Der VWAP Trading Indikator gehört zu den bekanntesten volumenbasierten Werkzeugen der technischen Analyse. VWAP steht für Volume Weighted Average Price, also den volumen-gewichteten Durchschnittspreis.
Während ein normaler gleitender Durchschnitt ausschließlich die Preisentwicklung berücksichtigt, bezieht der VWAP zusätzlich das gehandelte Volumen ein. Dadurch entsteht ein Referenzpreis, der zeigt, zu welchem durchschnittlichen Preis ein Finanzinstrument innerhalb eines bestimmten Zeitraums gehandelt wurde – gewichtet nach dem jeweiligen Handelsvolumen.
Besonders im Daytrading, bei Aktien, Futures und institutionellen Handelsstrategien wird der VWAP häufig eingesetzt. Trader nutzen ihn unter anderem, um die aktuelle Marktposition relativ zum durchschnittlich gehandelten Preis einzuordnen, Trends zu erkennen und mögliche Einstiegs- oder Ausstiegsbereiche zu bestimmen.
Der VWAP ist dabei kein eigenständiges Kaufsignal. Seine Stärke liegt vielmehr darin, den aktuellen Kurs in Relation zu einer volumenbasierten Referenz zu setzen.
Was ist VWAP im Trading?
VWAP bedeutet Volume Weighted Average Price.
Der Indikator berechnet einen durchschnittlichen Preis, wobei Perioden mit höherem Handelsvolumen stärker gewichtet werden.
Vereinfacht ausgedrückt beantwortet der VWAP die Frage:
Zu welchem durchschnittlichen Preis wurde der Markt während des betrachteten Zeitraums gehandelt?
Liegt der aktuelle Kurs deutlich oberhalb des VWAP, kann das auf eine starke Nachfrage beziehungsweise eine bullishe Marktstruktur hindeuten.
Liegt der Kurs darunter, kann dies auf eine schwächere Marktstruktur hinweisen.
Diese Interpretation ist allerdings immer vom Markt und der aktuellen Situation abhängig.
Wie wird der VWAP berechnet?
Die klassische VWAP-Berechnung basiert auf dem Preis und dem Volumen.
Vereinfacht lässt sich die Formel darstellen als:
VWAP = Summe aus Preis × Volumen / Summe des Volumens
Für jede betrachtete Periode wird zunächst ein relevanter Preis mit dem Volumen gewichtet. Anschließend werden die gewichteten Werte summiert und durch das gesamte gehandelte Volumen geteilt.
Das Ergebnis ist der volumen-gewichtete Durchschnittspreis.
Dadurch unterscheidet sich der VWAP beispielsweise von einem einfachen gleitenden Durchschnitt.
VWAP vs. gleitender Durchschnitt
Ein einfacher gleitender Durchschnitt, beispielsweise ein SMA, behandelt die einzelnen Preise innerhalb seines Berechnungszeitraums grundsätzlich gleich.
Der VWAP berücksichtigt dagegen zusätzlich das Volumen.
Das bedeutet: Wenn in einer bestimmten Periode besonders viel gehandelt wurde, hat diese Periode einen größeren Einfluss auf den VWAP.
Genau diese Volumenkomponente macht den Indikator für viele Trader interessant.
Der VWAP beantwortet damit eine etwas andere Frage als ein klassischer Moving Average.
Warum ist der VWAP für Trader interessant?
Der VWAP kann als eine Art Referenzpreis für den Markt betrachtet werden.
Wenn sich der Kurs oberhalb des VWAP bewegt, wird der Markt häufig als relativ stark interpretiert.
Bewegt sich der Kurs darunter, kann der Markt relativ schwach sein.
Noch interessanter wird es, wenn der Preis wiederholt am VWAP reagiert.
Der VWAP kann dann beispielsweise als dynamischer Unterstützungs- oder Widerstandsbereich fungieren.
Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass der Kurs an jeder Berührung automatisch dreht.
VWAP im Daytrading
Besonders beliebt ist der VWAP im Daytrading.
Der klassische Tages-VWAP wird mit Beginn einer neuen Handelssitzung zurückgesetzt und berechnet sich während des Tages fortlaufend neu.
Dadurch erhalten Daytrader eine Referenz dafür, wo der volumen-gewichtete Durchschnittspreis der aktuellen Session liegt.
Das kann beispielsweise bei der Beurteilung eines Trends helfen.
Steigt der Markt kontinuierlich oberhalb des VWAP und hält sich dort, kann dies ein Zeichen für Stärke sein.
Fällt der Markt dagegen unter den VWAP und kann ihn anschließend nicht zurückerobern, kann dies auf Schwäche hindeuten.
VWAP Strategie: Trendfolge
Eine häufig verwendete VWAP Trading Strategie basiert auf der Trendrichtung.
Der Trader beobachtet zunächst, ob sich der Markt oberhalb oder unterhalb des VWAP befindet.
Liegt der Preis oberhalb des VWAP und entwickelt gleichzeitig eine Folge höherer Hochs und höherer Tiefs, kann eine Long-Bias entstehen.
Der Trader wartet anschließend auf eine Korrektur.
Kommt der Kurs beispielsweise in die Nähe des VWAP zurück und zeigt dort erneut Stärke, kann daraus ein mögliches Long Setup entstehen.
Der Einstieg erfolgt dabei nicht allein wegen der VWAP-Berührung.
Entscheidend ist die Reaktion des Marktes.
VWAP Pullback Strategie
Eine weitere bekannte Anwendung ist der VWAP Pullback.
Dabei bewegt sich der Markt zunächst deutlich in eine Richtung.
Anschließend korrigiert der Kurs zurück zum VWAP.
Wenn der übergeordnete Trend weiterhin intakt ist und der Preis am VWAP reagiert, kann der Pullback als möglicher Einstieg betrachtet werden.
Ein Beispiel:
Der Nasdaq steigt am Vormittag deutlich an und handelt über dem VWAP. Anschließend kommt es zu einer Korrektur.
Der Preis nähert sich dem VWAP und stabilisiert sich dort.
Wenn zusätzlich das eigene Einstiegssignal entsteht, kann ein Long Trade geplant werden.
Der Stop Loss sollte dabei nicht einfach willkürlich direkt unter den VWAP gelegt werden, sondern sich aus der konkreten Marktstruktur ergeben.
VWAP Reversal Strategie
Der VWAP kann auch bei Reversal-Setups verwendet werden.
Hierbei versucht der Trader, eine Bewegung zurück in Richtung des VWAP zu handeln.
Angenommen, der Markt steigt am Anfang der Session sehr stark und entfernt sich deutlich vom VWAP.
Der Trader beobachtet anschließend, ob die Bewegung an Dynamik verliert.
Fällt der Markt anschließend zurück, kann der VWAP als mögliches Ziel dienen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jede starke Bewegung automatisch zum VWAP zurückkehrt.
Ein Markt kann sich über längere Zeit weit vom VWAP entfernen, insbesondere bei starken Trendtagen.
VWAP als Unterstützung
In einem starken Aufwärtstrend kann der VWAP als dynamische Unterstützung wirken.
Der Kurs bewegt sich oberhalb des VWAP und korrigiert wiederholt in dessen Nähe.
Wenn Käufer dort regelmäßig aktiv werden, kann sich ein Unterstützungsbereich entwickeln.
Trader können beobachten, ob sich dieses Verhalten wiederholt.
Wichtig ist jedoch, den VWAP nicht als exakte horizontale Linie zu betrachten.
In der Praxis kann eine Reaktion auch etwas oberhalb oder unterhalb des VWAP stattfinden.
VWAP als Widerstand
Das gleiche Prinzip funktioniert auf der Short-Seite.
Befindet sich der Markt unterhalb des VWAP und versucht wiederholt, darüber zu steigen, kann der VWAP als Widerstandsbereich fungieren.
Scheitert der Kurs dort und setzt anschließend seine Abwärtsbewegung fort, kann dies für Short Trader interessant sein.
Auch hier ist die Reaktion wichtiger als die bloße Berührung.
VWAP Breakout
Der Kurs kann den VWAP auch nachhaltig durchbrechen.
Ein Markt befindet sich beispielsweise zunächst unterhalb des VWAP.
Anschließend steigt der Kurs darüber und kann sich dort stabilisieren.
Wenn gleichzeitig Volumen und Marktstruktur den Ausbruch unterstützen, kann ein VWAP Breakout für Trader interessant sein.
Problematisch sind sogenannte False Breakouts.
Der Kurs überschreitet den VWAP kurzzeitig, fällt anschließend aber wieder darunter.
Deshalb sollte ein VWAP Breakout nicht isoliert betrachtet werden.
VWAP und Volumen
Der besondere Vorteil des VWAP liegt in seiner Verbindung von Preis und Volumen.
Das macht ihn besonders interessant für Märkte, bei denen zuverlässige Volumendaten verfügbar sind.
Ein steigender Kurs bei hohem Volumen kann beispielsweise eine andere Aussage haben als eine vergleichbare Kursbewegung bei sehr geringem Volumen.
Der VWAP verarbeitet diese Information direkt in seiner Berechnung.
VWAP im Aktien Trading
Bei Aktien ist der VWAP besonders verbreitet.
Viele institutionelle Marktteilnehmer verwenden VWAP als Benchmark für ihre Ausführungen.
Ein großer Marktteilnehmer kann beispielsweise versuchen, einen Kaufauftrag möglichst nahe am durchschnittlichen Marktpreis auszuführen.
Der VWAP dient dabei als Vergleichsgröße.
Auch private Trader können diese Information nutzen, um die Marktstruktur besser einzuordnen.
VWAP bei Futures
Der VWAP wird ebenfalls häufig im Futures Trading verwendet.
Besonders bei liquiden Index-Futures kann der Indikator für Daytrader interessant sein.
Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, welche Volumendaten die jeweilige Plattform verwendet.
Bei Futures gibt es zentral erfasstes Börsenvolumen. Das unterscheidet sich beispielsweise von Tick-Volumen, wie es bei manchen Forex-Plattformen verwendet wird.
VWAP im Forex Trading
Beim Forex Trading ist die Situation etwas spezieller.
Der globale Forex-Markt besitzt keinen einzigen zentralen Börsenplatz, an dem das gesamte Handelsvolumen erfasst wird.
Viele Forex-Plattformen verwenden daher Tick-Volumen oder Volumendaten ihres jeweiligen Brokers.
Ein VWAP auf einem Forex-Chart kann deshalb von einem anderen Anbieter abweichen.
Trader sollten diesen Unterschied kennen, bevor sie VWAP-Signale zwischen verschiedenen Plattformen vergleichen.
VWAP bei CFDs
Auch bei CFDs kann ein VWAP verwendet werden.
Die Qualität der Volumenkomponente hängt jedoch davon ab, welche Datenbasis die jeweilige Plattform bereitstellt.
Bei CFDs handelt es sich nicht um einen zentralen Börsenmarkt wie bei vielen Futures.
Deshalb sollte ein Trader wissen, ob der verwendete VWAP auf tatsächlichem Börsenvolumen oder auf einer anderen Volumenquelle basiert.
VWAP und Anchored VWAP
Neben dem klassischen Session-VWAP gibt es den Anchored VWAP.
Dabei wird die Berechnung nicht automatisch nur auf eine Handelssession begrenzt.
Stattdessen kann der Trader einen bestimmten Startpunkt auswählen.
Dieser kann beispielsweise ein wichtiges Hoch, ein Tief, ein Ausbruch oder ein bedeutendes Ereignis sein.
Der Anchored VWAP zeigt anschließend den volumen-gewichteten Durchschnittspreis seit diesem definierten Punkt.
Das kann bei der Analyse größerer Marktbewegungen sehr interessant sein.
Anchored VWAP Beispiel
Angenommen, eine Aktie bildet bei 100 Euro ein wichtiges Jahrestief und beginnt anschließend einen starken Aufwärtstrend.
Ein Trader kann den Anchored VWAP genau an diesem Tief starten.
Der daraus entstehende VWAP zeigt, wie sich der durchschnittlich gehandelte Preis seit diesem Ereignis entwickelt hat.
Bewegt sich der Kurs über dem Anchored VWAP, kann dies auf Stärke seit dem definierten Ereignis hindeuten.
Fällt der Kurs darunter, kann sich die Marktstruktur verändern.
VWAP Bänder
Einige Trading-Plattformen bieten zusätzlich sogenannte VWAP Bänder an.
Diese werden oberhalb und unterhalb des VWAP dargestellt und können beispielsweise auf Basis von Standardabweichungen berechnet werden.
Dadurch entsteht eine Art dynamischer Bereich um den VWAP.
Trader verwenden solche Bänder teilweise, um ungewöhnlich starke Abweichungen vom durchschnittlichen Preis zu erkennen.
Auch hier gilt: Eine Berührung eines äußeren Bandes ist kein automatisches Reversal-Signal.
VWAP und RSI kombinieren
Der VWAP kann mit anderen Indikatoren kombiniert werden.
Eine Möglichkeit ist die Verwendung des RSI.
Der VWAP liefert dabei Informationen über die Position des Kurses relativ zum volumen-gewichteten Durchschnitt.
Der RSI kann ergänzend die kurzfristige Dynamik beziehungsweise das Momentum darstellen.
Die Kombination sollte allerdings nicht dazu führen, möglichst viele Indikatoren übereinanderzulegen.
Mehr Indikatoren bedeuten nicht automatisch bessere Trading Entscheidungen.
VWAP und Price Action
Besonders interessant kann die Kombination aus VWAP und Price Action sein.
Der VWAP liefert einen relevanten Referenzbereich.
Die Price Action zeigt anschließend, wie der Markt auf diesen Bereich reagiert.
Ein Trader könnte beispielsweise beobachten, ob der Kurs am VWAP ein klares Rejection-Signal bildet, ein Hoch oder Tief ausbildet oder eine kurzfristige Struktur bricht.
Dadurch wird der VWAP nicht zum alleinigen Signalgeber, sondern Bestandteil eines größeren Trading Setups.
VWAP und Marktstruktur
Die Marktstruktur sollte bei der VWAP Analyse immer berücksichtigt werden.
Ein VWAP Signal hat in einem starken Trend eine andere Bedeutung als in einer engen Seitwärtsphase.
Wenn der Markt kontinuierlich höhere Hochs und höhere Tiefs bildet, kann ein Rücksetzer zum VWAP eher als mögliche Trendfortsetzung interpretiert werden.
In einer Range kann derselbe Rücksetzer dagegen einfach Teil einer Seitwärtsbewegung sein.
Der VWAP muss deshalb immer im Kontext betrachtet werden.
VWAP für Scalping
Scalper verwenden den VWAP teilweise auf sehr kleinen Timeframes.
Hier kann der Indikator helfen, die kurzfristige Marktstruktur zu beurteilen.
Allerdings steigt mit kleinerem Timeframe auch das Marktrauschen.
Ein kurzer VWAP-Test kann innerhalb weniger Minuten mehrfach entstehen.
Deshalb sollte ein Scalper über klare Regeln verfügen, wann ein VWAP Setup tatsächlich gültig ist.
VWAP für Swing Trading
Der klassische Session-VWAP ist primär für Intraday-Analysen interessant.
Für Swing Trader kann dagegen ein Anchored VWAP sinnvoller sein.
Der Startpunkt kann beispielsweise ein markantes Tief oder ein wichtiger Ausbruch sein.
Dadurch lässt sich untersuchen, wie sich der durchschnittliche gehandelte Preis seit diesem Ereignis entwickelt hat.
VWAP Trading Strategie mit Stop Loss
Ein VWAP Setup benötigt wie jedes andere Trading Setup einen klar definierten Stop Loss.
Der Stop sollte nicht einfach nach dem Prinzip „ein paar Punkte unter dem VWAP“ gesetzt werden.
Stattdessen sollte die Marktstruktur berücksichtigt werden.
Bei einem Long Trade könnte beispielsweise das letzte relevante Tief als Orientierung dienen.
Bricht dieses Tief, ist die ursprüngliche Annahme möglicherweise nicht mehr gültig.
Der VWAP kann dabei Teil der Analyse sein, sollte aber nicht automatisch den Stop Loss bestimmen.
VWAP und Take Profit
Auch der Take Profit kann mit dem VWAP kombiniert werden.
Bei einem Mean-Reversion-Setup kann der VWAP beispielsweise als mögliches Kursziel dienen.
Der Trader handelt dabei eine Bewegung zurück in Richtung des durchschnittlichen Preises.
Bei einem Trendfolge-Setup kann der VWAP dagegen eher als Einstiegshilfe dienen, während das Kursziel an einem vorherigen Hoch, Tief oder einer anderen Marktstruktur liegt.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt von der Strategie ab.
Häufige Fehler beim VWAP Trading
Ein häufiger Fehler besteht darin, jede Berührung des VWAP als Trading Signal zu interpretieren.
Der Markt kann den VWAP mehrfach durchqueren, ohne dass daraus ein profitabler Trade entsteht.
Ein weiterer Fehler besteht darin, den VWAP unabhängig vom Marktumfeld zu verwenden.
Auch die Datenbasis wird häufig unterschätzt.
Insbesondere beim Forex und CFD Trading kann die verwendete Volumenquelle einen Unterschied machen.
Wer VWAP Trading betreibt, sollte deshalb genau wissen, wie der eigene Indikator berechnet wird.
Ist VWAP ein guter Trading Indikator?
Der VWAP kann ein sehr nützlicher Trading Indikator sein, wenn er richtig eingesetzt wird.
Seine Stärke liegt vor allem darin, dass er Preis und Volumen miteinander verbindet und einen klaren Referenzwert für den betrachteten Zeitraum liefert.
Er kann helfen, Trends zu erkennen, Pullbacks einzuordnen und mögliche Unterstützungs- oder Widerstandsbereiche zu identifizieren.
Er ist jedoch kein Indikator, der automatisch profitable Trades erzeugt.
Wie bei jedem technischen Werkzeug kommt es auf Strategie, Markt, Timeframe, Risikomanagement und Ausführung an.
VWAP Trading für Anfänger
Anfänger sollten den VWAP zunächst nicht mit mehreren anderen Indikatoren kombinieren.
Sinnvoller ist es, zuerst zu verstehen, was der Indikator tatsächlich darstellt.
Beobachte einen Markt und achte darauf, wie sich der Kurs relativ zum VWAP verhält.
Wie sieht der Markt aus, wenn der Preis deutlich oberhalb des VWAP handelt?
Was passiert bei einem Rücklauf?
Wie verhält sich der Kurs an Tagen mit starkem Trend?
Und wie sieht das Verhalten in einer Range aus?
Durch diese Beobachtung entsteht ein wesentlich besseres Verständnis als durch das reine Auswendiglernen von VWAP Strategien.
Fazit: VWAP Trading richtig nutzen
Der VWAP Trading Indikator zeigt den volumen-gewichteten Durchschnittspreis eines Marktes innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Besonders im Daytrading wird er verwendet, um den aktuellen Kurs relativ zum durchschnittlich gehandelten Preis einzuordnen.
Der VWAP kann als dynamische Unterstützung oder Widerstand wirken, bei Pullbacks eingesetzt werden und bei der Einschätzung von Trendrichtung und Marktstruktur helfen. Mit dem Anchored VWAP lässt sich die Berechnung außerdem auf ein bestimmtes Ereignis oder einen frei gewählten Startpunkt beziehen.
Besonders wichtig ist jedoch, den VWAP nicht als automatischen Signalgeber zu betrachten. Eine einfache Berührung oder ein kurzfristiger Durchbruch reicht nicht aus, um einen Trade zu rechtfertigen.
Die besseren Ergebnisse entstehen meist dann, wenn der VWAP mit Marktstruktur, Price Action, Volumen und einem klar definierten Risikomanagement kombiniert wird.
Der VWAP beantwortet letztlich eine interessante Frage:
Wo liegt der durchschnittlich gehandelte Preis – und wie verhält sich der aktuelle Markt relativ dazu?
Genau diese Perspektive macht den VWAP für viele Daytrader zu einem wertvollen Bestandteil ihrer Chartanalyse.