 13 €

Bei einem Trade, der nur wenige Minuten oder Stunden geöffnet ist, können die Finanzierungskosten möglicherweise keine Rolle spielen.

Bei einem mehrtägigen Trade sieht die Rechnung anders aus.

CFD Kosten Beispiel

Angenommen, du eröffnest einen Trade.

Die Kosten betragen:

Spread: 10 €

Kommission: 6 €

Die Position wird fünf Tage gehalten.

Finanzierung:

2 € pro Tag

Dann entstehen:

10 € + 6 € + 10 € = 26 €

Gesamtkosten.

Wenn zusätzlich eine Währungsumrechnung anfällt, erhöht sich der tatsächliche Betrag entsprechend.

CFD Kosten beim DAX

Beim DAX können die Kosten unter anderem vom gewählten CFD, der Positionsgröße und dem Broker abhängen.

Ein Trader sollte deshalb vergleichen:

  • Spread
  • Punktwert
  • Mindesthandelsgröße
  • Kommission
  • Finanzierungskosten
  • Handelszeiten
  • Ausführung

Gerade beim kurzfristigen DAX Trading kann der Spread einen erheblichen Einfluss auf die Performance haben.

CFD Kosten beim Nasdaq

Auch beim Nasdaq sollten Trader nicht nur den Spread betrachten.

Wichtig sind beispielsweise:

Spread

Kommission

Finanzierungskosten

Positionsgröße

Der Nasdaq kann sich insbesondere während der US-Handelszeiten schnell bewegen.

Dadurch kann die tatsächliche Ausführung einen größeren Einfluss haben als bei ruhigen Marktphasen.

CFD Kosten bei Gold

Gold gehört zu den häufig gehandelten CFD-Märkten.

Beim Gold Trading sollten insbesondere Spread und Finanzierungskosten berücksichtigt werden.

Wer Gold nur kurzfristig handelt, achtet häufig stärker auf den Spread.

Wer Positionen mehrere Tage hält, sollte zusätzlich die Finanzierung genau prüfen.

CFD Kosten bei Forex

Beim Forex Trading können die Kosten insbesondere aus:

  • Spread
  • Kommission
  • Finanzierung

bestehen.

Bei vielen Trades kann bereits ein kleiner Unterschied beim Spread einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten haben.

Ein Forex Scalper sollte deshalb besonders genau vergleichen.

CFD Kosten beim Scalping

Beim Scalping spielen Gebühren eine besonders große Rolle.

Der Grund:

Ein Scalper eröffnet und schließt sehr viele Positionen.

Angenommen, ein Trader zahlt durchschnittlich:

8 € Kosten pro Round Turn

Bei:

10 Trades pro Tag

entstehen:

80 € pro Tag

Bei 20 Handelstagen:

1.600 €

im Monat.

Das ist ein vereinfachtes Rechenbeispiel und berücksichtigt keine weiteren Kosten oder Veränderungen der tatsächlichen Spreads.

Es zeigt aber, wie stark sich kleine Einzelkosten bei hoher Handelsfrequenz summieren können.

CFD Kosten beim Daytrading

Auch Daytrader sollten ihre Kosten kennen.

Wenn eine Strategie beispielsweise durchschnittlich nur einen kleinen Gewinn pro Trade erzielt, können Spreads und Kommissionen einen großen Teil der Performance auffressen.

Eine Strategie sollte deshalb immer nach Kosten getestet werden.

Nicht:

„Der Trade wäre ohne Gebühren profitabel gewesen.“

Sondern:

„Ist der Trade nach allen realistischen Kosten noch profitabel?“

CFD Kosten beim Swing Trading

Beim Swing Trading verschiebt sich die Bedeutung.

Da weniger Trades stattfinden, sind Spread und Kommission pro Trade oft weniger dominant.

Dafür können Finanzierungskosten über mehrere Tage stärker ins Gewicht fallen.

Ein Swing Trader sollte deshalb vor allem wissen:

  • Wie hoch sind die täglichen Finanzierungskosten?
  • Gibt es unterschiedliche Long- und Short-Sätze?
  • Wann wird die Finanzierung berechnet?
  • Gibt es eine Mehrfachbelastung für bestimmte Tage?

CFD Kosten für Anfänger

Anfänger sollten nicht nur nach dem billigsten Broker suchen.

Wichtiger ist zunächst, die Gebührenstruktur vollständig zu verstehen.

Ein Angebot mit:

0 € Kommission

bedeutet beispielsweise nicht automatisch:

0 € Kosten.

Die Kosten können stattdessen im Spread enthalten sein.

Ebenso bedeutet ein sehr niedriger Spread nicht automatisch, dass ein Trade günstig ist.

Die gesamte Kostenstruktur zählt.

CFD Kosten vergleichen

Beim Vergleich verschiedener Broker solltest du mindestens folgende Punkte gegenüberstellen:

Kostenfaktor Worauf achten?
Spread durchschnittlich oder nur Mindestspread?
Kommission pro Trade, Lot oder Volumen?
Finanzierung Kosten pro Tag
Mehrfachfinanzierung wann und wie hoch?
Währungsumrechnung Gebühren und Wechselkurs
Mindestgröße kleinste handelbare Position
Sonstige Gebühren Kontoführung, Inaktivität etc.
Ausführung mögliche Slippage

So erhältst du ein deutlich realistischeres Bild.

CFD Kosten und Slippage

Slippage ist zwar nicht zwingend eine klassische Gebühr, kann aber die tatsächlichen Tradingkosten erhöhen.

Beispiel:

Du erwartest eine Ausführung bei:

20.000

Die Order wird aufgrund schneller Marktbewegung bei:

20.003

ausgeführt.

Die Differenz ist Slippage.

Gerade bei:

  • News
  • hoher Volatilität
  • Markteröffnungen
  • geringer Liquidität

kann Slippage auftreten.

Für aktive Trader sollte sie deshalb bei der Strategieauswertung berücksichtigt werden.

CFD Kosten und Spreads während News

Während wichtiger Wirtschaftsdaten können Spreads teilweise deutlich größer werden.

Beispielsweise bei:

  • US-Arbeitsmarktdaten
  • Inflationsdaten
  • Zinsentscheidungen
  • wichtigen Zentralbankreden

Wer eine Strategie während solcher Ereignisse handelt, sollte nicht mit den normalen Durchschnittskosten rechnen.

Für Backtests und Auswertungen sollten möglichst realistische Handelsbedingungen berücksichtigt werden.

CFD Kosten und Demokonto

Ein Demokonto ist hilfreich, um die Plattform und Orderfunktionen kennenzulernen.

Allerdings sollten Trader beachten, dass die Bedingungen eines Demokontos nicht immer exakt den Live-Bedingungen entsprechen müssen.

Wer die tatsächlichen CFD Kosten analysieren möchte, sollte deshalb die offiziellen Konditionen des Brokers und die realen Ausführungsbedingungen berücksichtigen.

Sind CFDs teuer?

Die Frage „Sind CFDs teuer?“ lässt sich nicht pauschal beantworten.

Für einen Trader mit wenigen Trades und kurzen Haltedauern können die direkten Kosten überschaubar sein.

Für einen Scalper mit sehr hoher Handelsfrequenz können sich Spreads und Kommissionen dagegen erheblich summieren.

Bei länger gehaltenen Positionen können wiederum Finanzierungskosten wichtiger werden.

Die richtige Frage lautet deshalb:

Wie hoch sind die CFD Kosten für meinen Trading-Stil?

Wie kann man CFD Kosten reduzieren?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, unnötige Kosten zu vermeiden.

1. Gesamtkosten vergleichen

Nicht nur den Spread betrachten.

2. Trading-Frequenz überprüfen

Mehr Trades bedeuten nicht automatisch mehr Gewinn.

3. Handelszeiten beachten

Während liquider Marktphasen können die Handelsbedingungen häufig günstiger sein.

4. Finanzierung vermeiden

Wenn die Strategie es erlaubt, können sehr lange Haltedauern vermieden werden.

5. Positionsgröße kontrollieren

Eine größere Position erhöht nicht nur das Risiko, sondern kann auch absolute Gebühren erhöhen.

6. Broker vergleichen

Konditionen können sich erheblich unterscheiden.

7. Kosten im Backtest berücksichtigen

Eine Strategie sollte nicht nur auf dem Papier profitabel sein.

CFD Kosten und Trading Strategie

Die Kosten müssen zur Strategie passen.

Eine Strategie mit:

kleinem Take Profit

und

sehr engem Stop Loss

ist besonders empfindlich gegenüber Spread und Slippage.

Eine Strategie mit größeren Kurszielen kann dagegen weniger stark von einem kleinen Spread beeinflusst werden.

Das bedeutet nicht, dass höhere Spreads egal sind.

Es zeigt lediglich:

Kosten müssen immer relativ zur durchschnittlichen Trade-Größe betrachtet werden.

Break-even nach CFD Kosten

Ein wichtiger Punkt ist der sogenannte Break-even.

Angenommen, ein Trade kostet dich insgesamt:

15 €

Dann muss die Position zunächst mindestens 15 € Gewinn erzielen, bevor du überhaupt bei null bist.

Bei vielen Trades können sich diese Break-even-Kosten erheblich summieren.

Deshalb sollte eine Trading-Strategie immer nach Gebühren bewertet werden.

CFD Kosten und Profitabilität

Eine Strategie kann vor Kosten profitabel erscheinen und nach Kosten unprofitabel werden.

Beispiel:

Durchschnittlicher Gewinn:

20 €

Durchschnittliche Kosten:

8 €

Tatsächlicher Nettogewinn:

12 €

Wenn gleichzeitig Verluste entstehen, müssen auch diese nach Kosten betrachtet werden.

Eine professionelle Strategieanalyse berücksichtigt deshalb immer die Netto-Performance.

Welche CFD Kosten sind am wichtigsten?

Das hängt vom Trading-Stil ab.

Scalper

Spread + Kommission + Slippage

Daytrader

Spread + Kommission + Slippage

Swing Trader

Spread + Kommission + Finanzierungskosten

Längerfristiger Trader

Finanzierungskosten + Spread + weitere Gebühren

Diese Einteilung ist vereinfacht, zeigt aber, warum es keinen pauschal „günstigsten“ CFD Broker für alle Trader gibt.

CFD Kosten Checkliste

Vor der Eröffnung eines CFD Kontos solltest du folgende Fragen beantworten:

  • Wie hoch ist der durchschnittliche Spread?
  • Wie hoch ist die Kommission?
  • Wird die Kommission pro Seite oder Round Turn berechnet?
  • Welche Finanzierungskosten fallen an?
  • Wie werden Overnight-Positionen berechnet?
  • Gibt es Mehrfachfinanzierungen?
  • Welche Währungsumrechnungsgebühren gibt es?
  • Gibt es Inaktivitätsgebühren?
  • Wie groß ist die Mindestposition?
  • Welche Slippage kann auftreten?
  • Welche Märkte möchtest du handeln?
  • Wie viele Trades machst du durchschnittlich?

Erst danach lässt sich beurteilen, wie teuer das CFD Konto für dich tatsächlich ist.

Fazit: CFD Kosten richtig berechnen

Die CFD Kosten bestehen nicht nur aus dem Spread.

Je nach Broker und Trading-Stil können insbesondere Spread, Kommission, Finanzierungskosten, Währungsumrechnung und Slippage relevant sein.

Für Scalper und Daytrader sind vor allem Spread, Kommission und Ausführungskosten wichtig. Swing Trader sollten zusätzlich die Finanzierungskosten über mehrere Tage berücksichtigen.

Wer einen CFD Broker vergleicht, sollte deshalb nicht einfach nach dem niedrigsten beworbenen Spread suchen.

Entscheidend sind die Gesamtkosten pro Trade und die Gesamtkosten pro Jahr.

Denn ein scheinbar günstiger Broker kann bei hoher Handelsfrequenz durch Kommissionen oder ungünstige Spreads deutlich teurer sein als erwartet.

Die beste Frage lautet deshalb nicht: „Welcher Broker hat die niedrigsten Gebühren?“

Sondern:

„Welche CFD Kosten entstehen bei genau meinem Trading-Stil – und bleibt meine Strategie nach diesen Kosten noch profitabel?“