Shooting Star

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Der Shooting Star gehört zu den bekanntesten Candlestick-Formationen der technischen Analyse. Die Kerze kann auf eine mögliche bearishe Trendumkehr hindeuten und ist deshalb vor allem nach einer stärkeren Aufwärtsbewegung interessant.

Optisch zeichnet sich der Shooting Star durch einen kleinen Kerzenkörper und einen langen oberen Schatten aus. Der untere Schatten ist idealerweise sehr kurz oder kaum vorhanden.

Die Aussage hinter der Formation ist interessant:

Der Kurs steigt innerhalb der betrachteten Periode zunächst deutlich an. Käufer treiben den Preis nach oben. Anschließend setzt jedoch Verkaufsdruck ein und der Kurs fällt wieder in Richtung des Eröffnungskurses zurück.

Damit zeigt die Kerze, dass die Käufer zwar zunächst die Kontrolle übernehmen konnten, die höheren Preise aber nicht verteidigt wurden.

Wichtig ist allerdings:

Ein Shooting Star ist kein automatisches Verkaufssignal. Erst der Kontext, die Marktstruktur und die Reaktion der folgenden Kerzen machen die Formation für das Trading interessant.

Was ist ein Shooting Star?

Inhaltsverzeichnis:

Ein Shooting Star ist eine einzelne Candlestick-Formation, die häufig am Ende oder innerhalb einer Aufwärtsbewegung auftritt.

Typische Merkmale sind:

  • kleiner Kerzenkörper
  • langer oberer Schatten
  • kurzer oder kein unterer Schatten
  • deutliche Bewegung nach oben innerhalb der Kerze
  • Schlusskurs deutlich unter dem Hoch
  • idealerweise Auftreten nach einem Aufwärtstrend

Der lange obere Schatten zeigt, dass der Markt deutlich höhere Preise erreicht hat, diese aber nicht halten konnte.

Die Kerze kann damit auf eine Ablehnung höherer Preise hindeuten.

Shooting Star Bedeutung

Die Bedeutung des Shooting Stars liegt vor allem in der Marktpsychologie.

Stell dir vor, ein Markt steigt bereits seit mehreren Perioden.

Dann beginnt eine neue Kerze.

Käufer treiben den Kurs deutlich nach oben.

Zunächst sieht alles nach einer Fortsetzung des Trends aus.

Doch anschließend erscheinen Verkäufer.

Der Kurs fällt wieder zurück.

Am Ende bleibt eine Kerze mit:

kleinem Körper + langem oberen Docht

zurück.

Das kann zeigen, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen Käufern und Verkäufern verändert.

Wie sieht ein Shooting Star aus?

Ein klassischer Shooting Star besitzt einen kleinen Körper im unteren Bereich der Kerze.

Darüber befindet sich ein deutlich längerer oberer Schatten.

Vereinfacht:

** │**

** │**

** │**

** │**

** ███**

** ███**

Der lange Docht ist das wichtigste optische Merkmal.

Der Kerzenkörper kann bullish oder bearish sein.

Ein roter beziehungsweise bearisher Körper wird häufig als stärkeres Signal interpretiert, ist aber keine zwingende Voraussetzung für die Formation.

Shooting Star Regeln

Für einen klassischen Shooting Star können folgende Kriterien herangezogen werden:

1. Kleiner Kerzenkörper

Der reale Körper sollte im Verhältnis zur gesamten Kerze relativ klein sein.

2. Langer oberer Schatten

Der obere Docht sollte deutlich länger als der Kerzenkörper sein.

3. Kurzer unterer Schatten

Idealerweise besitzt die Kerze nur einen sehr kleinen unteren Schatten.

4. Vorherige Aufwärtsbewegung

Der Shooting Star ist besonders relevant, wenn er nach einem Aufwärtstrend entsteht.

5. Ablehnung höherer Preise

Der Kurs erreicht deutlich höhere Niveaus, kann diese aber nicht halten.

Je besser diese Merkmale zusammenpassen, desto klarer ist die Formation.

Shooting Star nach einem Aufwärtstrend

Der klassische Anwendungsfall ist ein Shooting Star nach einer bullishen Bewegung.

Beispiel:

Higher High

Higher Low

Higher High

Shooting Star

bearishe Bestätigung

Hier kann der Shooting Star auf eine mögliche Abschwächung des Aufwärtstrends hindeuten.

Entscheidend ist jedoch, ob anschließend tatsächlich Verkäufer die Kontrolle übernehmen.

Shooting Star als Reversal Pattern

Der Shooting Star wird häufig als bearishes Reversal Pattern bezeichnet.

Dabei sollte man zwischen:

Warnsignal

und

bestätigtem Reversal

unterscheiden.

Der Shooting Star selbst zeigt zunächst nur eine Ablehnung höherer Preise.

Eine tatsächliche Trendumkehr wird erst wahrscheinlicher, wenn beispielsweise:

  • das Tief des Shooting Stars gebrochen wird
  • ein Swing Low unterschritten wird
  • eine Unterstützung bricht
  • weitere bearishe Kerzen folgen
  • sich die Marktstruktur verändert

Shooting Star Beispiel

Nehmen wir einen fiktiven Markt.

Der Kurs steigt von:

100 → 105 → 110 → 115

Anschließend entsteht folgende Kerze:

Eröffnung: 115

Hoch: 125

Tief: 114

Schluss: 116

Der Markt ist also zunächst bis 125 gestiegen.

Danach verkaufen die Marktteilnehmer den Kurs wieder nach unten.

Am Ende liegt der Schlusskurs nur knapp über der Eröffnung.

Damit entsteht ein langer oberer Schatten.

Das ist ein typisches Beispiel für einen Shooting Star.

Shooting Star Bestätigung

Eine häufige Trading-Regel besteht darin, nicht direkt beim Abschluss des Shooting Stars einzusteigen.

Stattdessen wird auf eine bearishe Bestätigung gewartet.

Beispielsweise:

Shooting Star

nächste Kerze fällt

Tief des Shooting Stars wird gebrochen

Short-Szenario

Damit wird die Formation nicht allein aufgrund ihrer Form gehandelt.

Die folgende Preisbewegung muss die bearishe Interpretation unterstützen.

Shooting Star Breakout

Ein möglicher Trigger ist der Bruch des Tiefs des Shooting Stars.

Beispiel:

Tief des Shooting Stars:

100

Der Kurs fällt anschließend unter:

100

Der Bruch kann als bearishe Bestätigung verwendet werden.

Trader können zusätzlich prüfen, ob sich das Tief in der Nähe eines wichtigen Supports befindet.

Ein Bruch einer relevanten Unterstützung kann die Aussagekraft des Setups erhöhen.

Shooting Star am Widerstand

Besonders interessant kann ein Shooting Star an einem Widerstand sein.

Beispiel:

Der Markt steigt in eine Zone, an der zuvor mehrfach Verkäufer aktiv waren.

Dort entsteht ein Shooting Star.

Der Kurs versucht zunächst, den Widerstand zu überwinden.

Scheitert anschließend der Ausbruch, kann das Muster auf eine mögliche bearishe Reaktion hindeuten.

Ein mögliches Szenario:

Widerstand

Kurs steigt darüber

Shooting Star

Kurs fällt zurück

Fehlausbruch

Abwärtsbewegung

Shooting Star an Unterstützung

Ein Shooting Star direkt an einer Unterstützung ist dagegen weniger eindeutig.

Zwar zeigt der lange obere Schatten eine Ablehnung höherer Preise.

Wenn gleichzeitig eine starke Unterstützung darunter liegt, kann der Markt dennoch weiter steigen.

Deshalb sollte die Formation nicht isoliert betrachtet werden.

Shooting Star Trading Strategie

Eine einfache Shooting-Star-Strategie kann so aufgebaut werden:

Schritt 1: Aufwärtstrend identifizieren

Der Markt sollte zuvor eine erkennbare Aufwärtsbewegung zeigen.

Schritt 2: Relevante Zone bestimmen

Beispielsweise:

  • Widerstand
  • vorheriges Hoch
  • Supply-Zone
  • psychologische Preiszone

Schritt 3: Shooting Star abwarten

Die Kerze sollte die typischen Merkmale aufweisen.

Schritt 4: Bestätigung abwarten

Beispielsweise ein Bruch des Tiefs.

Schritt 5: Short-Entry definieren

Der Einstieg erfolgt nach den vorher festgelegten Regeln.

Schritt 6: Stop Loss platzieren

Der Stop kann beispielsweise oberhalb des Shooting-Star-Hochs liegen.

Schritt 7: Kursziel bestimmen

Mögliche Ziele sind Unterstützungen, Swing Lows oder ein festgelegtes Chance-Risiko-Verhältnis.

Shooting Star Short Setup

Ein mögliches Short-Setup sieht so aus:

Aufwärtstrend

Widerstand

Shooting Star

Tief der Kerze wird gebrochen

Short

Stop über Shooting-Star-Hoch

Das Setup kombiniert damit mehrere Informationen:

Trend + Level + Candlestick + Bestätigung

Das ist in der Regel aussagekräftiger als ein Shooting Star irgendwo im Chart.

Shooting Star Stop Loss

Eine klassische Möglichkeit besteht darin, den Stop Loss oberhalb des Hochs des Shooting Stars zu platzieren.

Beispiel:

Shooting-Star-Hoch:

120

Short-Einstieg:

115

Stop Loss:

121

Damit wäre die bearishe Interpretation ungültig, wenn der Markt erneut deutlich über das Hoch steigt.

Alternativ kann der Stop auch anhand eines übergeordneten Swing Highs oder einer Widerstandszone definiert werden.

Shooting Star Take Profit

Für den Take Profit gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Beispielsweise:

  • nächstes Swing Low
  • Unterstützung
  • vorheriges Tief
  • feste CRV-Regel
  • Fibonacci-Level
  • Trailing Stop

Ein einfacher Ansatz kann beispielsweise ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1:2 vorsehen.

Das bedeutet:

Bei einem Risiko von 10 Punkten wird ein potenzielles Ziel von 20 Punkten angestrebt.

Ob ein solches Verhältnis tatsächlich profitabel ist, hängt von der Trefferquote und dem gesamten Regelwerk ab.

Shooting Star und Risiko

Ein Shooting Star kann ein attraktives technisches Setup liefern.

Trotzdem sollte das Risiko pro Trade begrenzt werden.

Eine einzelne Candlestick-Formation kann scheitern.

Deshalb sollte vor dem Einstieg feststehen:

  • Entry
  • Stop Loss
  • Positionsgröße
  • maximales Risiko
  • Take Profit
  • Chance-Risiko-Verhältnis

Das Pattern selbst ersetzt kein Risikomanagement.

Shooting Star vs. Inverted Hammer

Der Shooting Star und der Inverted Hammer sehen optisch sehr ähnlich aus.

Der wichtigste Unterschied ist der Kontext.

Shooting Star Inverted Hammer
nach Aufwärtsbewegung nach Abwärtsbewegung
bearishe Interpretation mögliche bullishe Umkehr
langer oberer Schatten langer oberer Schatten
kleiner Körper kleiner Körper
mögliche Ablehnung höherer Preise mögliche Ablehnung tieferer Preise

Die gleiche Kerzenform kann deshalb abhängig vom Marktumfeld eine völlig unterschiedliche Bedeutung besitzen.

Shooting Star vs. Hammer

Auch der Hammer wird häufig mit dem Shooting Star verwechselt.

Der Hammer besitzt einen:

  • kleinen Körper
  • langen unteren Schatten
  • kurzen oberen Schatten

Der Shooting Star besitzt dagegen:

  • kleinen Körper
  • langen oberen Schatten
  • kurzen unteren Schatten

Vereinfacht:

Hammer → Ablehnung tiefer Preise

Shooting Star → Ablehnung höherer Preise

Auch hier ist der Kontext entscheidend.

Shooting Star vs. Gravestone Doji

Ein Gravestone Doji kann ebenfalls einen langen oberen Schatten besitzen.

Der entscheidende Unterschied liegt im Kerzenkörper.

Beim Gravestone Doji liegen Eröffnung und Schlusskurs sehr nahe beieinander.

Beim Shooting Star existiert dagegen ein kleiner realer Kerzenkörper.

Beide Formationen können eine Ablehnung höherer Preise darstellen.

Shooting Star und Price Action

Der Shooting Star kann besonders gut mit Price Action kombiniert werden.

Beispiel:

Aufwärtstrend

Widerstand

Shooting Star

Lower High

Break unter Swing Low

Damit entsteht möglicherweise eine erste Veränderung der Marktstruktur.

Das ist für viele Trader aussagekräftiger als die einzelne Kerze.

Shooting Star und RSI

Der RSI kann als zusätzlicher Filter verwendet werden.

Ein mögliches Szenario:

Aufwärtstrend

RSI im hohen Bereich

Widerstand

Shooting Star

bearishe Bestätigung

Der RSI kann dabei zusätzliche Informationen über das Momentum liefern.

Ein hoher RSI bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Markt fallen muss.

Starke Trends können lange Zeit hohe RSI-Werte aufweisen.

Shooting Star und Moving Average

Auch ein Moving Average kann zur Einordnung des Trends genutzt werden.

Beispielsweise kann ein Trader prüfen, ob der Markt deutlich oberhalb eines längerfristigen gleitenden Durchschnitts notiert und gleichzeitig ein Shooting Star an einem Widerstand entsteht.

Ein späterer Bruch des Moving Average kann zusätzliche Informationen über eine mögliche Trendveränderung liefern.

Der Moving Average sollte jedoch nicht als alleinstehendes Verkaufssignal verwendet werden.

Shooting Star und Volumen

Volumen kann bei der Analyse zusätzliche Hinweise liefern.

Beispielsweise kann ein Shooting Star mit ungewöhnlich hohem Volumen zeigen, dass auf dem höheren Preisniveau besonders viel gehandelt wurde.

Wenn anschließend der Kurs fällt, kann dies die Interpretation einer möglichen Ablehnung unterstützen.

Allerdings ist die Aussagekraft von Volumen abhängig vom jeweiligen Markt.

Shooting Star im Forex Trading

Der Shooting Star kann im Forex Trading auf unterschiedlichen Timeframes auftreten.

Beispielsweise bei:

  • EUR/USD
  • GBP/USD
  • USD/JPY
  • AUD/USD

Besonders interessant kann das Pattern an wichtigen technischen Levels sein.

Trader sollten allerdings wichtige Wirtschaftsdaten berücksichtigen.

Ein Shooting Star rund um eine Zinsentscheidung oder wichtige US-Arbeitsmarktdaten kann beispielsweise durch extreme Volatilität entstehen und anschließend schnell invalidiert werden.

Shooting Star beim DAX

Auch beim DAX können Shooting Stars auftreten.

Daytrader beobachten beispielsweise:

  • Tageshoch
  • Vortageshoch
  • Widerstände
  • VWAP
  • Swing Highs
  • Marktstruktur

Ein Shooting Star am Vortageshoch kann beispielsweise interessanter sein als dieselbe Kerze mitten in einer beliebigen Seitwärtsbewegung.

Shooting Star beim Nasdaq

Der Nasdaq kann aufgrund seiner hohen Dynamik ebenfalls zahlreiche Shooting-Star-Formationen ausbilden.

Besonders nach starken Aufwärtsbewegungen kann ein langer oberer Schatten auf eine kurzfristige Ablehnung höherer Preise hindeuten.

Bei sehr kleinen Timeframes sollte jedoch berücksichtigt werden, dass viele Formationen lediglich kurzfristiges Marktrauschen darstellen.

Shooting Star beim Gold Trading

Auch beim Gold kann der Shooting Star als Price-Action-Formation auftreten.

Besonders relevant können:

  • vorherige Hochs
  • Widerstandszonen
  • psychologische Preisniveaus
  • Tageshochs
  • wichtige Wirtschaftsdaten

sein.

Gold kann sich sehr schnell bewegen.

Deshalb sollte die Positionsgröße an die aktuelle Volatilität angepasst werden.

Shooting Star im Daytrading

Für Daytrader können Shooting Stars auf:

  • 5-Minuten-Charts
  • 15-Minuten-Charts
  • 30-Minuten-Charts
  • 1-Stunden-Charts

auftreten.

Ein sinnvoller Ansatz kann sein, den höheren Timeframe zunächst für die Marktstruktur zu verwenden.

Beispielsweise:

1-Stunden-Chart → Trend und Level

5-Minuten-Chart → Shooting Star und Entry

Dadurch wird die einzelne Kerze in einen größeren Kontext eingeordnet.

Shooting Star im Swing Trading

Auch Swing Trader können das Pattern verwenden.

Auf höheren Timeframes kann ein Shooting Star beispielsweise nach einer mehrtägigen oder mehrwöchigen Aufwärtsbewegung auftreten.

Mögliche Charts:

  • 4-Stunden-Chart
  • Tageschart
  • Wochenchart

Je größer der Timeframe, desto größer kann allerdings auch die Kursbewegung der einzelnen Kerze sein.

Wie zuverlässig ist ein Shooting Star?

Eine pauschale Trefferquote für das Shooting-Star-Pattern gibt es nicht.

Die Ergebnisse hängen unter anderem ab von:

  • Markt
  • Timeframe
  • Trend
  • Widerstand
  • Volatilität
  • Entry
  • Stop Loss
  • Take Profit
  • Handelskosten

Ein Shooting Star mitten in einer Range kann beispielsweise deutlich weniger interessant sein als eine Formation an einem starken Widerstand nach einem langen Aufwärtstrend.

Shooting Star Backtesting

Wer Shooting Stars systematisch handeln möchte, sollte die Regeln möglichst genau definieren.

Beispiel:

Setup: Shooting Star nach einem Aufwärtstrend an einem Widerstand.

Entry: Short nach Bruch des Tiefs.

Stop Loss: oberhalb des Shooting-Star-Hochs.

Take Profit: nächstes Swing Low oder 2R.

Anschließend wird das Setup über viele historische Situationen getestet.

Wichtige Kennzahlen sind:

  • Trefferquote
  • durchschnittlicher Gewinn
  • durchschnittlicher Verlust
  • Profit Factor
  • Erwartungswert
  • maximaler Drawdown
  • Anzahl der Trades

Erst diese Statistik zeigt, ob die konkrete Shooting-Star-Strategie tatsächlich einen statistischen Vorteil besitzt.

Häufige Fehler beim Shooting Star Trading

Jeden Shooting Star shorten

Nicht jede Kerze mit langem oberen Docht ist ein valider Shooting Star.

Den Trend ignorieren

Ein Shooting Star innerhalb eines starken Aufwärtstrends kann lediglich eine kurzfristige Pause darstellen.

Keine Bestätigung abwarten

Die Formation allein garantiert keine Trendumkehr.

Widerstände ignorieren

Ein Shooting Star an einem wichtigen Level kann wesentlich interessanter sein.

Zu spät einsteigen

Nach einer starken bearishen Folgebewegung kann sich das Chance-Risiko-Verhältnis verschlechtern.

Stop Loss zu eng setzen

Normale Marktbewegungen können die Position vorzeitig ausstoppen.

Nachrichten ignorieren

Starke News können das gesamte technische Setup verändern.

Shooting Star Checkliste

Vor einem möglichen Trade können folgende Fragen helfen:

  • Gibt es einen vorherigen Aufwärtstrend?
  • Ist der Kerzenkörper klein?
  • Ist der obere Schatten deutlich länger?
  • Ist der untere Schatten kurz?
  • Liegt die Formation an einem relevanten Widerstand?
  • Gibt es ein vorheriges Swing High?
  • Hat der Markt höhere Preise abgelehnt?
  • Wird das Tief des Shooting Stars gebrochen?
  • Verändert sich die Marktstruktur?
  • Gibt es eine bearishe Folgekerze?
  • Wo liegt der Stop Loss?
  • Wo liegt das Kursziel?
  • Wie groß ist das Risiko?
  • Passt das Chance-Risiko-Verhältnis?
  • Wurde die konkrete Strategie backgetestet?

Tipps für das Trading des Shooting Stars

Auf den Kontext achten

Der Shooting Star ist vor allem nach einer Aufwärtsbewegung interessant.

Widerstände berücksichtigen

Eine Ablehnung direkt an einem wichtigen Level kann aussagekräftiger sein.

Bestätigung abwarten

Der Bruch des Tiefs oder eine weitere bearishe Kerze kann das Setup bestätigen.

Marktstruktur analysieren

Ein Lower High oder ein Bruch eines Swing Lows kann die mögliche Trendumkehr unterstützen.

Nicht jede Formation handeln

Qualität ist wichtiger als die Anzahl der Trades.

Volatilität beachten

Je größer die Kerze, desto wichtiger ist eine angemessene Positionsgröße.

Risiko begrenzen

Kein Candlestick-Pattern funktioniert in jedem Trade.

Backtesting durchführen

Erst eine ausreichend große Stichprobe zeigt, ob die konkrete Strategie einen statistischen Vorteil besitzt.

Fazit: Shooting Star richtig traden

Der Shooting Star ist eine bekannte bearishe Candlestick-Formation, die vor allem nach einer Aufwärtsbewegung auf eine mögliche Ablehnung höherer Preise und eine bevorstehende Trendumkehr hindeuten kann.

Typisch sind:

  • kleiner Kerzenkörper
  • langer oberer Schatten
  • kurzer unterer Schatten
  • Auftreten nach einer Aufwärtsbewegung

Besonders interessant wird das Pattern, wenn es an einem Widerstand, vorherigen Hoch oder einer anderen relevanten technischen Zone entsteht.

Für das Trading sollte der Shooting Star jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Ein möglicher Bruch des Kerzentiefs, eine Veränderung der Marktstruktur oder ein weiterer bearisher Impuls können zusätzliche Bestätigung liefern.

Der Shooting Star sagt nicht voraus, dass der Markt fallen wird. Er zeigt zunächst nur, dass höhere Preise abgelehnt wurden.

Wer das Pattern handeln möchte, sollte daraus klare Regeln für Entry, Stop Loss, Take Profit und Positionsgröße entwickeln und diese anschließend über historische Daten testen.

Denn nicht die schönste Kerze im Chart entscheidet über den Erfolg einer Trading-Strategie, sondern der statistische Vorteil über viele Trades.